Frage von M4RC12, 46

Arbeitgeber will Lohn nicht bezahlen?

Guten Tag, undzwar ich habe in den Ferien ca. 1 Woche bei einer Zeitarbeitsfirma gearbeitet, die Zusammenarbeit hat aber leider nicht wirklich gut funktioniert, weshalb ich dann auch eine fristgerechte Kündigung erhalten habe (im Einverständnis von beiden Seiten), nun möchte ich mir meine rund 200€ Gehalt natürlich trotzdem auszahlen lassen, was auch so vereinbart gewesen ist. Gearbeitet habe ich dort mitte letztens Monats und das Geld soll laut Arbeitsvertrag am 15. eines Monats fällig sein, also ist es nun schon eine Woche überfällig, so habe ich mich am Freitag das erste mal bei denen gemeldet, woraufhin ich keine Antwort bekam. Dann nochmal am Wochenende, dort sagte man mir, dass die sich am Wochenende um sowas nicht kümmern etc. und heute hatte ich dann eine Diskussion mit denen am Telefon, wo Sachen von meinem Arbeitgeber gesagt wurden wie "Verträge sind da um sie zu brechen" und wenn ich nochmal anrufen würde, würde er Anzeige erstatten wegen Belästigung oder so einer Scheiße!

Das Ding ist ich habe den Vertrag und die Zeitnachweise unterschrieben! noch hier, allerdings wären die Anwaltskosten vermutlich doch teurer als die 200€ Lohn oder? Was soll ich jetzt machen?

Grüße Marc

Antwort vom Anwalt erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zum Arbeitsrecht. Kompetent, von geprüften Rechtsanwälten.

Experten fragen

Antwort
von RuedigerKaarst, 25

Hallo,
selbstverständlich steht dur das Geld zu.

Du hast die Möglichkeit, zum Arbeitsgericht zu gehen, was für den Arbeitgeber nicht günstig ist.

Zudem solltest Du den Sachverhalt mit allen Unterlagen als Kopie an das Arbeitsamt melden.
Die Bundesagentur für Arbeit erteilt die Lizenzen, damit man eine gewerbliche Arbeitsnehmerüberlassung führen darf und kann sie auch wieder entziehen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitnehmer%C3%BCberlassungsgesetz

Antwort
von Jessii1606, 16

Dir steht auf jeden Fall das Geld zu! Da kann der Arbeitgeber sagen was er möchte.
Eine Aussage, wie "Regeln sind da um sie zu brechen" darf natürlich nicht vorkommen.

Du kannst zu einem Anwalt gehen, da du vor Gericht Recht bekommen wirst, muss der Gegner, also dein ehemaliger Arbeitgeber diese Anwaltskosten tragen.

Kommentar von Familiengerd ,

da du vor Gericht Recht bekommen wirst, muss der Gegner, also dein ehemaliger Arbeitgeber diese Anwaltskosten tragen

Das ist falsch.

In der 1. Instanz des Arbeitsgerichtsverfahrens zahlt jede Partei ihre Anwaltskosten selbst.

Lediglich die (geringen) Gerichtskosten hat die unterlegene Partei zu tragen.

Antwort
von Familiengerd, 16

Wenn Du regelmäßig am Betriebssitz in Braunschweig bist, ist das Arbeitsgericht in Braunschweig zuständig.

Für die Klage brauchst Du keinen Anwalt, wenn Du Dir das selbst zutraust
(du müsstest in in jedem Fall - unabhängig vom Ausgang des Verfahrens -
auch selbst bezahlen, wenn Du keine passende Rechtsschutzversicherung
hast oder nicht Gewerkschaftsmitglied bist).

Die Klage ist bei der Rechtsantragstelle des Gerichts einzureichen; die nimmt die Klage auch zur Niederschrift auf und hilft dabei kostenlos bei der
Formulierung.

Vorab solltest Du aber den Arbeitgeber schriftlich (Einwurfeinschreiben!) mit angemessener Fristsetzung zur Zahlung auffordern und für den Fall der Fristverstreichung oder Weigerung mit der Klage drohen (meist reicht das schon).

Überprüfe, ob es in Deinem Arbeitsvertrag eine Ausschlussfrist für Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis gibt (arbeitsvertraglich mindestens 3 Monate), denn
nach Verstreichen dieser Frist sind die Ansprüche verfallen!

Der Hinweis von RuedigerKaarst, einen solchen Fall der Agentur für Arbeit als der für die Zulassung zur Arbeitsüberlassung zuständigen Behörde zu melden, ist sehr richtig.

Antwort
von LGWatson, 20

Was steht denn genau in deinem Vertrag? Arbeitsbeginn, Lohn, Kündigungsfrist???
Wenn du einen Anwalt einschaltest dann musst du ihn nicht unbedingt bezahlen - wenn dir die "Schuld" gegeben wird dann musst du's bezahlen.
Wenn du absolut sicher bist dass das Geld dir wirklich zusteht dann ruf an. Soll er dich doch verklagen wegen Belästigung - das ist keine Absicht. Du möchtest nur deinen Lohn - das ist keine Belästigung.

Kommentar von M4RC12 ,

Inzwischen gehen die schon nicht mehr ans Telefon und haben auch meinen WhatsApp-Kontakt blockiert.

Kommentar von M4RC12 ,

Arbeitsbeginn war der 20.07.2016
Lohn: 9€ die Stunde bei 140 bis 161 Stunden im Monat Kündigungsfrrist: "In den ersten vier Wochen kann das Arbeitsverhältnis mit einer Frist von 2 Tagen gekündigt werden"

Kommentar von LGWatson ,

Tja dann steht dir eigentlich der Lohn zu. Schick mal einen Brief hin. Wenn Sie sich innerhalb zwei Wochen nicht melden geh zum Arbeitsgericht. Schließlich hast du alles versucht und die ignorieren dich. Im Prinzip machen die sich selbst strafbar - du aber nicht!
Viel Glück

Kommentar von Familiengerd ,

Wenn du einen Anwalt einschaltest dann musst du ihn nicht unbedingt bezahlen - wenn dir die "Schuld" gegeben wird dann musst du's bezahlen.

Das ist falsch.

In der 1. Instanz des Arbeitsgerichtsverfahrens zahlt jede Partei ihre Anwaltskosten selbst.

Lediglich die (geringen) Gerichtskosten hat die unterlegene Partei zu tragen.

Antwort
von Grautvornix, 24

Du hast gearbeitet, also steht dir eine Entlohnung zu, ein klarer Fall fürs Arbeitsgericht.

Wenn du alles nachweisen kannst, dann brauchst du keinen Anwalt.

Die Aussagen am Telefon kannst du dann vor Gericht wiedergeben, wenn die so blöd sind sich auf eine Verhandlung einzulassen.

Kommentar von M4RC12 ,

Naja bis auf die Aussagen am Telefonfon kann ich alles nachweisen, also einfach mit dem Vertrag und alles weitere zum Arbeitsgericht in meiner Stadt gehen und die klären das dann? Und reicht es, wenn ich zum Arbeitsgericht in meiner Stadt gehe (Celle) oder muss ich dorthin wo mein Arbeitgeber gemeldet ist (Braunschweig)?

Kommentar von Grautvornix ,

Kannst du nach Celle gehen, oder nach Braunschweig gehen.

Wenn die sich auf einen Prozess einlassen wegen 200 € , dann wird sich der Richter schon seinen Teil denken, du musst das mit der Aussage am Telefon nicht beweisen.

Aber wenn die Post vom AG bekommen, und dann nicht zahlen, ist denen sowieso nicht mehr zu helfen.

Mach auch das was RuedigerKaarst geschrieben hat.

Von solchen Firmen gibt es leider zuviele.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community