Ich bin mit dem Rezpt vom Arzt in die Apotheke, wie es ja seit einigen Jahren üblich ist, steht nur der Wirkstoff drauf. Die Auszubildende sucht mir das passende Medikament von Ratiopharm raus. Die Chefin guckt ihr über die Schulter, als sie das Medikament einscannt, und sagt, daß sie mir das Medikament nicht von Ratiopharm geben darf, sondern das gleiche von einer anderen Marke raussuchen soll. Mir ist das eigentlich egal, die Gebühr bleibt ja die gleiche. Das Medikament war allerdings von der Marke ausverkauft und müßte bestellt werden. Ich habe bei meiner Kasse nachgefragt, die sagen, daß von ihrer Seite jedes Fabrikat in Ordnung gewesen wäre. Warum macht/darf die Apotheke das?
Apotheke verkauft Wirkstoff (Rezept) nicht, weil es die falsche Marke ist?!?
Antworten (9)
-
4Antwort von
HalbwissenHalbwissen
Die Apotheke sind verpflichtet den Wirkstoff von dem Hersteller zu verkaufen, der einen entsprechenden Vertrag mit Deiner Kasse geschlossen. Es ist meist ein sehr günstiger Hersteller. Deine Kasse hat mit ratiopharm vermutlich keinen Vertrag bzgl. dieses Wirkstoffes. Daher sollst Du auf eine andere Marke warten. Soweit ich weiss, hättest Du aber auch ratiopharm bekommen dürfen, weil die andere Marke nicht vorrätig war.
-
1Antwort von
wallensteinwallenstein
Hallo Helga,
Ihre Frage lässt sich leider nicht pauschal beantworten, weil die Regelungswut des Gesetzgebers in den letzten Jahren dazu geführt hat, dass zum Teil groteske Situationen entstehen.
Ich versuch's mal so kurz wie möglich zu skizzieren:
Wenn der Arzt nur den Wirkstoff verordnet hat, muss die Apotheke grundsätzlich eines der drei günstigsten Präparate mit diesem Wirkstoff in dieser Stärke in der verordneten Menge abgeben.
Allein das kann schon zum Problem werden, denn es gibt Wirkstoffe, bei denen eine "N1" des einen Herstellers 10 Tabletten enthält und die "N1" eines anderen Herstellers 20 Tabletten.
Darüber hinaus muss die Apotheke auch noch Indikationen berücksichtigen - also die Krankheiten, für die ein Medikament zugelassen ist.
Schliesslich funken noch die Rabattverträge dazwischen, wo wir zwischen bundesweiten Verträgen und Regionalverträgen unterscheiden müssen.
Das hat für den Patienten den Nachteil, dass mitunter Zuzahlungen fällig werden, die ich als Apotheker dem Kunden gerne ersparen würde.
All das kann ich nur noch mit Hilfe meiner EDV (Updates alle 14 Tage) entscheiden ... und selbst dann gibt es Probleme, weil Hersteller und Krankenkassen häufig die Meldetermine für Änderungen versäumen.
Und wenn mir dann meine EDV ein Präparat ausgeworfen hat, ich dieses Präparat nicht vorrätig habe und weder vom Grosshandel noch von der Firma geliefert werden kann, haben wir das nächste Problem ... gebe ich nämlich eine Alternative ab, kann mir die nette Krankenkasse die Bezahlung verweigern.
Es ist vollkommen IRRE - Arzt & Apotheker werden unerträglich schikaniert, und letztlich ist der Patient der Leidtragende.
Was Sie als Patient tun können / sollten: Suchen Sie sich eine Apotheke, der Sie vertrauen. Dort wird Ihnen mit Sicherheit so weit und so schnell wie möglich geholfen, weil dort die Regelungen bekannt sind.
Ganz wichtig: Glauben Sie NICHT den Aussagen irgendwelcher Krankenkassenmitarbeiter. Die sind in aller Regel unzureichend über aktuelle Vorschriften informiert - das ist von den Sachbearbeitern am Schalter meist gar kein böser Wille. Und wenn dort irgendetwas behauptet wird, lassen Sie es sich bitte immer schriftlich geben. Wenn Ihnen das verweigert wird, wissen Sie, wer die Unwahrheit sagt ;-)
-
1Antwort von
RBMannheimRBMannheim
Solche Aussagen habe ich von Krankenkassen schon öfter gehört, um langen, sinnlosen Diskussionen aus dem Wege zu gehen! Ich glaube nicht, dass das immer stimmt, bzw. habe sogar schon gesehen, dass es nicht stimmt, als mir der Apotheker einen Blick auf seinen Bildschirm gestattet hatte!
