Frage von drasse, 89

Arbeitgeber zahlt doppelt Zuviel. Was tun?

Wer kennt sich da aus: Meine Frau hat  im August 2014 von ihrem alten Arbeitgeber 211€ zu viel Lohn bekommen ( das war auch der Austritt aus der Firma wegen neuem Job). Das hat der Arbeitgeber selbst gemerkt und brieflich Ende November eine Rückzahlung gefordert. Das hat meine Frau im  Dezember 2014 zurückgezahlt. Im März 2015 hat der alte Arbeitgeber diese Summe an Meine Frau wieder überwiesen ( Sie ist aber seit August 2014 woanders beschäftigt) heute kam ein schreiben das sie diese Summe wieder einfordern die im März 2015 an Sie ausgezahlt wurde. Können die das? Es geht immer um exakt diese Summe.

Antwort
von uni1234, 44

Ja das ist grundsätzlich natürlich möglich, auch wenn es durchaus Verteidigungsmöglichkeiten gegen solche Ansprüche gibt. Hierfür wäre interessant zu wissen

- ob es das Geld noch gibt oder es ausgegeben wurde für irgendeine besondere Anschaffung

- was im März 2015 im Verwendungszweck bei der Überweisung stand.

Kommentar von drasse ,

Als Verwendungszweck wurde Lohn März angegeben

Kommentar von uni1234 ,

Ok schade. Dann werdet Ihr das Geld zurückzahlen müssen.

Antwort
von faiblesse, 31

Das ist natürlich ärgerlich, dass 2 mal der gleiche Fehler passiert.

Aber dennoch war das Geld nicht für deine Frau bestimmt.

Nach Paragraph 812 BGB müsstest du es demnach zurück zahlen..

Antwort
von Gatios, 41

Nein deine Frau muss dies nicht zurück Zahlen. Es ist nicht ihr Fehler, wenn Geld von jemand anderen auf ihr Konto kommt, es ist weder Diebstahl noch sonst etwas , denn die Firma hat eigenhändig* die Überweisung getätigt, anscheinend aufgrund eines Internen Fehler. Und wie sagt man so schön, mit Fehlern muss man Leben und daraus Lernen und nicht andere verantwortlich machen(ein ernstes Gespräch mit der eigenen Buchhaltung führen).


Aber Moralisch gesehen wäre es natürlich angebracht das Geld wieder zurück zu Überweisen. Das liegt an euch und ob ihr es mit euch vereinbaren könnt das Geld zu behalten.


Gruß

Kommentar von grubenschmalz ,

Völliger Quatsch

Kommentar von uni1234 ,

Der Arbeitgeber hat einen Anspruch auf Rückzahlung des Geldes aus § 812 Abs. 1 S. 1 1. Var. BGB. Es ist ziemlich offensichtlich, dass der Arbeitgeber das Geld versehentlich falsch überwiesen hat und es nicht seine Absicht war.

Kommentar von elektromeister ,

Wenn Dir die Bank 1 Mio auf dein Konto bucht; glaubst Du denn daran, dass Dir dann das Geld gehört? Selbst wenn Die Bank danach 3 Jahre nix von sich hören lässt, ist es immer noch nicht Dein Geld. Erst nach Ablauf der gesetzlichen Verjährungsfristen nach BGB erwirbst Du ein Eigentum auf Grundlage des BGB an dem Geld.

Und das ist nach den AGB der Banken dann sogar ausgeschlossen worden. Dort steht Sinngemäß: Sollte ihnen auffallen, dass eine Buchung nicht korrekt ist, so haben Sie die Verpflichtung diese Fehlbuchung zu reklamieren.

Gemeint ist damit nicht der Zustimmungsvorbehalt einer Buchung zu Deinen Ungunsten. Da sind die 6 Wochenfristen in den AGB mit gemeint. Diese Anzeigepflicht bei Fehlbuchungen gilt für ALLE Buchungen. ( min 6 Wochen nach Zugang der Kontoauszüge)

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