Frage von Lala1212121212, 98

Arbeit fristlos kündigen ?

Hallo, Ich bin 16 und arbeite seid 2 Monaten in einem Café habe keinen Vertrag oder so etwas bin nur angemeldet und habe einenpersonalbogen ausgefuhlt , ich werde da allerdings nur angemotzt und fertig gemacht und als ich sagte das können sie ruhig netter sagen würde mein Stundenlohn wieder gekürzt obwohl sie sagten das ich einen guten Job machen ich würde am liebsten garnicht mehr hin gehen und will kündigen muss ich das schriftlich machen und gilt auch hier die Frist von 4 Wochen?

Antwort
von DarthMario72, 40

Arbeitsverträge kommen auch mündlich oder durch so genanntes konkludentes (= schlüssiges) Verhalten wirksam zustande. Du hast also sehr wohl einen wirksamen Arbeitsvertrag!

Für die Kündigung dagegen ist Schriftform (= auf Papier mit eigenhändiger Original-Unterschrift) zwingend vorgeschrieben. Und wenn nichts anderes nachweisbar vereinbart wurde, gilt eine Kündigungsfrist von vier Wochen zum 15. oder zum Monatsende.

Kommentar von schhneesturm82 ,

in der Praxis reicht bei solchen kleinen Nebenjobs oft auch, kurz telefonisch bescheid zu geben.

Antwort
von acabgt, 28

Du hast sehr wohl einen Arbeitsvertrag. Das Gesetz scheibt nämlich zwingend keine schriftliche Form vor. Die Bedingungen sind vermutlich mündlich vereinbart worden, nämlich was du verdienst und wieviel du arbeiten musst. Arbeitest du Vollzeit, hast Du Anspruch auf volle Versicherungsleistungen. Du befindest dich dann praktisch in einer Festanstellung. Eine Probezeit gibt es auch nicht, diese findet man nur ein einem schriftlichen Arbeitsvertrag.

Witzig: Künidgen musst Du allerdings schriftlich.

Soviel zum rechtlichen Hintergrund. Sag doch einfach "ich kündige fristlos" und bleib zuhause. Es wird schon nichts passieren, ein Betrieb, der schon keinen Arbeitsvertrag abschließt, ist auch zu blöd, um irgendwas einzufordern. Was soll auch passieren? Sie könnten aber sagen: "hier halte deine Kündiogungsfrist ein!", du sagst "ja vielleicht" und gehst nicht hin. Sie werden Dir dann keinen Lohn mehr zahlen und dich auch nicht  mehr einstellen. Böse, böse! Weitere Strafen gibt es bei diesem kurzen Arbeitsverhältnis nicht.

Wenn Du in der Gastronomie arbeiten willst und gut bist, gibt es doch endlose Möglichkeiten. Eigentlich werden überall gute Leute gesucht, frag Dich mal durch. Das Problem ist natürlich dein Alter, weil Jugendarbeitsschutz gilt.

Kommentar von Familiengerd ,

Soviel zum rechtlichen Hintergrund.

Wenn Du schon von "rechtlich" sprichst, dann solltest Du auch wissen, dass man - auch wenn es keinen schriftlichen Arbeitsvertrag, sondern nur einen mündlichen gibt - nicht einfach fristlos kündigen kann, sondern die gesetzliche (in Ermangelung einer beweisbaren vertraglichen) Frist einhalten muss, wenn man sich nicht anders einigt.

Eine Probezeit kann übrigens auch mündlich vereinbart worden sein (wieder mit dem Problem der Beweisbarkeit).

Allerdings hast Du Recht mit der Annahme, dass es hier wohl nicht zu rechtlichen Konsequenzen kommen würde.

Kommentar von acabgt ,

Das mit dem fristlosen Kündigen habe ich da im Text platziert, wo der "rechtsfreie" Raum im Text beginnt.

Du hast in deinem Aufzählungen die Möglichkeit eines Auflösungsvertrages vergessen, wenn Du schon mit  Deinen umfassenden Rechtskenntnissen hier für Verwirrung sorgen möchtest.

