Frage von alsharif, 104

Arbeiten gehen zwischen Ausbildungsende und Studiumbeginn (Kindergeld)?

Ich bin 23 Jahre alt und beende im Juni diesen Jahres voraussichtlich meine 3 jährige Berufsausbildung. Zum Oktober möchte ich mit einem Vollzeitstudium beginnen. Mein ursprünglicher Plan war es, in diesen 3 Monaten (Juli - Sept.) zur Überbrückung in Form eines 450 Euro Jobs (max. 20 Stunden die Woche) arbeiten zu gehen, da bei Überschreitung kein Kindergeld mehr gezahlt wird.

Da es meiner Mutter aber zur Zeit finanziell nicht gut geht, hatte ich überlegt, mich für die 3 Monate zur Überbrückung in den Ausbildungsbetrieb übernehmen zu lassen (auch wenn ich da überhaupt nicht mehr hin möchte) und zum Ende September dann zu kündigen. Im "Normalfall" könnte ich so noch mal gut 3.000 Euro vor dem Studium verdienen und meiner Mama bisschen aushelfen. Oder gilt auch für diese Zeit die 20 Stunden-Regel und die 450 Euro Höchstgrenze ?

Antwort
von Fortuna1234, 75

Hi,

nee du kannst natürlich Vollzeit arbeiten gehen. Find ich sogar die beste Lösung, wenn das möglich ist.

Und in den 3 Monaten kannst du dir denken, dass du eh bald weg bist. Ist ja überschaubar.

Würden die dich denn für 3 Monate übernehmen oder willst du dann sofort nach Beginn wieder kündigen?

Kommentar von alsharif ,

Sicher sagen kann ich das nicht, aber um kein Risiko einzugehen, würde ich mich "normal" übernehmen lassen und erst wenn der Vertrag wirklich unterzeichnet ist, die Kündigung einen Monat später aufsetzen.

Aber sobald das Studium begonnen hat, sind mehr als 450 Euro auf 20 Stunden/Woche Basis nicht mehr drin, oder ?

Kommentar von Fortuna1234 ,

Auch wenn du studierst kannst du verdienen so viel du willst. Kann dich keiner dran hindern. Der Anreiz ist so gesetzt, dass man über 20 Std/Woche mit Nachteilen zu rechnen hat (keine studentische Krankenversicherung bzw. Familienversicherung, kein Kindergeld). Aber natürlich kann man auch mehr als 20 Std/Woche arbeiten.

Mehr als 450€ verdienen kann man eh. Es geht da um die 20Std/Woche. Arbeitet man mehr gilt man eben als Vollzeitarbeitnehmer (da man von einer 40Std-Woche ausgeht). Ich habe mich als Werkstudent selbst finanziert und habe bis zu 20Std/Woche gearbeitet und da meine 800€ brutto (700€ netto) verdient und war ganz normal in der studentischen KV für 80€ im Monat.

Man muss nur schauen, was man will und braucht. Meine Schwester hat zB mehr als 20 Std/Woche gearbeitet, weil sie das Geld gebraucht hat. Und auch das ist erlaubt und vollkommen legitim. Dann sollte man aber einen versicherungspflichtigen Job annehmen.

Also: Du kannst auch als Student machen was du willst und verdienen was du willst. Es hat nur einige Vorteile unter 20 Std/Woche zu bleiben. Die 20-Std-Regel hat übrigens auch Ausnahmen. Nachtarbeit (von 22 bis 6 Uhr, Wochenendarbeit, Feiertagsarbeit und Arbeit während der vorlesungsfreien Zeit) kann ohne Nachteile über 20 Std/Woche gehen. Wichtig zB für Gastronomiearbeiten.

Kommentar von MenschMitPlan ,

Du bist nicht mehr auf dem neuesten Stand. Nach abgeschlossener Erstausbildung besteht nur noch Kindergeldanspruch, wenn keiner Erwerbstätigkeit >20 Std/Woche nachgegangen wird, Ausbildungsverh. und Minijob sind unschädlich.

Kommentar von Fortuna1234 ,

Ups ja sorry. Bin von mir ausgegangen (vorherige Ausbildung) und nicht dran gedacht, das das ja nicht alle haben.

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