Frage von xxinaxx123, 87

Arbeitsamt will mir kein Geld zahlen! Hilfe wichtig!?

Ich bin 18 und schaffe es nicht (wegen Depressionen) einen job zu finden. Das Arbeitsamt hat einen Antrag auf Leistung abgelehnt weil sie behaupten das mir Unterhaltsgeld von meinen Eltern zusteht. Das Jugendamt allerdings (die bis zu meinem 18. Geburtstag das Sorgerecht hatten), sagten das ich kein Geld mehr von meinen eltern bekomme weil ich mit 18 nicht arbeite bz in Ausbildung etc bin. Mein Vater hat soger (freiwillig) 4 Monate lang weiter Geld an mich bzw das jugendamt bezahlt (an das Jugendamt weil das Geld meiner Eltern immer auf deren Konto ging und das JA mir das Geld auf mein Konto überwies). Das Jugendamt schickt allerdings nun das gezahlte Geld meines Vaters wieder zurück an ihn. Das Arbeitsamt sagte das ich als einzige Möglichkeit nur vor Gericht gehen kann und meine Eltern auf Geld verklagen muss, aber bis es vor Gericht kommt, vergeht wieder solange zeit! Und zeit habe ich nicht weil ich meine Miete etc nicht mehr bezahlen kann. Meine Eltern sind auch davon überzeugt das sie kein Geld zahlen müssen, weil das JA es ihnen so aufgetischt hat, deswegen zahlen sie nicht an mich. Aber das AA behauptet ja etwas anderes! Wer hat also recht? Das JA(Jugendamt) oder das AA (Arbeitsamt) ? Muss ich wirklich vor Gericht gehen ?? Das kann doch so nicht stimmen ! (Ich wohne übrigens bei meiner Großmutter und keiner meiner Eltern hat Sorgerecht für mich).

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von expermondo, 5

Hallo xxinaxx123,

Schau mal bitte hier:
Geld Gesetz

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von DerHans, 47

Anspruch auf AlG hast du nur, wenn du dem Arbeitsmarkt auch zur Verfügung stehst.

Wenn du das (aus welchen Gründen auch immer) nicht kannst, ist das originäre Sozialamt dein Ansprechpartner.

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von norbert9014, 18

Da Du volljährig bist, bist Du für Deine Belange erst einmal selber zuständig: Sozialleistungen kannst Du nur unter verschiedenen Bedingungen beantragen: Im Groben schreibst Du die Bedingungen oben selber mit auf

Depression ist eine Krankheit >>> das muss dann aber von Dir auch so "gelebt";- das heißt mit Attest und anderem Dem Arbeitsamt gegenüber gemeldet werden. Und Du hast die Pflicht alles zu tun, um Deine Gesundheit wieder herzustellen: Im Klartext heißt daß dass Du den Therapieempfehlungen Deines behandelnden Arztes folgen mußt, bzw. zuerst einmal mit Deinem Arzt überhaupt einen Diagnose- und Therapieplan erstellen musst.

Nun kommt, was ich vermute, bzw. aus Deinem Text herauslese: Und "JA!" das sind, wenn man so will "Vorurteile" >> Aber ich kenne Dich nicht, und um zu einer Einschätzung kommen zu können, die für Dich hilfreich sein kann muss ich natürlich auch Annahmen entwickeln, weil - wie überall - ein Patentrezept nicht möglich ist.

Ich lese heraus, dass Du im Moment einfach durchhängst und Dich Deiner Antriebslosigkeit ergibst. das mag aus Deiner Sicht nachvollziehbar sein... hat aber andere Menschen so direkt in die Obdachlosigkeit geführt.

Wenn Du Dich ergibst... und die Lösung Deines Unterhaltes, Deiner Perspektive beruflich privat und allgemein im Leben anderen überlässt...  kann es schwierig werden.

Egal wie... Lass Dich auf Therapie ein... auch, wenn die Empfehlung auf "stationär" lauten würde....

Alleine schaffst Du es, meiner Meinung nach, nicht.

Und bevor Du unter gehst... ist jede Hilfe recht,- oder nicht?

Und darum geht es: Entweder kriegst Du Deine Dinge ..... eigenverantwortlich.... irgendwie auf die Reihe???   ---  oder nicht: Aber was dann?

Sincerely, Norbert

Antwort
von peterobm, 42

Sorgerecht wohl nicht, aber bestimmt eine Unterhaltspflicht - das must einklagen

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von Welfenfee, 22

Sehr gut für Dich ist ja, dass Du nicht fremden Menschen Miete schulden wirst und wahrscheinlich nicht vor die Türe gesetzt wirst, weil Du nicht zahlen kannst, da Dir die Einnahmen fehlen.

Da Du volljährig bist hat auch kein Mensch das Sorgerecht, doch sicherlich sind zum Teil die Eltern und auch die Großeltern unterhaltspflichtig - Geschwister hingegen nicht.

Ich hoffe sehr, dass Du Dir mit Deiner Krankheit selber noch helfen kannst und darum rufe wenn möglich morgen beim Amtsgericht an und lasse Dich mit der Stelle verbinden, die Dir einen sogenannten Beratungsschein für einen Anwalt ausstellen können. Für Dich bedeutet das, dass Du ein Beratungsgespräch bei einem Anwalt kostenlos wahrnehmen kannst. Anwälte sind da nicht besonders dran interessiert, doch es gibt durchaus auch sozial eingestellte Menschen in diesem Berufsstand, die Dir da sehr hilfreich unter die Arme greifen können und Ämter reagieren schon anders, wenn sie mit solchen zu tun haben.