Kommentar von Familiengerd ,

Weder gibt es eine "Aufzählung", noch habe ich etwas "vergessen"!

Denn erstens ging es hier um "Kündigung", und zweitens habe ich außerdem geschrieben "wenn man sich nicht anders einigt"!

Übrigens ist auch Deine Information zur Schriftform der Vereinbarung einer Probezeit falsch: sie kann durchaus auch (mit dem Problem der Beweisbarkeit) mündlich vereinbart werden!

Kommentar von acabgt ,

Meine Güte, bist du toll! Du hast aber doch etwas vergessen. Es könnte auch sein, dass die Probezeit sich aus einem Tarifvertrag ableiten lässt.

Und du hast vergessen, dass du das mit der mündlichen Vereinbarung einer Probezeit bereits erwähnt hattest. Ein unglaublich wichiges Detail, vor allem bei mündlichen Verträgen, die ohne Zeugen abgeschlossen wurden. Der Vertagspartner der in der Probezeit fristlos kündigen will, ist nämlich in der Beweispflicht.

Kommentar von Familiengerd ,

Meine Güte, bist du toll!

Das weiß ich ... und nur kein Neid! :-))

Und du hast vergessen, dass du das mit der mündlichen Vereinbarung einer Probezeit bereits erwähnt hattest.

... damit Du es Dir besser merken kannst!

Du hast aber doch etwas vergessen. Es könnte auch sein, dass die Probezeit sich aus einem Tarifvertrag ableiten lässt.

Da habe ich nichts vergessen, weil sich die Frage eines Tarifvertrages bisher überhaupt nicht gestellt hat.

Auffällig ist für mich aber, dass Du mit dem Versuch der Polemik der Kritik ausweichst ... dabei habe ich Dir mit dem letzten Satz meines ersten Kommentars sogar Recht gegeben! :-(( heul!

Aber das soll's für mich gewesen sein mit den Albernheiten!

Ach so, das fällt mir noch ein:

Wieso ich mit meinen "umfassenden Rechtskenntnissen [danke!! die sicher besser sind als Deine] hier für Verwirrung sorgen" sollte, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen; das trifft dann wohl eher auf diejenigen Antwortenden oder Kommentierenden zu, die falsche oder ungenaue Aussagen machen!!!

Kommentar von DarthMario72 ,

Der Vertagspartner der in der Probezeit fristlos kündigen will

Auch in einer Probezeit gilt eine Kündigungsfrist.

Antwort
von miboki, 34

Du hast natürlich einen Arbeitsvertrag. Es gibt keine gesetzliche Vorschrift, dass Arbeitsverträge schriftlich geschossen werden müssen. Und wenn keine Probezeit vereinbart wurde, gibt es auch keine Probezeit. 

Somit gilt die gesetzliche Kündigungsfrist von vier Wochen zum 15. oder 1. des Monats (Par. 622 BGB). Wenn Du einfach nicht mehr hingehst, ohne zu kündigen, kann der Arbeitgeber Schadenersatzansprüche geltend machen.

Du hast die Möglichkeit, aus wichtigen Gründen fristlos zu kündigen. Jedoch musst Du vorher dem Arbeitgeber die Möglichkeit (Abmahnung) geben, sein Fehlverhalten zu korrigieren. Im Zweifel entscheidet das Arbeitsgericht. 

Kommentar von DarthMario72 ,

oder 1. des Monats (Par. 622 BGB)

Nein, nicht der 1., sondern der Letzte des Monats.

Kommentar von miboki ,

Stimmt! Sorry.

Antwort
von SiViHa72, 51

2 Monate.. da wäre man noch in Probezeit. Und da ist die K-Frist 2 Wochen zum Monatsende oder 15.

Das mit dem Lohn kürzen sollte sogar für eine fristlose K. reichen.

Kommentar von DarthMario72 ,

2 Monate.. da wäre man noch in Probezeit

Nein, eben nicht. Eine Probezeit muss ausdrücklich - schriftlich - vereinbart werden.

