Arbeite ich mein Pferd zu viel?

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11 Antworten

ich halte das nicht für wesentlich zuviel.

statt dem longieren solltest du lieber bodenarbeit in den trainingsplan einbauen. einen der ausritte "halbieren" und statt dessen eine halbe stunde VA arbeit vorschieben. dann erst mit dem warmen pferd ins gelände und dort ein wenig dressurarbeit einbauen.

und fürs springen unter dem reiter ist das pferdchen definitiv noch zu jung.

ein reitpony sollte erst mit 4 1/2 angeritten werden, kann dann aber verhältnismässig schnell aufgebaut werden, wenn gut vorgymnastiziert wurde.

ich schätze mal, deiner ist etwa mit 3 1/2 unter den sattel gekommen, weil viele züchter das fohlen nicht noch einen winter durchfüttern wollen. bis inklusive 4jährig ist ein pferd übrigens ein fohlen. jungpferd ist es ab 5.

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wie gesagt - das training ist vom pensum in ordnung. man könnte einige dinge anders machen, wie ja auch schon oben vorgeschlagen. aber zuviel ist das nicht, wenn du auf tragende hinterhand achtest.

dass das pferd allerdings KEIN rauhfutter in der weidesaison bekommt, ist ein unding. nicht nur, wenn die koppel abgefressen ist, sondern überhaupt. der verdauungsapparat des pferde muss dringend die zellulose und die faserstoffe zumindest aus heu (besser noch aus heu und futterstroh) haben, um die darmpassage des kraft- und mineralfutters zu verlangsamen und die energie daraus besser aufzunehmen.

zum muskelaufbau könntest du luzerneheu zufüttern - das ist eiweissreich und liefert ausserdem faserstoffe. zum muskelaufbau wird eiweiss benötigt. beim deutschen reitpony G würde ich bei dem trainingspensum etwa 300g davon zufüttern. und zwar immer an den tagen VOR dem training. das würde bei deinem plan bedeuten, dass das pferd am samstag keine luzerne bekommt, weil sonntags nicht gearbeitet, sondern spazieren gegangen wird. dafür bekäme es aber am sonntag, weil am montag ja gearbeitet wird. luzernecobs sind auch gut. wenn dein pferd genug trinkt, brauchst du sie nicht einzuweichen (ist besser für die zähne und ausserdem kannst du einen teil als belohnung bei der arbeit geben).

luzerne ist auch gut zum auffüttern in der rekonvaleszenz und für alte pferde.

wenn das pferd kein heu oder stroh zur verfügung hast, solltest du welches kaufen und selbst zufüttern. das geld gibst du so oder so aus - bei rauhfuttermangel müssen die zähne häufiger geraspelt werden, die pferde bekommen verdauungs- haut- oder hufwachstumsprobleme. du kannst das geld besser in die gesundheit des pferdes investieren, als hinterher, wenn erst mal schäden durch fehlfütterung da sind, dasselbe geld (oder noch mehr) zum tierarzt zu tragen.

dein pferd ist ausserdem noch im wachstum. mangel- oder fehlfütterung während des wachstums ist später nicht mehr wiedergutzumachen. im zweifelsfall wechsel den stall.

richtig ausgewachsen ist dein pferd erst mit 7-8jahren. dass ein pferd im wachstum abnimmt, weil es die energie für das wachstum braucht, kommt vor. rauhfutter ist aber immer ein absolutes muss.

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Kommentar von Tenebrae0815
25.08.2016, 15:00

erst einmal danke für die ausführliche Antwort. Bei den Ausritten sollte er eigentlich auch in Anlehnung laufen. Die klappt zu teil sehr gut wenn er nicht vorne laufen muss, da er noch etwas schreckhaft und blickig ist. Das Hauptproblem hat sich aber heute erst herausgestellt. Eine Einstellerin hat eine Kotprobe untersuchen lassen und es wurden Blutwürmer gefunden. Nun wird heute der ganze Bestand entwurmt. Ich weiß halt nur nicht wie nachhaltig das sein wird, da wahrscheinlich wieder weder gemistet noch die Weide abgeäppelt wird.

