Frage von Karlmonse, 47

Arbeitgeberlaptop, zweites System aufsetzen?

ich habe ein Laptop vom Arbeitgeber und alles Mögliche ist durch die IT gesperrt. Um eigene Programme zu installieren Bedarf es jedesmal einen Antrag was auf Dauer natürlich nerven kann.

Der Laptop ist auch zur privaten Nutzung freigegeben, klaro dass ich den dann anders nutzen möchte als mit Software von der Arbeit.

__________ Jetzt meine Frage: ______

Ist es möglich ein duales Boot System aufzusetzen ohne dass die IT Wind von meinem zweiten Windows oder Linux bekommt? Wäre blöd wenn es technisch möglich wäre das auszulesen und ich mit Konsequenzen rechnen muss.

danke im vorraus

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von LemyDanger57, Community-Experte für PC, 16

Das "alles Mögliche" durch die IT gesperrt ist, hat durchaus Gründe, wie Schutz vor Schadsoftware, Datensicherheit, aber auch, dass, wenn es mal Probleme gibt, der Service sich nicht mit durch Dich installierte Programme beschäftigen kann/will.

Mit "privater Nutzung" ist wohl eher gemeint, dass Du Programme wie Office oder die Browser für persönliche Arbeiten benutzen darfst.

Ein Dualboot-System würde der IT mit Sicherheit auffallen, denn dazu müsstest Du ja die Festplatte neu partitionieren.

Ob das überhaupt gehen würde bzw., ob Du überhaupt ein (weiteres) Betirebssystem installieren kannst, ist auch zweifelhaft. Bei unseren Dienst-Laptops benötigt man schon für den Start einen sogenannten Token (Verschlüsselungs-USB-Stick), da ist nix mit Betriebssystem installieren. Wenn Eure IT einigermassen fähig ist, sind die LAptops so oder auf ähnliche Weise geschützt.

Den Einsatz eines auf USB-Stick installierten (oder Live-System, ist ein klein wenig was Anderes) würde ich Dir auch nicht empfehlen (falls das überhaupt funktioniert).

Antwort
von hawking42, 25

Es kommt ja ganz stark auf die Konfiguraiton des Rechners an. Ich vermute aber, dass du nicht ohne weiteres die aktuelle Partition teilen kannst um dein Linux draufzusetzen. Desweiteren wird ganz sicher das Boot-Menü mit einem Passwort geschüttz sein.

Du wirst das schon besser wissen, wie das bei euch in der Firma funktioniert und was erlaubt ist. Hier nur ein paar Fragen, die mir spontan bei dem Gedanken einfallen.

  • Ist der Rechner zur privaten Nutzung (Internet, emails, ...) zur Verfügung, oder komplett?
  • Was, wenn der Rechnerspeicher voll läuft. Bekommst du dann eine größere Festplatte, oder musst du deine privaten Daten löschen?
  • Wenn der AG das nicht mitbekommen darf. Ist dir Bewußt, dass du etwas mit Firmeneigentum machst, was eventuell nicht erlaubt ist und du Konsequenzen riskierst?
  • Wenn der AG nächste Woche kommt und das Gerät austauschen will, musst du deine privaten Dinge transferieren. Willst du das wirklich?

Nachtrag: Um auf deine eigentliche Frage zu kommen. Eine gut sortierte IT kann auf deinen Rechner zugreifen und z.B. sehen, dass du nur noch 40% von deinen 125GB Festplattenspeicher hast, um dir das arbeiten einfacher zu machen wie z.B. irgendwelche Daten zu komprimieren oder in einer Cloud auszulagern, und um dir Updates und Software zu installieren, ohne dass du den Rechner vorbeibringen musst. Wäre ungeschickt, wenn sie wissen, dass du eigentlich eine 256GB-Platte installiert hast ... *doh*

Kommentar von Karlmonse ,

Ja mit der Festplattenkapazität wäre es wirklich etwas auffällig wahrscheinlich. Ich denke ich werde es lieber sein lassen. Ist ein wirklich großer AG und ich schätze unsere IT ganz gut ein. Die fahren z.b. auch updates über Nacht

Antwort
von tDoni, 24

Es gibt keinen Grund, auf dem Rechner deines Arbeitgebers eigene Programme zu installieren! Wenn doch, dann wird dir diese sicher vom Arbeitgeber bereitgestellt.

Du hast dort doch sicher einen Browser installiert? Den darfst du dann auch für Pirvates nutzen. Für alles andere nutze private Hardware.

Die Frage ist nicht, ob die IT davon Wind bekommt, sondern, ob die IT etwas dagegen haben könnte. Wenn dir die IT das nicht genehmigt, lass die Finger davon!

Antwort
von rofelcoppter, 6

Die einzige Möglichkeit wäre ohne groß Spuren zu hinterlassen sind kleine Linux Distribution die sich selbst im ram "installieren" und datein auf USB Stick speichern.

Ich würde das aber nicht mit einem dienstgerät machen weil immer etwas passieren kann also Kauf dir lieber nen günstigen Laptop von Aldi oder so

Expertenantwort
von GaiJin, Community-Experte für PC, 13

Heya Karlmonse,

habe ähnliches in einer Firma erlebt, wo die Firma PC´s/Laptop´s, als eine Art Prämie zur Verfügung gestellt hat...

