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Appetitlosigkeit, Übelkeit und Angst

Frage von AllwissendesEs AllwissendesEs

Seit 1-2 Monaten habe ich die ständig wiederkehrenden Symptome, nämlich ist mir vor und nach dem Essen übel, ich habe dann Angst dass ich mich übergeben muss (ich habe das das letze mal vor jaaaahren...) und nach meistens 30 Minuten geht es mir dann wieder normal. Aber bei jeder Mahlzeit verfolgt mich der Gedanke und dadurch habe ich nie Appetit.

Noch dazu kommen alle 2 Wochen mal Angstattaken dazu, dieses Gefühl ist schwer zu beschreiben und tritt immer in Kombination mit der Übelkeit auf. Ich habe dann ein leicht anderes Bewusstsein, ich fühle mich überanstrengt, die Alltagssituation in der ich mich gerade befinde wirkt entfremdet und gleichzeitig habe ich Angst davor, verrückt zu werden und dass dieses Gefühl nie wieder aufhört. Es ist wie ein Kontrollverlust. Meistens hilft es mir dann wenn jemand mit mir redet und ich ihm meine Ängste erzählen kann und auf Verständnis treffe, denn danach fühle ich mich wieder besser.

Ich bin jetzt am Überlegen ob es ein psychisches Problem ist oder doch mit etwas körperlichem zusammenhängt. Noch dazu muss ich sagen, dass ich wirklich keine Esstörung habe, ich war schon immer dünn und ich habe eher Angst davor, weiter abzunehmen, im Gegenteil, ich würde mir ein paar Kilo mehr wünschen. Mein Immunsystem ist im Allgemeinen auch recht stark.

Zum Arzt gehen ist eine Lösung, ich weiß, aber hat jemand vielleicht ähnliche Probleme oder könnte jemand sie mir ein bisschen verständlicher machen?

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Antworten (6)

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    RatgeberHelden Antwort von quopiam quopiam

    Gut möglich, daß eine Angststörung vorliegt, die dann auch körperliche Symptome macht. Das vegetative Nervensystem reagiert auf psychische Probleme oft ziemlich deutlich. Gut möglich, daß Du ein Magenproblem hast und die Angst vor einem erneuten Malheur dafür sorgt, daß Du noch nervöser und ängstlicher wirst und das wiederum Dein Magenproblem vestärkt. Beides greift wahrscheinlich deutlich ineinander.

    Auf jeden Fall wäre ein Besuch beim Gastroenterologen angezeigt, der einen Blick in Deinen Magen werfen kann. Laß Dich vom Hausarzt überweisen. Meist braucht man gar keine Magenspiegelung, um schon einiges sagen zu können, z. B. mittels einer Ultraschalluntersuchung und einem guten Tastbefund. Solltest Du doch eine Spiegelung machen sollen, brauchst Du auch davon heute keine Angst mehr zu haben. In aller Regel bekommt man eine sachte Kurznarkose und bekommt so gut wie nichts davon mit. Wenn Du eine Diagnose hast, ist die Hälfte Deiner Angst wahrscheinlich schon besiegt, weil Du dann weißt, was Du hast und was Du dagegen tun kannst. Wenn Dein Bauch in Ordnung ist und der eigentliche Auslöser die Psyche ist, dann laß Dich zum Psychologen oder Psychotherapeuten übeweisen. Da kann in ein paar Gesprächen (zahlt die Kasse) erst mal festgestellt werden, woher Dein Problem kommen kann und ob es behandlungs-/therapiebedürftig ist. Manchmal reichen ein paar Gespräche, damit man selbst die nötige Einsicht bekommt und allein damit fertig wird. Bis jetzt ist das keine dramatische Störung, die gleich Dein ganzes Leben umkrempeln wird. Du brauchst wahrscheinlich nur eine kleine Hilfe an irgendeiner Stelle. Und die können Dir die Ärzte und Therapeuten geben, sobald klar ist, was das eigentliche Problem ist. Gruß, q.

    Kommentar von AllwissendesEs AllwissendesEs

    Vielen Dank für die Antwort.

  • 2
    Antwort von EmoDoc EmoDoc

    Hey! - Du blockierst da ja irgendwie dein eigenes Wohlfühlen mit deiner Angst davor dass dir wieder Übel wird, wenn du was ißt. Und dass macht es dann nur noch schlimmer und kann tatsächlich dazu führen, dass dir Übel wird. - Versehst du was ich meine?

    Wenn du schnell ein Völlegefühle bekommst und dieses dann als Vorzeichen für eine eventuelle Übelkeit auffäßt, dann kann das auch ganz einfach daran liegen, dass dir der viele Stress - egal ob begründet oder eingebildet - im wahrsten Sinne des Wortes auf den Magen schlägt.

    O.k. - ein Arztbesuch ist immer auch sinnvoll - könnte ja auch tatsächlich irgendwelche körperlichen Ursachen haben - außerdem beruhig es dann zu wissen, dass dieses eben nicht der Fall ist - sondern man sich selber durch die Einbildung einen Streich spielt. Damit wäre man dann ja auch schon einen Schritt weiter.