Du musst ja irgendwelche Bescheide vorliegen haben und dagegen legst Du sofort Widerspruch ein und schreibst, dass die Begründung später erfolgt.

Als nächstes wendest Du Dich an das Sozialamt Deiner Stadt und schilderst Deine Situation und das Du Geld brauchst, um leben zu können. Die Höhe ist mit dem Arbeitslosengeld II gleichzusetzen. Schön ist, dass Du nicht so gegängelt wirst, wie es z.B. das Jobcenter sehr gerne macht und Du musst nicht sinnlose Bewerbungen schreiben oder komische Kurse belegen.

Bist Du in psychologischer Behandlung? Wird Deine Krankheit anerkannt oder dümpelst Du so vor Dich hin? Das ist z.B. wichtig, wenn Du belegen möchtest, dass Du gar nicht arbeitsfähig bist und dann demnach so oder so das Sozialamt zuständig wäre.

Sehe die Zukunft nicht so schwarz, doch Du musst tätig werden und hole Dir einen guten Anwalt, der auf Sozialrecht spezialisiert ist.

Kopf hoch Kleines und Du bekommst Dein Recht und auch das Geld, was Dir zusteht.

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von WalterE, 46

Geh zum JA und schildere denen Deine Situation und frage die was Du nun machen sollst. ggf kann ja auch jemand vom JA zur AA mitgehen. Mit den Kollegen wird man nicht so umspringen wie mit Dir. 

Kommentar von stern311 ,

Ab 18 ist das JA nicht mehr zuständig, und zwar taggenau. Rechtsberatung macht  jeder Anwalt, allerdings gegen Geld.

Kommentar von WalterE ,

Das Jugendamt leistet auch Hilfe für junge Volljährige - in die Kompetenzen der Eltern kann es natürlich nicht mehr eingreifen, da diese keine mehr haben. 

Antwort
von LeonardM, 25

Depression ist eine anerkannte krankheit und ermöglicht dir eine sofortige einweisung. Sehs so.. "was hab ich zu verlieren, ausser zeit und wenns gut geht meine Depression "

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von alarm67, 26

Beratungsschein für 15 Euro vom Amtsgericht holen und dann zum Anwalt und kostenfrei beraten lassen!

Vermutlich muss der den Schwerpunkt auf Familienrecht haben!

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von AntwortMarkus, 33

Du wohnst bei deinen Großeltern oder du zahlst Miete? Was denn jetzt?

Kommentar von xxinaxx123 ,

ich wohne bei meinen Großeltern, aber muss denen Miete bezahlen das ich dort wohnen darf

Kommentar von WalterE ,

Scheint das AA anders zu sehen - hier gibts wohl entweder einen Anspruch auf ALGII wenn sie  (minimal) arbeitsfähig ist, sonst ggf. einen Anspruch auf Grundsicherung. 

Antwort
von 040815, 33

Du bist nicht berechtigt, Bezüge vom Arbeitsamt zu bekommen

Kommentar von WalterE ,

Ich gehe davon aus dass sie (+)3h arbeitsfähig ist Sie sagt ja sie schafft es nicht einen Job zu finden, das ist was anderes als wenn sie sagen würde sie ist arbeitsunfähig. Damit steht sie aber dem Arbeitsmarkt zu Verfügung und hat dementsprechend einen Anspruch. 

Antwort
von hanslernt2, 25

Das klingt sehr merkwürdig deine Eltern sind bis zum 25lebensjahr verpflichtet dir Geld zu zahlen glaube 189€ oder so aber davon kann man nicht leben ausser du wohnst noch zuhause. Lass dich vom Arbeitsamt nicht einschüchtern die müssen für die aufkommen aber die wollen das nicht so gerne. Im schlimmsten Fall musst du vor Gericht du hast ja eh nichts zu verlieren.

Kommentar von Akka2323 ,

Wie kommt denn hier immer wieder die Ansicht, daß Eltern bis 25 Jahre unterhaltspflichtig sind? Sind sie nicht, nach 18 Jahren nur, wenn jemand in Ausbildung ist und dann auch noch länger, wenn z.B. das Studium länger dauert. Ab 25 Jahre gibt es kein Kindergeld und im Fall von Hartz4-Bezug darf das Kind dann die Bedarfsgemeinschaft verlassen und ausziehen und selbst Hartz4 beziehen. Bei einer offensichtlichen ärztlich diagnostizierten Behinderung und Behindertenausweis gibt es das Kindergeld weiterhin und das Kind kann Grundsicherung erhalten, unabhängig vom Einkommen der Eltern, z.B. wenn es in einer Behinderteneinrichtung arbeitet. Es gibt auch Arbeitsplätze für psychisch Behinderte in Behinderteneinrichtungen.

Kommentar von WalterE ,

Wenn sich jemand nicht selbst erhalten kann gibt es auch einen Anspruch nach BGB gegen die Eltern § 1601 BGB Kindergeld kann bei Behinderten (seelische Behinderung!) auch über 25 geben. Psychische Probleme/Krankheiten/Behinderungen können aber auch ein Grund sein eine Bedarfsgemeinschaft zu verlassen. 

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