Frage von 8xLoVex8, 136

Arbeit lässt mich nicht gehen, was soll ich tun?

Hallo Leute,

ich arbeite in einem Krankenhaus und bin noch in der Probezeit. Ich habe am Montag eine neue Stelle ab dem 01.03 bekommen. Daher habe ich fristgemäß zwei Wochen vorher gekündigt. Vertrag ist unterschrieben. Jetzt sagen die mir ich kann nicht kündigen und einfach gehen, da die frist bei Ihnen 4 Wochen ist in der Probezeit und das auch nur zum ende eines Monats, in dem fall zum 31.03. Ich habe mit dem Chef geredet das er meinen Vertrag aufheben soll zum Monatsende. Leider war er damit nicht einverstanden.

Ich habe angst wenn ich meine neue Stelle anrufe und sage das ich doch erst ab dem 01.04 anfangen kann das sie mich dann nicht mehr nehmen vorallem weil der Vertrag ja schon für den 1.03 unterschrieben ist .

Ich war auch der Meinung ich kann in der Probezeit fristlos Kündigen und gehen? Was passiert wenn ich am 01.03 nicht zum arbeiten gehe bei meiner alten arbeit? kündigt er mich dann von selber fristlos? hast es Konsequenzen?

Ich bitte euch inständig um normale antworten.

Viele Grüße

Expertenantwort
von Hexle2, Community-Experte für Arbeitsrecht & Kündigung, 48

Was steht denn zur Kündigungsfrist in der Probezeit im Arbeitsvertrag? Gibt es einen Tarifvertrag der Anwendung findet?

Ich war auch der Meinung ich kann in der Probezeit fristlos Kündigen und gehen?

Das ist ein Irrtum. Auch in der Probezeit gibt es Kündigungsfristen die einzuhalten sind. Eine fristlose Kündigung, von wem auch immer, kann nur in Ausnahmefällen ausgesprochen werden. Dafür bedarf es aber eines triftigen Grunds. Ein Stellenwechsel fällt da nicht drunter.

Was passiert wenn ich am 01.03 nicht zum arbeiten gehe bei meiner alten arbeit?

Das kommt darauf an, was im Arbeitsvertrag/anwendbaren Tarifvertrag steht. Es ist möglich, dass Du (wenn vereinbart) eine Vertragsstrafe bezahlen musst. Wenn Du z.B. einen Monat Kündigungsfrist hast, kann diese in der Höhe eines Monatsgehalts sein.

Ob der AG Dir fristlos kündigt, kann ich Dir nicht sagen. Auf Dein Zeugnis wird das wahrscheinlich schon Auswirkungen haben (neben dem finanziellen Aspekt).

Jetzt schaust Du Dir aber erst noch einmal den Arbeitsvertrag und dort vor allem die Kündigungsfristen an.

Was Du dann tust, musst Du selbst entscheiden. Vielleicht wäre Dein neuer AG mit einer späteren Arbeitsaufnahme ja einverstanden. Auch er wird wissen, dass Kündigungsfristen einzuhalten sind und das auch von seinen Mitarbeitern erwarten.

Antwort
von DerHans, 53

Du hast doch einen Arbeitsvertrag. Da sollte ja wohl drin stehen, wie und wann du kündigen kannst.

Wenn du einfach einen neuen Vertrag unterschreibst, heißt das noch lange nicht, dass du bei der bestehenden Stelle einfach aufhören kannst.

Antwort
von Chichiri, 60

Hier schau mal im Gesetz nach §622 BGB Abs.3

http://dejure.org/gesetze/BGB/622.html

"Während einer vereinbarten Probezeit, längstens für die Dauer von sechs Monaten, kann das Arbeitsverhältnis mit einer Frist von zwei Wochen gekündigt werden."

Wenn bei dir im Arbeitsvertrag nichts drin steht, dann gilt hier die gesetzliche Regelung.

Antwort
von ErsterSchnee, 39

Wenn im Arbeitsvertrag etwas anderes drinsteht, hast du nicht fristgerecht gekündigt und musst bis zum 31.3. dort bleiben. Sprich mit dem neuen Arbeitgeber!

Antwort
von nickboy, 40

die frage ist was steht in deinem vertrag steht in deinem vertrag nichts von einer 4 wöchigen kündigungsfrist dan hast du diese auch nciht steht das alerdings doch drinne das ist das so...

Antwort
von heelgard, 55

Welche Konsequenzen soll es denn davon tragen wenn du einfach nicht Hingehst und bei der neuen Stelle anfängst?

Es kommen keine Feldjäger und holen dich ab wie bei der Bundeswehr.

Kommentar von 8xLoVex8 ,

sowas wie Vertragsbruch? 

Kommentar von DesbaTop ,

Na und? Bei Vertragsbruch wirst du eben fristlos gekündigt und das Problem ist gelöst :)

Kommentar von heelgard ,

und dann? 

Kommentar von DerHans ,

Schon mal was von Schadensersatz gehört? Auch der neue Arbeitgeber wird nicht begeistert sein, wenn der neue Mitarbeiter vertragsbrüchig ist.

Kommentar von heelgard ,

Dazu muss der Arbeitgeber erstmal beweisen dass durch die Kündigung ein Schaden am Umsatz enstanden ist, abzuglich der ersparten Lohnzahlungen.

Kommentar von DerHans ,

Der Schaden besteht darin, dass eine andere Kraft die Arbeit ausführen muss. Bis hin zu einer Zeitarbeitskraft für diese zeit

Kommentar von heelgard ,

Eine andere Kraft die genauso bezahlt wird wie der Kündiger? 

oder der Leiharbeiter der das selbe macht nur für weniger Geld?

Kommentar von Familiengerd ,

@ DerHans:

Wo - bitte schön! - soll denn darin ein "Schaden" bestehen? Wenn ein Arbeitnehmer kündigt, muss doch sowieso ein neuer Arbeitnehmer her; die Situation wäre auch keine andere bei einer Erkrankung!

Kommentar von DerHans ,

Wenn kurzfristig jemand anderer einspringen muss, weil jemand den Vertrag bricht, verursacht das eben höhere Kosten (Überstunden Dienstplanänderungen etc)

Das fällt nicht einfach unter "unternehmerisches Risiko"

Antwort
von DesbaTop, 38

Du bist noch in der Probezeit? Dann ist die Kündigungsfrist 2 Wochen. So steht es in § 622 Abs. 3 BGB.

Die Frist kann 4 Wochen dauern, wenn es Tarifvertraglich so geregelt ist.

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