Kommentar von Familiengerd ,

Eine Probezeit muss ausdrücklich - schriftlich - vereinbart werden.

Da hast Du - ausnahmsweise - einmal nicht Recht!

Eine Probezeit kann auch mündlich vereinbart werden (mit dem bekannten Problem der Beweisbarkeit), aber selbstverständlich nicht als eigenständiges vorgeschaltetes Arbeitsverhältnis.

Antwort
von Gruene9, 47

Wenn du nichts unterschrieben hast, was diese Kündigungsfrist irgendwie regelt, kannst du da einfach nicht mehr auftauchen.

Wird echt blöd für das Café sein, unvorbereitet eine Arbeitskraft weniger zu haben aber wenn du das mit deinem Gewissen vereinbaren kannst, sollte dich da nichts halten.

Kommentar von DarthMario72 ,

Wenn du nichts unterschrieben hast, was diese Kündigungsfrist irgendwie regelt, kannst du da einfach nicht mehr auftauchen.

Das ist Dummfug. Wenn nichts nachweisbar vereinbart ist, gelten die gesetzlichen Bestimmungen.

Kommentar von Gruene9 ,

Da habe ich wohl zu schenll Halbwissen rausgeschossen. DarthMario72 hat recht.

Antwort
von PurpurSound, 40

Was willst du denn kündigen wenn du keinen vertrag hast? Eine mündliche vereinbarung?

Einfach nicht mehr hingehen!

Kommentar von DarthMario72 ,

Was willst du denn kündigen wenn du keinen vertrag hast? Eine mündliche vereinbarung?

Genau das!

Kommentar von PurpurSound ,

Und wie lautet die dann?

Kommentar von Familiengerd ,

Mündliche Vereinbarungen sind auch bindend.

Entweder sind sie beweisbar aufgrund der konkreten Umstände (die Höhe eines vereinbarten Stundenlohns kann sich z.B. aus der Entgeltzahlung ergeben) oder durch Zeugen.

Ansonsten gelten eben die gesetzlichen Bestimmungen als Mindeststandards!

Kommentar von DarthMario72 ,

Und wie lautet die dann?

Die lautet "mündlicher Arbeitsvertrag". Arbeitsverträge müssen nämlich nicht zwingend schriftlich abgeschlossen werden.

Antwort
von schhneesturm82, 43

Du musst da nicht hingehen, und musst auch niemandem bescheid sagen, wenn du nicht hingehst. Wenn du keinen Arbeitsvertrag hast, in dem die Kündigungsfristen geregelt ist, dann brauchst du auch nichts einhalten.

Wenn du willst, kannst du also telefonisch bescheid geben, dass du kündigst.

Kommentar von DarthMario72 ,

Wenn du keinen Arbeitsvertrag hast, in dem die Kündigungsfristen geregelt ist, dann brauchst du auch nichts einhalten.

Das ist Blödsinn. Wenn man keine Ahnung von Arbeitsrecht hat, sollte man besser gar nicht antworten!

Kommentar von maxim65 ,

Hallo er ist 16. Es sollte erstmal geklärt werden um was für einen Job es sich überhaupt handelt eh ihr euch die Köppe einschlagt

Kommentar von Familiengerd ,

Dass der Fragesteller/die Fragestellerin erst 16 ist, um welchen Job es sich handelt, spielt überhaupt keine Rolle dabei, dass die Antwort von schhneesturm82 völliger ahnungsloser Unfug und der Kommentar von DarthMario72 berechtigt ist!

Es ist schon erstaunlich, wie viele Antworten es gibt, die offensichtlich ohne jede Ahnung von der Sache auch einem bloßen Gefühl heraus gegeben werden!!

Antwort
von maxim65, 24

Was ist das den für eine Stelle? Du bist erst 16 , auf welcher Basis bist du da angestellt?

Kommentar von DarthMario72 ,

Du bist erst 16 , auf welcher Basis bist du da angestellt?

Auch wieder richtig...

Kommentar von Lala1212121212 ,

Ich geh noch zur Schule und mache das nur neben bei also Nebenjob so zusagen 

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten