Frage von Rinachen92, 83

Arbeitgeber kündigt rückwirkend - nun krankgeschrieben - wann melden zwecks Krankengeld?

Person A befand sich seit dem 1.3.2016 in einem Arbeitsverhältnis! Nun wurde Person A am 21.04.2016 krankgeschrieben - Verdacht auf Bandscheibenvorfall im Halswirbelbereich.

Arbeitgeber sagte daraufhin, da es eine Ein-Mann Firma ist, dass die Kosten zu hoch seien und gab heute die Kündigung, die auf den 18.04.2016 datiert ist zum 30.04.2016.

Am 18.04.2016 war Person A nicht krankgeschrieben. Nun muss man sich während der krankschreibung bei der Krankenkasse melden, zwecks Krankengeld, da Arbeitsamt nicht zuständig ist, da Person A nicht dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht.

Frage - geht es nun noch, dass sich Person A heute bzw. morgen bei der Krankenkasse meldet und dann auch beim Arbeitsamt und Bescheid gibt, oder ist die Frist bereits abgelaufen zum melden?

Bei Arbeitsagentur findet man ja den Vermerkt - am 1. Tag der Arbeitslosigkeit melden! Wiederrum auf einer Kündigung steht, unverzüglich die Arbeitsagentur direkt informieren.

Was ist nun richtig?! Wo bekommt man keine Probleme?

Antwort
von Maximilian112, 28

Der kranke AN bekommt kein Krankengeld und muß sich auch nicht bei der KK melden.

Er ist länger als 4 Wochen im Betrieb und bekommt Entgeltfortzahlung vom Arbeitgeber. 

Da die Kündigung erst heute zugegangen ist ist es offensichtlich, das die Kündigung wegen Krankheit erfolgte. Der AG muß also auch über den Kündigungstermin hinaus Entgeltfortzahlung leisten.

Erst nach 6 Wochen ist der AG davon befreit und es gibt Krankengeld.

mE nach ist der AG dieses Kleinbetriebes durch eine Umlagezahlung an die KK gegen solche Situationen versichert.

Antwort
von eulig, 32

es geht nicht darum, wann man sich bei der Krankenkasse meldet, sondern dass man die Krankmeldungen sofort bei der Krankenkasse eingereicht hat. wenn dies immer zeitnah geschehen ist, muss man nur bei der Kasse Bescheid geben, dass der Arbeitgeber ab Zeitpunkt X keine Lohnfortzahlung mehr leistet bzw. das Beschäftigungsverhältnis zum Datum X endet.

Kommentar von Rinachen92 ,

Gut, Krankmeldungen werden vom Arzt bei der Krankenkasse eingereicht.

Kommentar von eulig ,

ich hoffe für dich, dass du deinem Arzt vertrauen kannst, denn idR tun sie das nicht. verpflichtet bist du, die Krankmeldungen einzureichen.

Antwort
von RobertLiebling, 26

Die Kündigung wird erst mit Zugang beim Empfänger wirksam - welches Datum auf der Kündigung steht, ist dabei nahezu egal.

Aber anscheinend hast Du gar kein Interesse daran, gegen die formal fehlerhafte Kündigung vorzugehen?

Kommentar von Rinachen92 ,

Person A muss dagegen ja nicht vorgehen, da diese ja zum jetzigen Zeitpunkt nicht wirksam ist, ohne Unterschrift o.Ä. !!!

Daher die Frage vom Arbeitgeber, ob der Arbeitnehmer Probleme bekommt.

Kommentar von RobertLiebling ,

Wieso solltest Du Probleme bekommen, wenn Du noch nicht mal wirksam gekündigt wurdest?

Irgendwie verstehe ich die Sache immer weniger...

Antwort
von EdnaImmers, 48

Bin leicht irritiert: rückwirkende/ rückdatierte  Kündigungen sind verboten.

Wann und wie ist dir die Kündigung zugegangen? Schriftlich? Wann genau - das Datum des Zugangs ist entscheidend.


Kommentar von Rinachen92 ,

Der Person A wurde heute die Kündigung gegeben, mit dem Datum vom 18.04.2016 drauf.

Kommentar von EdnaImmers ,

Die Person A hat mit Datum von heute den Empfang der Kündigung quittiert?

Kommentar von Rinachen92 ,

Nein!
Es wurde keinerlei Empfang quittiert. Der Arbeitgeber will sicherstellen das Person A keine Schwierigkeiten bekommt, hat diesbezüglich die Kündigung auch erst gar nicht unterschrieben.

Falls es zu Problemen kommen sollte wir der Arbeitgeber die Kündigung zum heutigen Datum schreiben und zum 12.05. kündigen.

Deshalb die Frage, WANN muss man sich bei der Krankenkasse melden, zwecks Krankengeld.

Kommentar von EdnaImmers ,

Ok - ich bin aus der Nummer raus 

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