Frage von ProfDrPrivDoz, 26

Arbeiten trotz falsch eingestufter Lohngruppe?

bin seit 5 jahren als kraftfahrer bei einem privaten entsorgunsunternehmen tätig.

habe zuvor keinerlei erfahrungen als kraftfahrer gesammelt (quereinsteiger).

bei arbeitsbeginn wurde ich in gruppe 3 eingestuft (mit der begründung nicht die ausreichenden erfahrungen auf müllsammelfahrzeugen zu haben).

mittlerweile bin ich seit 5 jahren im unternehmen tätig und fahre ALLE fahrzeuge, dennoch werde ich nicht hochgestuft da ich nicht ausreichend erfahrungen auf allen fahrzeuge haben.

dabei steht im tarifvertrag das alleine das fahren bzw bedienen dieser fahrzeuge für die jeweilige hochstufung reicht.

der fall liegt nun (da eine einigung mit AG nicht möglich) dem betriebsrat vor.

seitdem werde ich gemobbt (in form von niederlassungswechsel bzw ausleihen an andere nierlassung unserer firma, arbeiten als lader (tonnen aus dem keller holen), abmahnung weil ich vom firmenhandy für 4,13€ in einem monat 2 private rufnummer anrief das geld hat der chef vom gehalt abgezogen), mein festes fahrzeug wurde abgegeben und seither fahre ich täglich ein anderes fahrzeug was viele nachteile mit sich bringt.

dadurch das ich jeden tag ein anderes fahrzeug fahre müsste der AG mich nun als Springer entlohnen auch dazu ist der AG mit der Begründung: fehlende Kenntnisse nicht bereit

ich habe kreisrunden haaraufall durch den stress erlitten und bin derzeit wegen burnout krankgeschrieben seit 9 wochen

aus interner quelle erfuhr ich nun das der AG mich abfinden lassen will und bis dahin eine freistellung plant

welche möglichkeiten habe ich (bin nicht in der gewerkschaft) um richtig eingruppiert zu werden (betriebsrat besteht teilweise aus direkten mitarbeitern des chefbüro)?

besteht die möglichkeit rückwirkend lohnansprüche zu erheben?

da ich ungern meinen arbeitsplatz lassen möchte.... ... wie hoch sollte eine abfindungszahlung sein bei genannter historie?

vielen dank für antworten

Antwort
von Spediteur1953, 5

Such dir eine andere Stelle, das wird dort nichts mehr.Abfindung würde ich 10000Euro verlangen.Fahrer werden doch händeringend gesucht.

Antwort
von Maximilian112, 13

Der Betriebsrat ist schon der richtige Ansprechpartner. Das Mobbing gehört auch an diese Adresse vorgetragen.

Inwieweit der BR dich richtig vertritt ist dann eine andere Frage. Unter Vorlage der entsprechenden Betriebsvereinbarungen könntest du dir Beratung bei einem Anwalt holen. Vorher würde ich noch ein Gespräch mit dem BR suchen.

Bei Ausspruch einer Kündigung (und danach sieht es ja wohl auch aus) solltest du sowieso einen Anwalt zur Hilfe nehmen. Das Ganze ist recht komplex.

Da s mit dem Firmenhandy gehört weniger zu dem Problem. Hat sich mit der Abmahnung auch erledigt.

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