    Tja! - Was könnte da helfen? - Also mir hilft es, wenn ich mich bewusst vorher entspanne - z.B. durch entprechende Übungen wie du sie in folgendem link findest - musst mal gucken, was dir davon für dich gefällt.

    http://www.zeitblueten.com/news/3163/entspannungsuebungen/

    Oder ich gönne mir ab und zu einen Wellness-Tag - da kann man dann auch mal die Seele so ein bisschen baumeln lassen. Am besten mit Freunden zusammen. Auch wenn es zunächst wie ein Widerspruch klingen mag - gegen die Erschöpfung hilft Sport - wie Ausdauertraining und Laufen. Man wird dadurch einfach im Laufe der Zeit einfach belasstbarer - und den appetit regt es dann ja auch noch an.

    Das viele Grübeln - naja - man kann es oft ja auch nicht so richitg unter drücken - ist aber auch wieder etwas, das die Angst schürrt - insbesondere, wenn man sich Sorgen macht und dabei nur an die schlechten Dinge denkt. - Also! - weniger Grübeln! - Und da hilft einfach nur sinnvolle Ablenkung oder eben auch die Entspannungsübungen - man ist dann einfach zufriedener und denkt an angenehme Dinge, die man gerne mag. Und nette Gespräche mit Freunden verhelfen da natürlich auch bei.

    Also! - Lass der Angst in dir drin einfach nicht zuviel Spielraum - denke positiv - überwinde die Selbstzweifel und Bedenken - und spüre dann auch, wie es dir von Mal zu Mal leichter fällt diese nicht unkontrolliert zum Ausbruch kommen zu lassen. MfG EmoDoc

    Kommentar von AllwissendesEs AllwissendesEs

    Ja ich werde in Zukunft die Tipps berücksichtigen. Danke :)

  • 1
    Antwort von Doctores Doctores

    Eindeutig zu viel heiße Luft im Kopf !

    Mein Therapievorschlag:

    5000m Lauf 4x die Woche, 100 Liegestütze täglich

    ... dann haste auch wieder Appetit, und die Ängste wandeln sich in Selbstbewußtsein um !

    Viel Erfolg.

    Gruß D.

    Kommentar von nasenstrumpf nasenstrumpfnasenstrumpf

    da sage ich nur: oh schreck! das klingt nach absoluter selbstkasteiung und geht voll nach hinten los! das ist genau das rezept von essgestörten: kontrolle, kontrolle, kontrolle über mich selbst. appetit kommt da ganz sicher nicht mehr, denn den kontrolliere ich dann gleich mit...

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    Antwort von nasenstrumpf nasenstrumpf

    es ist schwierig und auch nicht gut, über schriftverkehr eine diagnose zu erstellen. um seelische probleme (und darum scheint es mir bei dir zu gehen, wobei ich immer auch möglich körperliche ursachen ausschließen würde durch eingehende medizinische untersuchungen!) zu verstehen, braucht es viel mehr informationen. aber es scheint mit so, dass dein "symptom" ausdruck von sehr starkem inneren druck und leid ist. ängte können dann z.b. entstehen als "bündel" von inneren spannungen. also, das mag merkwürdig klingen, aber ängste können ein selbstheilungsversuch sein, oder ein unbewusster versuch, das leid so gering wie möglich zu halten. nämlich: wenn ich überhaupt kein bild von meinen inneren konflikten haben, nur noch ein topf voller spannung bin, ist das unerträglich. dann schon lieber eine "konkrete" angst, dann weiß ich wenigstens, wovor ich angst habe. so erklärt man übrigens auch phobien. also, dass hinter der angst vor der spinne eine ganz andere angst steht. nicht zu wissen, wovor ich angst habe ist so unerträglich, dass die psyche sich hilft, indem sie sich ein "objekt" wählt, auf das dann die angst fokussiert wird. angst vor spinnen ist dann zwar immer noch unangenehm, aber denen kann ich dann ja wenigstens (meistens) ausweichen, habe also wieder einen handlungsspielraum und selbstwirksamkeit, was ich bei angst, die ich nicht benennen kann, nicht habe. deine angst und übelkeit könnte auch so eine funktion haben. das fühlt sich dann so an, als würde es nie wieder anders werden. aber ängste sind etwas, was man im gegenteil durch therapie sehr erfolgreich behandeln kann! mein rat also: suche therapeutische hilfe auf! dann verfestigt sich dein problem nicht und du kannst anders weiterleben...

    Kommentar von AllwissendesEs AllwissendesEs

    ja das ist wahr. vielen dank für diese verständnisvolle antwort :)

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    Antwort von Nic43 Nic43
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    Antwort von Nic43 Nic43

    Hallo,

    oft ist das Hormon Serotonin an den Symptomen beteiligt.

    Ein Besuch beim Psychiater wäre m.E. der beste Weg raus aus der Angst!

    Weitere Infos:

    http://angst-und-panik.de/

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