Frage von butterfly1662, 101

Arbeiten in der schwangerschaft 5 monat?

Hallo ich bin gerade echt am verzweifeln bin jetzt seit donnerstag zuhause weil mich die arbeit total fertig macht es ist alles zu stressig und dazu noch den ganzen stress mit meinem "freund" bei dem ich noch wohne der vater des kindes...gestern auch wieder bis in die nacht geheult könnte die ganze zeit heulen bekomm nichts mehr auf die reihe gerade musste ich auch wieder absagen wegen arbeiten weil es mir einfach beschissen geht und dazu unterleibschmerzen und dann im laden die ganze zeit stehen...ich hab so angst gekündigt zu werden fühle mich so hilflos:(((

Expertenantwort
von isebise50, Community-Experte für Schwangerschaft, 28

Du unterliegst in der Schwangerschaft dem Gesetz zum Schutze der erwerbstätigen Mutter, also dem Mutterschutzgesetz (MuSchG) und genießt während der Schwangerschaft und bis zum Ablauf von vier Monaten nach der Entbindung einen Kündigungsschutz (§ 9 MuSchG Kündigungsverbot).

Desweiteren muss dein Arbeitgeber für deinen Arbeitsplatz die erforderlichen Vorkehrungen und Maßnahmen zum Schutze von Leben und Gesundheit der werdenden oder stillenden Mutter treffen (§ 2 Gestaltung des Arbeitsplatzes), z.B.:

(2) Wer eine werdende oder stillende Mutter mit Arbeiten beschäftigt, bei denen sie ständig stehen oder gehen muss, hat für sie eine Sitzgelegenheit zum kurzen Ausruhen bereitzustellen.

Gegebenenfalls kommt für dich auch ein Beschäftigungsverbot infrage.

Das Mutterschutzgesetz unterscheidet zwischen generellen, individuellen und absoluten Beschäftigungsverboten während der Schwangerschaft.

Generelle Beschäftigungsverbote gelten für alle werdenden und stillenden Mütter ohne besonderes ärztliches Attest. Darunter fallen (nach § 4 MuSchG) z. B. Arbeiten mit gesundheitsgefährdenden Stoffen, erhöhte Unfallgefahr, schweres Heben, ständiges Stehen, Akkordarbeit usw.

Ein individuelles Beschäftigungsverbot spricht der behandelnde Facharzt ganz oder teilweise per Attest aus und ist auf den persönlichen Gesundheitszustand
der werdenden Mutter bezogen (§ 3 Abs. 1 MuSchG).

Im Gegensatz zum individuellen wird das arbeitsplatzbezogene generelle Beschäftigungsverbot nicht vom betreuenden Arzt, sondern vom Arbeitgeber auf Grundlage „seiner“ Gefährdungsbeurteilung und meist in Zusammenarbeit mit dem Betriebsarzt oder der aufsichtführenden Behörde ausgesprochen (z.B. Gewerbeaufsichtsamt).

Wird ein Beschäftigungsverbot ausgesprochen, hat die werdende Mutter gegen ihren Arbeitgeber Anspruch auf zeitlich unbegrenzte Zahlung des vollen Arbeitsentgelts (Mutterschutzlohn) nach § 11 Absatz 1 Satz 1 MuSchG. Dieses bekommt der Arbeitgeber auf Antrag über das Umlageverfahren 2 (U2-Verfahren) von der Krankenkasse der werdenden Mutter erstattet.

Schau mal unter

http://www.gesetze-im-internet.de/muschg/

Alles Gute für dich!

Antwort
von BarbaraAndree, 33

Deine Gesundheit und damit die Gesundheit deines ungeborenen Kindes geht IMMER vor. Gehe zu deiner Gynäkologin und erzähle ihr von deinem Streß bei der Arbeitsstelle. Sie wird dich sicher krank schreiben, damit du dich erholen kannst. Hier ein Link zu deiner Information:

http://www.kanzlei-hasselbach.de/2014/kuendigung-und-kuendigungsschutz-in-der-sc...

Antwort
von Allyluna, 20

Wenn Dein Arbeitgeber von der Schwangerschaft weiß, darf er Dich wegen so etwas nicht kündigen - Du hast einen besonderen Kündigungsschutz.

Hast Du schon mal mit Deinem Frauenarzt über Deine Probleme gesprochen? Er könnte Dir ggf. ein Beschäftigungsverbot ausstellen - ganz oder teilweise. Manchmal muss man da recht hartnäckig sein oder ggf. auch noch zu einem oder zwei anderen Ärzten, da sich einige mit dieser Art der Krankschreibung etwas schwer tun.

Ich wünsche Dir jedenfalls alles Gute! Und versuche, den Stress und den ganzen Druck ein wenig von Dir abperlen zu lassen und Dich auf Dein kleines Bauchwunder zu konzentrieren. :-)

Antwort
von Elfi96, 47

Gehe zum FA und bitte ihn um Krankschreibung. Nur so absagen ist bescheiden. Der AG braucht dafür die Krankschreibung. Kündigen während der Schwangerschaft kann er dich nicht. LG 

Antwort
von himako333, 12

Fehlzeiten reichten als Grund nicht aus, um einer  schwangeren Arbeitnehmerin zu kündigen.

Nur ausnahmsweise wird eine  Kündigung für zulässig erklärt, wenn das Fernbleiben vom Arbeitsplatz nicht in/mit  der  Schwangerschaft begründet ist 

Du besorgst Dir eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung und gibst sie in der Firma ab, dann bist Du auf der sicheren Seite

Antwort
von desiamnara, 43

Omg nein, du kannst doch Mutterschaftsurlaub beantragen. Mensch Mädchen, wenn du viel Stress hast ubd dein Körper leidet, dann kann dein Kind behindert werden, es kann auch ne Krankheit bekommen etc. Es spürt alles was du spürst. Mach den Fehler nicht und arbeite!, bleib zuhause und ruhe dixh aus!

Kommentar von Allyluna ,

Mutterschaftsurlaub beantragen??? So ein Schwachsinn!

Es gibt die Zeit des Mutterschutzes von (normalerweise) 6 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin bis 8 Wochen danach, in der die Mutter nicht arbeiten darf. Danach kann sie Elternzeit beantragen.

Alles was davor kommt, muss von einem Arzt kommen - also das Beschäftigungsverbot. Kann auch teilweise bescheinigt werden...

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