Arbeitgeber zieht erst 2 Monate später Eine Woche vom Gehalt ab, darf er dass?

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4 Antworten

ja er darf das

da der Arbeitgeber mit der Krankmeldung die Diagnose nicht mitgeteilt bekommt, muss er im ersten Schritt davon ausgehen, dass es sich um eine neue Diagnose handelt und Lohnfortzahlung leisten. einfach kürzen, weil er der Annahme ist, dass es die gleiche Krankheit ist, darf er nämlich nicht.

er muss im 2. Schritt zunächst bei der Krankenkasse eine Überprüfung der Krankmeldungen veranlassen. dafür bekommt er auch weiterhin keine Info über die Diagnose. wenn die Kasse ihre Prüfung abgeschlossen hat, bekommt der Arbeitgeber das Prüfergebnis mitgeteilt - und auch das ohne Diagnose. er erfährt also erst nach der Lohnabrechnung, ob er diese Krankheit anrechnen muss/kann oder nicht.

manchmal weist die Krankenkasse auch schon darauf hin, bevor der Arbeitgeber überhaupt die Anfrage gestellt hat.

und wenn dies dann so der Fall ist, muss er die Lohnfortzahlung rückwirkend korrigieren.

für dich bedeutet dies nun, dass du für diesen Zeitraum Krankengeld über die Krankenkasse ausgezahlt bekommen müsstest, wenn du die Krankmeldung gemäß der gesetzlichen Regelungen bei der Krankenkasse eingereicht hast.

d.h. wenn die Krankmeldung vom Juli innerhalb einer Woche nach Ausstellung (inkl. Postzeiten) bei der Krankenkasse vorgelegen hat, dann bekommst du das Krankengeld. wenn die Krankmeldung erst danach vorlag, bekommst du dafür auch kein Krankengeld, weil du die Abgabe- und damit Meldefrist versäumt hast. diese Frist ist gesetzlich festgelegt. da gibt es keine Ausnahmen und Unwissenheit schützt da auch nicht.

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Versetzt dich mal in Lage vonöm Arbeitgeber rein und frag dich, ob du noch auf Kulanzbasis jemandem Geld geben würdest, der scjon das halbe Jahr gefehlt hat. Mit würde da auch irgendwann der Kragen platzen, auch wenn du dafür wahrscheinlich nichts kannst. Sprich mit einem Anwalt pber deine Recht und ob dir da überhaupt noch Geld von irgendwem zusteht. Dann kannst du deinen Chef verklagen. Im Zweifelsfall verlierst du den Prozess, bezahlst deutlich mehr als 400€ und wirst auch noch deinen Job los , da du den Zorn des Chefs auf dich gezogen hast. Also, keine Chance es sei denn du hast noch nen nettes Gespräch mit deinem Chef und er gibt es dir auf Kulanz.

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Kommentar von Jennichen28
14.11.2016, 11:23

ich hab meinen Vertrag am 15.10 auslaufen lassen. Er wollte mich sogar weiter einstellen...Denke nicht dass er so sauer auf mich ist. Dass ist ja die Schuld von der im Personalbüro, ihr ist es nicht aufgefallen.

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Gegen die Kasse kannst Du schon mal nichts tun, denn die sind auf die Infos von Dir und Arbeitgeber angewiesen, um sich korrekt zu verhalten.

Das mit den 6 Wochen ist nicht nur Standardwissen für den AG.. auch der AN sollte das wissen. Unwissenheit vorgeben schützt da sicherlich nicht.

Sprich, nimm´s mir nicht übel, "wusste ich nicht" ist etwas mau.

Jetzt den AG verklagen für etwas, was Du auch nicht wusstest und was ein AN, grad wenn er dauernd krank ist, doch mal wissen sollte.. hm.

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Kommentar von Jennichen28
14.11.2016, 11:34

er hat aber bezahlt und dann später wieder abgezogen! um dass gehts.... hätte er es nicht bezahlt hätte ich mich längst an die Krankenkasse gewendet. es geht um dass das sie 2 Monate später mir die Woche vom Gehalt abgezogen hat. und ich wusste es zu der Zeit nicht dass er den Juli nicht zahlen muss!!

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Der Arbeitgeber leistet bei gleicher Erkrankung 42 Tage Lohnfortzahlung. Mehr muß er nicht leisten. Danach bekommst du Krankengeld von der Krankenkasse.

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Kommentar von Jennichen28
14.11.2016, 11:30

ja dass weiss ich ja, aber sie hat im Juli 1 Woche bezahlt und im September abgezogen!!!! Also bekomm ich es auch nicht mehr von der Krankenkasse....da ich dies um Juli schon beantragen hätte müssen!!!

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