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Kommentar von Tenebrae0815
26.08.2016, 14:25

boxen dürfen wir nicht selbst misten und es gibt nur Matratzenmistung. Ja wir wechseln zum 1.10, aber wahrscheinlich dürfen wir dann noch mal entwurmt...

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Hallo, 

für so  ein junges Pferd finde ich das ehrlich gesagt schon viel. Bis zum 5ten Lebensjahr entwickelt sich ein Pferd (nicht nur Isländer und co). Ich würde in dem Alter grade mal das Pferd einreiten. Auch wenn viele sagen es ginge schon ab 3 - es steckt dann noch mitten in der Entwicklung! 

Selbst für ein älteres Pferd gibt es kleine Haken in dem Trainings-Plan: 

1). Sehe ich keine sinnvolle Abwechslung wie Bodenarbeit. Wann wird das gemacht? Das ist das A und O.

2). Springen sollte man erst, wenn Dressur richtig sitzt und wenn das Pferd richtig entwickelt ist. Mit 5 ist das alles ein bisschen früh. 

3). 2,5h für 17Km? O.o 

Allerdings macht auch der Stallbesitzer Fehler. Trotz Weidegang sollte jederzeit Heu zur Verfügung stehen. Ein bestimmtes Aufbau-Futter brauchen Jungpferde übrigens auch nicht. Einfach nur Heu und ein gutes Mineralfutter. 

Wenn dein Pferd in dem Stall ansonsten nur im Eck rum steht, dann ist das nicht der richtige Stall. Suche ihm einen Offenstall, wo er Bewegungsreize hat. 

Im Großen und Ganzen denke ich das dein Pferd nicht zu dünn, sondern einfach zu schlecht bemuskelt ist oder grade mal mit der Entwicklung abgeschlossen hat. Hast du vielleicht ein Foto damit man das etwas einschätzen und dir Rat geben kann? 

Mit freundlichen Grüßen

VanyVeggie

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Kommentar von Tenebrae0815
25.08.2016, 15:02

Mineralfutter füttere ich schon zu seit einigen Monaten

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Na ja 24/7 Weidegang ist ja nicht dumm in der Ecke stehen. Eigentlich ist das Arbeitspensum ok, allerdings ist das Pferd erst fünf. Ich würde da weniger machen. Und das Pferd, das ja auf der Weide ist, 1 Tag lang kommplett in Ruhe lassen. Es muss auch einfach mal Pferd sein dürfen.

Wegen der Figur solltest du vielleicht mal einen TA kontaktieren. Meistens halten wir nämlich unsere Pferd für dünn, während das TÄ noch lange nicht tun. Die meisten unserer Pferde sind ja zu fett.

Wenn die Weide abgefressen ist,dann sollte allerdings schon Heu hinzugefüttert werden.

Mein Pferd steht auch 24/7 auf der Weide und bekommt derzeit kein Heu. In der Raufe im Offenstall ist allerdings immer gutes Stroh. Allerdings ist die Weide nicht abgefressen. Der SB steckt jeden Tag den E- Zaun ca 2 m weiter, so dass die Pferde satt Gras haben.

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Kommentar von Tenebrae0815
25.08.2016, 15:01

das Foto mache ich gleich mal damit ihr nen Bild dazu habt, aber der Kleine hat bevor er abgebaut hat also vor gut einem Monat, 438kg auf 1,58m (ja nen Stückchen aus dem Maß gewachsen) gewogen

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Ich finde es ok, sofern die Hindernisse nur cavaletti höhe haben und das longieren nicht  nur im Kreis stattfindet( zwishcndurch führen, zirkel verlagern oder wie auch immer)

Mehr Raufutter solltest du, finde ich, geben.

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Kommentar von Tenebrae0815
25.08.2016, 15:38

die Kreuze sind an der höchsten Stelle kniehoch und wenn wir die Halle für uns haben geht es beim longieren nicht nur im Kreis. Wenn sie allerdings voll ist lässt es sich teilweise nicht anders einrichten

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Nein, es braucht nur genug zu fressen/Kalorienzufuhr wenn es viel arbeitet. Wenn die Zähne in Ordnung sind, das Pferd das Futter genug kauen/aufschließen/verwerten kann. Wenn nötig baut es mehr Muskeln auf. Wenn die Weide abgefressen ist muß Heu zu gefüttert werden. Das kostet Geld das manche gerne einsparen möchten. Überlege ob dein Pferd da gut aufgehoben ist. Oder ob du selber, mit selbst gekauftem Futter, zufütters. Zum Beispiel Möhren. Besser regelmäßig gut ausgelastet als sich im Stall die Beine im Bauch zu stehen. Weil die Besitzerinnen keine Zeit und Lust mehr haben sich regelmäßig um ihr Pferd zu kümmern.

