Frage von FrankAndre, 472

Arbeite in einer Behindertenwerkstatt, bekomme EU Rente und Grundsicherung. Wenn ich in der Werkstatt aufhöre, was dann?

Also ich arbeite in einer Behindertenwerkstatt, bin Eu Rentner und bekomme Grundsicherung. Ich bin in der Werkstatt im Praktikumsbereich, bekomme noch kein Geld, bzw. Lohn, nur ca 38€ Ausbildungsgeld und ca 60€ Spritgeld von der Bundesknappschaft zu der Eu Rente unter 500€ und etwas mehr als 200 Grundsicherung.

Ich würde gerne arbeiten, schaffe es aber psychisch nicht so, das heisst, ich bin öfters krank.Nun hatte ich den Gedanken, dort aufzuhören, obwohl sie in die grosse Rente einzahlen, als wenn jemand 1990€ brutto verdient. Meine Frage, wenn ich da aufhöre, muss ich dann meine Krankenversicherung selbst bezahlen oder bekomme ich dann Grundsicherung etwas mehr? Sollte ich aber dort in der Werkstatt bleiben, werde ich höchstens ca 120 bis 140€ als Lohn im Monat haben.Wer kann mir da helfen und kennt sich da aus?

Antwort
von Konrad Huber, 324

Hallo FrankAndre,

Sie schreiben:

Arbeite in einer Behindertenwerkstatt, bekomme EU Rente und Grundsicherung. Wenn ich in der Werkstatt aufhöre, was dann?

Also ich arbeite in einer Behindertenwerkstatt, bin Eu Rentner und bekomme Grundsicherung. Ich bin in der Werkstatt im Praktikumsbereich, bekomme noch kein Geld, bzw. Lohn, nur ca 38€ Ausbildungsgeld und ca 60€ Spritgeld von der Bundesknappschaft zu der Eu Rente unter 500€ und etwas mehr als 200 Grundsicherung.

Ich würde gerne arbeiten, schaffe es aber psychisch nicht so, das heisst, ich bin öfters krank.Nun hatte ich den Gedanken, dort aufzuhören, obwohl sie in die grosse Rente einzahlen, als wenn jemand 1990€ brutto verdient. Meine Frage, wenn ich da aufhöre, muss ich dann meine Krankenversicherung selbst bezahlen oder bekomme ich dann Grundsicherung etwas mehr? Sollte ich aber dort in der Werkstatt bleiben, werde ich höchstens ca 120 bis 140€ als Lohn im Monat haben.Wer kann mir da helfen und kennt sich da aus?

Antwort:

Am Besten lassen Sie sich vom zuständigen, sozialen Dienst in Ihrer Einrichtung gründlich über Ihre individuellen Möglichkeiten beraten!

Bitte bedenken Sie bei all Ihren Überlegungen, daß am offenen und allgemeinen Arbeitsmarkt ein sehr rauher Wind pfeift und auf behinderte Menschen meist keine Rücksicht genommen wird!

Viele Arbeitgeber, welche laut Ihrem Status eigentlich behinderte Menschen bevorzugen müßten, leisten statt dessen lieber Strafzahlungen und gehen diese Risiken nicht ein!

Aus den genannten Gründen sollten Sie Ihre aktuelle Situation gründlich überdenken und keine unnötige Risiken eingehen, damit Sie keine zusätzlichen Enttäuschungen erleben!

Wir leben in einer Leistungsgesellschaft und in einer Zeit, wo viele Betriebe sich eher von Verpflichtungen trennen als neue Verpflichtungen eingehen zu wollen!

Mobbing ist oft an der Tagesordnung und für Behinderte ist oft keine Lobby vorhanden!

Denken Sie auch nicht nur an Geld, denken Sie an Stress, Burnout, Rücksichtlosigkeit, an Zufriedenheit, an ein Dach über dem Kopf, an eine menschlich angemessene Umgebung mit Verständnis für Ihre individuelle Situation!

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad 

Antwort
von altgenug60, 269

Hallo FrankAndre, du hast doch sicherlich einen gesetzlichen Betreuer. Der sollte sich eigentlich in deinem Interesse mit dir zusammen um derartige Angelegenheiten kümmern. Dafür wird er bezahlt. Wenn der das nicht zu deiner Zufriedenheit leistet, kannst du beim Vormundschaftsgericht einen Antrag auf Betreuerwechsel stellen.

Wenn du jetzt schon zu deiner Rente Grundsicherung bekommst, bekommst du hinterher zwar tatsächlich ein kleines bisschen mehr Grundsicherung, aber dafür fällt ja dein Werkstattlohn weg, von dem so knapp 100€ bei der Grundsicherung anrechnungsfrei sind. Du hast dann also wirklich erst einmal deutlich weniger Geld als jetzt. Und das mit der Einzahlung in die Rentenversicherung in der Werkstatt überblickst du tatsächlich auch ganz richtig. Das mit der Krankenversicherung ist jetzt nicht das Problem, die wird bei der Grundsicherung schon mit übernommen.

Aber ich würde mir an deiner Stelle trotzdem überlegen, ob du nicht erst einmal in der Werkstatt am besten abgesichert bist. Wenn du dann krank bist, bist du eben krank, aber dir kann nichts passieren. Und wenn es eine GUTE Werkstatt ist ( es gibt da ziemlich gute, aber auch ziemlich schlechte) sollten die da eigentlich auch immer zusammen mit dir nach einer Lösung suchen, die für dich da gerade am besten passt.   Alles Gute für dich!

Kommentar von FrankAndre ,

nein ich habe keinen Betreuer das ist bei Mir noch nicht nötig

Kommentar von altgenug60 ,

Okay, aber in deiner Werkstatt muss es einen Sozialdienst geben. Die sind dafür da, solche Probleme mit dir zu besprechen und mit dir zusammen nach einer guten Lösung zu suchen.

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