Frage von BlackRavens, 138

Arbeitnehmerveranlagung - Wie lange darf sich das Finanzamt Zeit lassen?

Ich warte nun schon seit über 4 Monate auf mein Geld! Wie lange darf sich das Finanzamt Zeit lassen? Ungebrenzt?

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Antwort
von Petz1900, 108

Grundsätzlich hat das Finanzamt 6 Monate Zeit, dann kann man Untätigkeitsbeschwerde einreichen.

Nach 4 Monaten hat man aber durchaus das berechtigte Recht mal telefonisch höflich nachzufragen, einfach mal anrufen.

Und immer höflich bleiben, die tun auch nur ihren Job und haben unter erheblichem Stellenabbau zu leiden.....

Antwort
von are2705, 85

Um welches Jahr geht es denn? 2015 kann es ja nicht sein, denn dann hättest Du im Dezember einreichen müssen.

Dann würde ich die Sache einfach laufen lassen. Immerhin wird die Erstattung mittlerweile mit 0,5 Prozent pro vollem Monat verzinst. Das gibt's bei keiner Bank! Der Zinslauf startet 15 Monate nach Veranlagungsjahr, also am 1.4.2016 für das Jahr 2014.

Ansonsten bleibt Dir der Untätigkeitseinspruch nach 6 Monaten oder eine Beschwerde.

Kommentar von kevin1905 ,

2015 kann es ja nicht sein, denn dann hättest Du im Dezember einreichen müssen.

Man kann keine Erklärung für ein laufendes Wirtschaftsjahr einreichen. Die Erklärung 2015 ist fällig zum 31.05.2016, sofern Abgabepflicht vorliegt. Bei freiwilliger Veranlagung kann bis zum 31.12.2019 Antrag auf Festsetzung gestellt werden.

Antwort
von kevin1905, 110

Google mal nach Untätigkeitsklage.

Im Sozialrecht kann diese frühestens nach 6 Monaten eingereicht werden. Ob das analog im Steuerrecht gilt, müsste ich selber nachsehen.

Kommentar von BlackRavens ,

ja, ich dachte auch schon daran, meinen rechtschutz einzuschalten! ich bin deshalb auch schon sauer, weil das finanzamt auf ihrer website angibt, dass eine telefonische nachfrage den prozess nicht beschleunigt. ich habe aber vor eingen wochen angerufen da hieß es "ups, da scheint etwas irgendwo falsch gelandet zu sein. ich gebe das mal an die richtige stelle weiter...." jaja, von wegen ein anruf bewirkt nichts. hätte ich nicht angrufen, würde ich warscheinlich bis zur nächsten eiszeit warten

Kommentar von tt290 ,

Wozu braucht man da die Hilfe seiner Rechtsschutz?

Ich würde nachfragen, woran es liegt - es kann durchaus sein, dass aufgrund eines Wechsels der Zuständigkeiten (z.B. Arbeitnehmerbereich zur allgemeinen Veranlagung) Zeitverzögerungen entstehen. Genausogut kann es am Ausfall einer Arbeitskraft liegen, die für deinen Steuerbezirk zuständig ist. Das kann einfach viele Gründe haben, über die man nur spekulieren kann.

Nach 6 Monaten kannst du einen Untätigkeitseinspruch einlegen. Würde ich mir aber gut überlegen, wenn du nicht unbedingt wert darauf legst, dass die Steuererklärung sehr genau geprüft wird.

Kommentar von BlackRavens ,

mir wäre es auch lieber, wenn die auch ohne dem mal weitertun würden. könnens gern prüfen, was sie wollen, Hauptsache ich bekomme endlich mein Geld...

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