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Die meisten Pferde stehen sich tot, ......

Ich finde die Arbeit nicht zu viel, und Aufbauen kann sich ein Jungpferd nur, wenn es genug Futter bekommt.

Heu an allererster Stelle! 100kg Pferd sollte mindestens 1,5 kg Heu zur Verfügung haben, also Reitpony mit ca. 400kg also gut 6 kg Heu zur freien Verfügung.

Gras zählt bei einem 5 jährigen in Arbeit noch gar nicht sooooo, das wächst und arbeitet er locker wieder ab.

Hafer, Mineralien, bei starker Muskelbeanspruchung auch mal ein bischen gepoppten Mais (200gr vor dem langen Ausritttag),..... ja, - aber Heu, Heu, Heu, Heu!

Unsere 5 jährigen haben Heu ad. lib. und stehen auch 5 bis 10 Std. auf der Weide (je nach Wetter) und werden ca. 2 bis 3 Std. gearbeitet (dazu zählt auch Führanlage, Longieren, Schritt im Gelände, kleine Sprünge und leichte Dressurarbeit, - aber auch mal schwimmen bei dem Wetter oder einfach nur bummeln mit Reiter).

Ich finde es fatal, was Stallbesitzer sich alles einfallen lassen, bloss damit sie nicht mehr Heu füttern müssen.......

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da ein Pferd erst mit 7 Jahren augewachsen ist,

gönne ich meinen jiungen Pferden , die mit 3,5 bis 4 langsam angeritten(ans reitergewicht gewöhnt) werden,

ABER von klein auf 1-3mal wöchentlich  bis zu 1 Stunde als Handpferd mit auf gemütlichen Ausritten waren, 

im Winter nochmal 6 Monate Ruhe in der Herde haben,

und mit 5 Jahren geht's dann los:

wöchentlich 2-3 Ausritte mit 80-90% fleißigem Schritt, etwas ruhigem Trab und kaum Galopp,

dazu jeden Tag Vertrauensarbeit 10 Min bis30 Min, je nachdem, was so geht, wenn die Tageaufgabe auf Anhieb klappt, war es das dann auch schon,

danach GHP/Trail auch 10 bis max 20 min

und im Wechsel : zu Fuß fahren(Doppellonge),

oder Dressur, 

oder Bodenarbeit aller Art (mind 2-3mal pro Woche mind 15 Min)

oder Intervaltraining(100m Schritt/100m Trab für 15 Min im Wechsel) geführt, longiert oder geritten

oder Gymnastik für Springpferde(KEIN springen, außer einigen wenigen Cavalettis)

(nur alle 2 Wochen im Anschluß einen kleinen Cavalettiparkur springen , also 6-8 Sprünge mit vielen 8en dazwischen)

WENN wir etwas neues üben:
1.TAg üben , max 3mal
2.Tag  dito
3.-6-Tag alle mögliche andere
7.Tag üben max 3mal
8.Tag dito UND ggf erweitern
usw

damit haben wir gute Erfahrungen gemacht und man kann ich auch dem Wetter meist gut anpassen

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Wechsle den Stall, Du arbeitest nicht zu viel, sondern Dein Pony bekommt zu wenig Heu.

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Kommentar von Tenebrae0815
25.08.2016, 16:03

Sind gerade dabei in dem Zuge wurde mir das ja gesagt. Aber so ein bisschen nimmt man sich es ja doch zu Herzen und will nur das beste fürs Pferd

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So ich habe die Bilder jetzt gemacht, ich hoffe es ist genug zu erkennen, obwohl ich die Bildqualität senken musste, um es hochladen zu können.