Wie bei Dir auch, Änderungen NUR nach Absprache mit den ITlern, NUR Originalsoftware und (am besten) auch von der (firmeneigenen) IT installieren lassen...

Wurde x-mal drauf hingewiesen und hat man auch (bei der Übergabe) unterschrieben...

Bloß haben es einige DOCH versucht... Hat Abmahnungen "gehagelt", es musste Schadenersatz geleistet werden (sprich die Zeit, die die ITler brauchten um den Urzustand wieder herzustellen), die PC´s/Laptop´s wurden eingezogen und es gab sogar zwei fristlose Kündigungen (die sich aber [dank Betriebsrates] nicht durchgesetzt haben)...

Würde es also echt unterlassen, ohne Wissen bzw. ok der ITler bzw. des Vorgesetzten, da iwas dran zu ändern...

Weiß ja nicht wozu Du den nutzen möchtest, aber bevor ich DAS riskieren, kaufe Dir lieber einen (günstigen) Laptop...

DAS ist Deiner und da kann Dir keiner vorschreiben, was, wie, wo und warum Du etwas installieren möchtest...

Vor allem wäre ich sehr misstrauisch, in wiefern der AG Möglichkeiten hat, Deine privaten Aktivitäten zu verfolgen...

Greetz,

GaiJin

Kommentar von Karlmonse ,

Ja so werde ich es wohl auch machen. wäre eben nur praktisch gewesen, aber du hast recht! Danke

Kommentar von GaiJin ,

Klar, hast schon recht, müsste man halt nicht mit zwei Laptop´s hantieren...

Aber die Ersparnis an "Aufwand", würden die (möglichen) Folgen nicht rechtfertigen!

KLAR, kann auch gut gehen, aber bin/werde immer misstrauisch, wenn "der Chef" einen was gutes tun will! Zu verschenken hat keiner was und (oft) hat es dann ´nen Pferdefuss!  :-(

Antwort
von suessf, 21

Ich werde dir sicher nicht helfen, deine IT auszuhebeln. Das ist ein Gerät des Arbeitgebers und der hat die Hoheit und die Pflicht, darauf zu schauen, dass du es nach seinen Regeln einsetzt.

Aber einen Tipp kann ich dir trotzdem geben, ohne mich diesbezüglich in die Nesseln zu setzen: Du kannst doch locker z.B. mit einer der bekannten Linux Boot-CDs starten....

Kommentar von Karlmonse ,

Das stimmt, werde ich wohl auch machen. Es geht gar nicht ums aushebeln oder irgendwelche illegalen Programme. mit der Boot CD  sollte man auf der sicheren Seite sein. Ist nur schade ich würde z.B. gerne mein Spotify nutzen....danke

Kommentar von hawking42 ,

Wenn dein AG Musik am Arbeitsplatz erlaubt möchte ich dir einen ganz heißen Tip geben: Für dein Smartphone gibt es sicherlich eine spotify-App und Kopfhörer kosten nicht die Welt, falls sie nicht im Lieferumfang dabei waren ;-)

Antwort
von marit123456, 33

Und wenn das zweite System drauf ist, samt eingefangener Schadsoftware, sind alle Daten des Arbeitgebers leichte Beute.

Hast du nie darüber nachgedacht, daß es sehr gute Gründe für die Restriktionen gibt???

Kommentar von Karlmonse ,

Doch hab ich sehr wohl, Linux hat ja keine Viren. Das beantwortet aber auch nicht meine Frage ob es möglich ist es einzusehen von IT seite aus z.b. via remote verbindung

Kommentar von TheQ86 ,

Linux hat ja keine Viren

Wenn ich sowas schon lese. So ein Satz zeugt von Unwissen über Linux. Und Unwissenheit bei der Benutzung von Linux stellt selbst eine große Sicherheitsgefahr dar.

Linux-Malware ist zwar sehr viel seltener und wenn man es richtig anstellt hat sie keinen Zugriff aufs System. Aber bei Attacken gegen bestimmte Browser-Sicherheitslücken, plattformunabhängigen Bugs, oder bei Social Engineering hat man dann kaum eine Handhabe.

Kommentar von LemyDanger57 ,

Könntest Du mal mindestens eine in den letzten zehn Jahren bekannt gewordene Linux-Malware nennen?

Kommentar von Karlmonse ,

Kein Grund hier abfällig zu werden oder arrogant. Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren mit Beweisen. Meines Wissens nach gibt es zwar Viren unter Linux die aber unter Verschluss gehalten werden im Labor. Die Architektur ist ja extra so designed das gerade das vermieden werden soll anders als bei Windows. Klar ist kein System zu 100% sicher aber hast du da Beweise?

Kommentar von LemyDanger57 ,

Klar können die das über eine Remote-Verbindung sehen, schließlich musst Du für ein zweites Betriebssystem auf dem Rechner mindestens eine zusätzliche Partition einrichten. Und auch wenn Windows mit Linux-Partitionen nichts anfangen und nicht auf diese zugreifen kann, so wird doch diese Partition zumindesz als "nicht zugeordnet" angezeigt.

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