Frage von P2BHMN, 38

Arbeit im Gulag und KZ sinnvoll?

Mich interessiert die Frage, ob die Arbeiten im KZ und im Gulag sinnvoll waren oder waren die Arbeiten nur dazu da, sich die Häftlinge totarbeiten zu lassen? Was für Arbeiten wurden denn dort verrichtet? Was für Gemeinsamkeiten/Unterschiede gab es zwischen Gulags und KZs?

Antwort
von soissesPDF, 16

Nicht grundsätzlich, mehrheitlich konnte sich die Industrie Arbeitskräfte in den KZ's rekrutieren.
Macht die Zwangsarbeit nicht sinnvoller, nur billiger für die Unternehmen.

Die Gulags waren Anfangs reine Straflager.
Später wurden dort ebenso Zwansarbeiter rekrutiert, etwa zum Bau der Transsibirischen Eisenbahn.
Auch hierbei ging es nicht um Sinn von Arbeit, sondern um billige Arbeitskräfte.

Auch die DDR setzte Zwangsarbeiter in den Industriebetrieben ein, zu ähnlich elendigen Arbeitsbedingungen und drastisch billiger Entlohnung.

Antwort
von Ceddosh, 20

Entweder wurde(n) Waffen, Munition oder Kleidung für Soldaten hergestellt oder das Lager ausgebaut. Für das Volk wurde meistens eher weniger was gemacht. Oftmals wussten deutsche Bürger nicht mal von den KZ's Bescheid.

Kommentar von Wootbuerger ,

doch, man wusste bescheid

gibt zig briefe an privatpersonen von den (damals noch KL) genannten lagern.
sogar mit stempel der kommandantur.
es war bekannt was wohl passiert wenn man unliebsame personen bei der gestapo anschwärzte.

auch wurden totenscheine ausgestellt und an die familien geschickt.
es gab auch entlassungen aus den KZs, die allerdings im laufe der zeit immer weniger wurden. davon waren wohl am ehesten kriminelle oder ehemalige wehrmachtsangehörige betroffen.
auch wurden insassen aus sachsenhausen für die brigade dirlewanger rekrutiert - wilderer. 

KZ insassen wurden z.b. auch zu aufräumarbeiten im bombenkrieg herangezogen (in häftlingskleidung!) und firmen kamen in kontakt mit den zahlreichen aussenlagern (ja es gab nicht nur die großen stammlager) die überall im reich verteilt waren.
also wussten auch firmenangehörige dass es lager gibt.

SS-mannschaften haben mit ihren familien über den dienst gesprochen. 
ehefrauen und selbst kinder wussten dass ihr vater in einem lager dienst tut. 

ich denke auch zulieferer wussten von den lagern.
irgendwer muss den baustoff ja bereitstellen.
medizininstitute wussten bescheid und profitierten davon.
die reichsbahn war involviert.

es lässt sich nur schwer vertuschen.
und selbst wenn, warum wussten dann die opfer was ihnen blüht wenn keiner davon wusste?

Antwort
von Wootbuerger, 9

es gab lager die gedacht waren insassen durch arbeit zu liquidieren.
andrerseits wurden insassen aber auch an firmen bzw. die wirtschaft "ausgeliehen"
das SS-WHA hat dann die arbeitskraft in rechnung gestellt.
so hat z.b. IG-farben, daimler benz, krupp, die kriegsmarinewerfte (blohm&voss, AG wulkan, germaniawerft z.b.) oder luftwaffe (messerschmitt, heinkel, dornier usw.) von der sklavenarbeit profitiert.

im frauenlager ravensbrück oder in bereichen von auschwitz wurden uniformen geschneidert und allerhand gebrauchsware für die front.

die insassen waren also durchaus für eine "sinnvolle" tätigkeit da!
sie wurden gebraucht um die arbeitskräfte die nach und nach für die front abgezogen wurden zu ersetzen.

Antwort
von luca1401, 17

Sei reinigten die Gaskamern verbrannten die Toten sammelten ihr geld kleidubg oder Gold aus den Zähnen usw.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community