P.s. der kleiner war dank der Temperaturen voller Elan beim Photoschießen

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Kommentar von ponyfliege
25.08.2016, 22:30

der ist recht schlank, aber zu dünn finde ich ihn jetzt nicht.

ich würde auf ein mit einem kleinen vollblüter veredeltes welsh c tippen. hat einen echten ponykopf und der schweif, sowie der ansatz von doppelmähne zeugen in bezug auf edelblut auf eine F1 generation.

vorne könnte bei der hufbearbeitung eine stellungskorrektur gemacht werden - er ist recht unterständig.

ein recht gutes pferdchen - aber noch völlig unfertig. wenn er in sich reingewachsen ist, wird er einiges mehr an kaliber haben. im moment wächst, wie es aussieht der körper selber in die höhe. der brustkorb wird noch mehr in die höhe gehen und die rippen werden sich noch runden. - beim sattel bitte darauf achten, rechtzeitig anpassen zu lassen - eventuell brauchts noch was mit einer weiteren kammer. viel muskeln hat er nicht - da muss wirklich eiweissfutter rein. wie erwähnt - die luzerne bringt auch noch ein bisschen was anderes mit, was das pferd braucht. und wenigstens 2kg heu zum weidegrass ist ein muss.

damit sich nicht zu viel unterhals ausbildet, muss bodenarbeit gemacht werden. podestarbeit ist bei solchen pferden mit tief angesetztem hals ganz gut. 

wenn er jetzt 1,58m ist, wird er die 1,60m überschriten. der kommt noch mal in die höhe.

wenn er mal "gross" ist, wird er sehr viel definierter aussehen.

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Kommentar von Tenebrae0815
26.08.2016, 09:19

danke erst mal für die Antwort. ich weiß dass er die Vorderhufe nach innen abläuft und bin auch schon mit einem Hufbearbeiter dabei das zu korrigieren. Es wird langsam besser. Ja den Sattel hatte ich nach 4 Monaten wieder neu anpassen lassen müssen und hab im Moment das Gefühl, dass es wieder Zeit wird. Das mit der Luzerne werde ich versuchen, ich hatte halt immer das Gefühl, dass er gar nicht genug Energie hat um wirklich Muskeln aufzubauen, sondern sie im Training eher selbst verbrennt. ist ja bei Menschen auch nicht anders. Gewachsen ist er im letzten halben ja alleine noch 2cm, aber mich stört es nicht wenn er noch nen bisschen mehr wird. Dein Fazit ist also zusammengefasst, die Masse kommt, wenn er ausgewachsen ist, oder?

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Grundsätzlich ist das Trainingsprogramm OK. Allerdings gibt es auch während des Trainings einen Trainingsplan. Dieser ist unheimlich wichtig, um bestimmte Muskeln auf zu bauen und das Pferd nicht zu überfordern.

Wird das Training nach der Trainingslehre aufgebaut ? Damit wird sichergestellt, daß erst die Tragemuskulatur und dann erst die Ausdauermuskulatur gefördert wird.

LG Calimero

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Kommentar von Tenebrae0815
25.08.2016, 15:05

wir sind erstmal im Moment dabei dran zu arbeiten das er vernünftig im VA läuft und sich nicht bei Kleinigkeiten wie geräuschen heraushebt. wenn das vernünftig klappt ist es jedoch ein sehr guter Tipp mit den verschiedenen Muskeln und ich würde mich dann auch mit dem Aufbau des Trainings mehr befassen. vielleicht kannst du mir dann ja Tipps dazu geben

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Meiner Meinung nach bewegst du ihn genau richtig. Nicht zu viel und nicht zu wenig. Du verteilst das gut in der ganzen Woche. So hat dein Pferd viel abwechslung. Ich denke nicht das dein Pferd zu dünn ist (habe zwar kein bild von deinem Pferd aber kann ich mir nicht vorstellen) eher sportlich. 

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Kommentar von Tenebrae0815
25.08.2016, 12:33

ich fahre gleich eh mal hin, dann mache ich nen aktuelles Bild. Aber leider sind seine Rippen jetzt schon zu sehen und das wird im Winter tendenziell nicht besser werden

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Kommentar von Tenebrae0815
25.08.2016, 15:07

das Pony wechselt eh zum 1.10 den Stall

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