Frage von TupacLove420, 114

Arbeitgeber hält sich nicht an Manteltarifvertrag - Azubine, Kauffrau für Groß- und Außenhandel, kann ich was tun?

Hallo,

ich habe vor 2 Monaten eine Ausbildung zur Kauffrau für Groß und Außenhandel begonnen. Vorher wusste ich aber nicht, dass die Firma, bei der ich angefangen habe, in einer Gewerkschaft ist, in welcher der Manteltarifvertrag für Kaufleute im Groß und Außenhandel Anwendung findet. Bei Vertragsabschluss wurde mir das widerwillig erzählt, da dies ja auch im Azubi Vertrag steht. Urlaubstage und -geld sind i.O. Jedoch steht im Manteltarifvertrag eine wöchentliche Arbeitszeit von 38,5 Stunden drin, die nicht, oder nur in dringenden Fällen überschritten werden darf. Ich habe aber bisher durchgehend 40 Stunden/Woche gearbeitet. Darf mein AG verlangen, dass ich trotzdem länger bleibe? Auch wenn keine wichtigen Arbeiten anfallen? Gibt es Ausnahmen, bei denen der AG den Tarifvertrag nicht beachten braucht?

Würde mich sehr über hilfreiche Antworten freuen!

Antwort
von Miramar1234, 114

Kann es sein,das es ein Stundenverrechnungskonto gibt? kann es sein,das ausnahmsweise in der Ausbildung die 40 Stunden Woche tariflich geregelt ist,und erst nach der Ausbildung die 38,5 Stunden Woche gilt? Bitte erkundige Dich hierzu bei Deinem Vorgesetzten,evt..der Jugendvertretung des Betriebsrates,oder einem Gewerkschaftsvertreter.Ein-und eine halbe Stunde mehr oder weniger,sind nun nicht die große Diskrepanz.Ich würde dies vernünftig klären ,und dann evtl.nach dem Grund fragen.Hättest du Recht,und es gibt keinen sachlichen Grund,so würde ich eine gütliche Regelung anstreben.Es gibt schlimmere Dinge.Ich vermute,das die Höchstzulässige Arbeitszeit für Azubis gilt,und der Manteltarifvertrag für Angestellte eine andere Regelung hat.Falls die Azubis gleich zu stellen wären,bzw.in Deinem Ausbildungsvertrag steht,das unter Arbeitszeit auf den Manteltarifvertrag verwiesen wird,dann bitte um Freizeitausgleich.Liebe Grüße.

Antwort
von faiblesse, 105

Ich würde erstmal beim Betriebsrat nachfragen, wie das genau geregelt ist.
Sollte sich bewahrheiten, dass du wirklich zulange da behalten wirst, ohne dass die Überstunden gutgeschrieben werden, sitze die Probezeit aus und spreche es erst anschließend an.

Andernfalls kann dir passieren, dass du ganz schnell die Kündigung bekommst.

Antwort
von Taimanka, 100

Sieht der Arbeitsvertrag beispielsweise eine 35 Stunden-Woche mit einer täglichen Arbeitszeit von Montag bis Freitag von jeweils sieben Stunden vor und arbeitet der Arbeitnehmer an drei Tagen in der Woche jeweils eine Stunde länger, da ein Kollege erkrankt ist, so ist damit seine individuelle regelmäßige Arbeitszeit überschritten. Es fallen somit drei Überstunden an.

Es handelt sich dagegen um Mehrarbeit, wenn tarifvertraglich geregelte Arbeitszeitgrenzen oder gesetzliche Höchstarbeitszeiten, etwa nach dem Arbeitszeitgesetz, überschritten werden. So kann ein Tarifvertrag etwa eine regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit von 39 Stunden festlegen. Soweit Arbeit über die tarifliche Wochenarbeitszeit hinaus geleistet wird, bezeichnet der Tarifvertrag dies als Mehrarbeit und gewährt häufig einen Mehrarbeitszuschlag in Form eines bestimmten Prozentsatzes vom tatsächlichen Stundenverdienst. https://www.afa-anwalt.de/arbeitnehmerrechte-bei-ueberstunden/

  • hensche.de/Ueberstunden_Arbeitsrecht_Ueberstunden.html
Antwort
von Dea2010, 23

Sind die 40 Stunden mit oder ohne Pause gerechnet?

Antwort
von aribaole, 69

Regelmäßig? Nein!

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