Hallo,
ich habe folgendes Problem: mein Wohnungsnachbar, ein Mietnomade, ist ausgezogen und hat einen riesen Saustall hinterlassen. Daraufhin hat mich unser Vermieter angesprochen ob wir nicht die Wohnung entmüllen und Renovieren wollen, er würde uns auch etwas dafür zahlen, das würde er dann mit der Kaution verrechnen. Dem haben wir zugestimmt, und die Wohnung entmüllt und renoviert. Ingesgesamt haben wir 92 Arbeitsstunden dafür gebraucht. Soweit so gut. Als ich meinen Vermieter dann auf die Bezahlung angesprochen habe und den Vorschlag gemacht habe, das er als Gegenleistung uns einmal die Miete erlassen könnte, hat sich auf einmal das Blatt gewendet. Mit der Arbeit, die er vorher gelobt hat, war er nun überhaupt nicht mehr zufrieden, er ist richtig ausfallend geworden und "mit der Kaution kann ich das sowieso nicht verrechnen". Wir haben 92 Stunden in der Wohnung gearbeitet, wenn man sagt man berechnet pro Stunde 10Euro, dann würde uns unser Vermieter 920 Euro schulden. Wenn er auf meinen Vorschlag eingehen würde, einmal die Miete (610Euro) ausfallen zu lassen, hätte ich ihn sogar noch jede Menge geschenkt. Das Haus wurde inzwischen verkauft und ist zum 1.1. an den neuen Eigentümer übergeben worden. Die Dezembermiete, die ich mit den geileisteten Stunden verrechnen wollte, ist die letzte zu zahlende Miete an den ehemaligen Vermieter. Ich habe mich dazu entschlossen, ihm die Miete nicht zu zahlen, solange wir uns über die Art und Höhe der Bezahlung einig sind. Der neue Vermieter weiß über diese Situation bescheid, er hat Verständnis dafür das ich auf mein Recht kommen will, er hat ja in diesem Sinne nichts damit zu tun. Eine mündliche Einigung war leider nicht möglich , die Sache ist ziemlich verfahren, der Vermieter stellt sich quer und will nichts zahlen, und ich möchte eine Gegenleistung sehen für meine Arbeit. Natürlich droht mir der Vermieter nun mit rechtlichen Schritten, aber bisher kamen wir auf keinen grünen Zweig. DAS PROBLEM ist nur, ich habe NICHTS SCHRIFTLICH, keine Regelung das wir die Arbeit für ihn verrichten sollen und nicht wie viel Geld wir dafür bekommen. Ich habe lediglich unsere geleisteten Stunden genauestens mitgeschrieben. Was soll ich jetzt tun? Mein Versuch es mündlich zu klären ist ja gescheitert.
Vielen Dank für die Antworten.
Sorry. Aber die renovierte Wohnung ist doch schon ein Nachweis. Der Vermieter wird doch kaum Rechnungen anderer Firmen für die gleiche Leistung im gleichen Zeitraum in der gleichen Wohnung vorlegen können. Kann er das lügt wohl einer. Das wollen wir doch wirklich nicht unterstellen. Und der neue Vermieter wird sicher bestätigen, das diese Wohnung wieder bewohnbar ist. Der Fragesteller schreibt ja .... wir die Wohnung entmüllen. Also war er nicht alleine und hat Zeugen. Er hat sehr gute Chancen das eine Klage überhaupt nie Zustande kommt.
Und wie wird nachgewiesen, dass dafür eine Entlohnung vereinbart war?
Ich sehe das völlig anders als Du.
Da entstehen nur jede Menge Gerichtskosten für den Fragensteller.
Das merke ich, das mit dem anders sehen. Macht aber nichts. Dafür gibt es ja diese Forum. Es liegt im Übrigen schon in der allgemeinen Lebenserfahrung, dass für eine Leistung auch eine Gegenleistung erfolgt / erwartet werden kann. So ganz weltfremd sind unserer Richter nicht. Die Höhe der Vergütung ist mit Sicherheit ein Streitpunkt. Und wie der Kollege unten schreibt, der Faktor Schwarzarbeit ein wichtiges Kriterium. Ich gehe aber schon davon aus, dass der Fragesteller diese Geschichte dem Finanzamt als Einkommen melden wollte, wenn er seinen Anspruch durchgesetzt hat.
Ja, viele hier haben "allgemeine Lebenserfahrung" und viele haben darüber hinaus noch Erfahrung mit der Juristerei. :-))