Frage von Neleemmi2016, 16

Arbeiten im Ehrenamt?

Ich bin ehrenamtliche Mitarbeiterin in einem Tierschutzverein und habe Samstag meinen Einsatztag, der am Nachmittag in jeder Woche des Jahres stattfindet. Da ich voll berufstätig bin und pendele, ist es eine Herausforderung jedes Wochenende diesen festen Termin zu bestreiten. Doch es macht Spaß und dient der guten Sache. Da wir meiner Meinung nach jedoch viel zu wenig freiwillige Helfer sind, kommt jedes Mal ein Problem auf, wenn man mal nicht kann. Logisch, dass immer mal was ist: Urlaub, Verpflichtungen, was auch immer. Und immer gibt es in diesem Verein Stress, wenn man eine Vertretung sucht. Leider ist es so geregelt, dass man immer eine Vertretung suchen und finden muss, bevor man mal den Dienst nicht antreten muss. Nun hat sich die Situation ergeben, dass ich krank war. Richtig krank mit Grippe. Zur Arbeit konnte ich so auch nicht gehen. Es führte zu Stress und man verlangte von mir, dass ich trotzdem kommen müsse. Gott sei Dank fand ich nach zweistündigem Telefonmarathon eine mitleidige Kollegin, die für mich einsprang. Doch es hinterließ schlechte Stimmung. Gerne möchte ich fragen, ob jemand Erfahrung mit ehrenamtlichen Diensten hat und vielleicht eine bessere Lösung kennt. Vielen Dank. (bitte nur sinnvolle Antworten)

Antwort
von Fairy21, 11

Die sollten lieber froh sein über die freiwilligen Helfer, anstatt diese gleich zu Verurteilen und Stress zu machen, wenn sie mal nicht können. 

Könnte ein Urlaubsplan helfen?

 Also die die eben auch richtig arbeiten, geben Bescheid, wann sie Urlaub haben,  der dann irgendwo auf einer Liste eingetragen wird. 

Damit man erstmal so einen groben Überblick hat, wer zur Verfügung steht. 

Kommentar von Neleemmi2016 ,

Danke, ja, das sehe ich auch so, denn das führt dann irgendwann dazu, dass man abspringt.

Gute Idee, ich hatte auch schon überlegt, eine Doodle-Liste vorzuschlagen. WIsst Ihr, wie das bei anderen Vereinen ist: Springt da dann der Vorstand ein, wenn gar keiner auf dem "Plan" steht?

Antwort
von joheipo, 16

Ich schlage eine Art Vertretungsplan und eine Telefonkette vor. Wenn Du ausfällst, ruft Du bei Deiner "Vertretung" an. Ist die auch verhindert, wendet sie sich an ihre Vertretung usw.usw.

Kommentar von Neleemmi2016 ,

Und was passiert, wenn keiner kann? Der Samstag ist nicht sehr beliebt...

Kommentar von joheipo ,

So gut wie jeder hat doch in unserer Vollkasko-Freizeitgesellschaft am Sonnabend frei.

Man muß die Helfer wohl in gewisser Weise bei ihrer Ehre packen und ihnen verdeutlichen, daß sie einen sehr wichtigten Dienst leisten.

Die Unaufschiebbarkeit von Tierhilfe sollte doch jedem klar sein, der bei so einem Vorhaben mitmacht.

Schulkinder, die sooooo unbedingt gern einen süüüüßen  Hund oder eine Katze haben wollen, aber natürlich "ihr" Wochenende und ihr Vierteljahr Schulferien "dringend" brauchen und daher bitteschön mit Gassigehen, Katzenklo reinigen und Füttern in Ruhe gelassen werden wollen, sind zu dämlich oder zu oberflächlich dafür.

Aber Volljährige und engagierte Jugendliche? Wer bei Tierhilfe mitmacht, muß ganz einfach seinen Freizeitanspruch neu definieren, finde ich.

Kommentar von Neleemmi2016 ,

So ist es tatsächlich. Sie sollten eigentlich froh sein, dass ich 90% der Samstage abdecke. Muss man sich dann tatsächlich erklären und ein schlechtes Gewissen haben, wenn es dann wirklich mal nicht geht? Bin echt etwas frustriert, weil ich es sehe wie Du.

Zum Thema zusätzliche Helfer (das habe ich schon mehrfach vorgeschlagen): ich glaube in Wirklichkeit wollen sie gar nicht jeden ins Team nehmen...

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