-
-
1Antwort von
Maeuschen212000Maeuschen212000
das kann ich genau beantworten, weil ich in der Apotheke arbeite. Uns werden vorgeschrieben, welche Firma wir zu welcher Krankenkasse abgeben dürfen. Die Info deiner Krankenkasse war also falsch. Uns nerven diese vorschriften auch tierisch, können aber gesetzlich nichts dagegen machen! Welche Krankenkasse bist du? AOK z.B. haben die verträge mit den billigsten Firmen überhaupt und die haben oft Lieferprobleme. Wie gesagt, echt nervige Sache!
Kommentar von
Helga80Helga80 Danke für die Antwort, wenn das so ist werde ich noch mal mit denen sprechen. Bin bei der TKK, aber sonst immer bestens zufrieden, deswegen sollte man jetzt ja keine Welle starten. Kann auch verstehen, daß ihr davon genervt seid, schließlich war ich eben auch nicht die zufriedenste Kundin
-
1Antwort von
YsobelYsobel
soweit ich weiss, muss die Apotheke die günstigste Marke rausgeben. Aber ich kann mir nicht vorstellen, das wenn sonst nichts anderes vorhanden ist, nichts rausgegeben werden darf. Hast du denn nicht gefragt warum sie das macht?
Kommentar von
Helga80Helga80 Ja wegen dem angeblichen Vertrag mit meiner Krankenkasse und dem Hersteller. Dies wurde aber von der Kasse dementiert..ich war nur etwas ärgerlich, das Medukament ist für meinen Sohn, den hats schlimm erwischt, und ich will ihm natürlich schnell helfen. Ich bin dann einen Ort weitergefahren, in der Apotheke habe ich das Medikament dann von einem ganz anderen Hersteller bekommen, der vorher gar nicht im Gespräch war. Ich fand das schon alles ganz schön merkwürdig
Kommentar von
MarahMarah Das sieht ja schon ganz anders aus...Das hört sich wirklich mysteriös an...Mir wurde aber auch schon von einem Arzt gesagt, ich solle ein Medikament nur von einer bestimmten Firma nehmen, da es am besten wirkt??? Eigenartig!
Kommentar von
YsobelYsobel Die Medikamente wirken alle gleich. Der einzige Unterschied zwischen den Medikamenten kann die Umantelung der Tablette sein. Aber die wirkt sich ja nicht auf den Gesundheitszustand aus. Ich hätte mich auch geärgert Helga. Aber was will man machen? Hat die Apotheke halt einen Kunden weniger.
-
1Antwort von
gertrude2gertrude2
ist eine reine kostenfrage. ratiopharm ist auch nicht mehr der billigste generikahersteller. nur in so einem fall jagt man die kunden davon und das macht keinen sinn.
-
0Antwort von
HelmutRnHelmutRn
Da mußt Du Dich an Deine Krankenkasse wenden, die bestimmt, welche Marke Dir die Apothekerin verkaufen darf. Die Apotheke kann nichts dafür!!!
-
-
0Antwort von
MarahMarah
Naja...vielleicht ist der Inhaltsstoff der gleiche aber nicht die Beschaffenheit des Medikaments? Die werden sich schon was gedacht haben...Ich vertraue den Leuten bei sowas schon!
Kommentar von
gertrude2gertrude2 das darf nicht sein...die medikamente sind identisch mit dem original....natürlich hört man immer wieder, dass die nicht helfen, etc....alles quatsch.
Kommentar von
MarahMarah Das meinte ich nicht...aber ich habe schon bemerkt, dass einige Tablettenformen desselben Mittels etwas früher wirken als andere. Also tatsächlich eine Zeitverzögerung bei der Wirkung eintritt.
Kommentar von
gertrude2gertrude2 auch die hilfsstoffe sind identisch...jede normale tablette zersetzt sich innerhalb von 15minuten und da kann deine theorie nicht stimmen
Kommentar von
MarahMarah Ich bin doch nicht gaga! Kannst Du mir nicht einfach mal glauben? Warum das so sein könnte, weiß ich auch nicht...Aber das ist ja bei der Frage auch nicht mehr relevant...Ist aber wirklich so! Ich habe der Ärztin das auch gesagt und die hat mich auch mit ganz großen Augen angeguckt! Ich verstehe ja, dass das keinen Sinn macht aber es handelt sich um ein Medikament, welches ich seit Jahren einnehme...LG
Kommentar von
TippseTippse Ich konnte das auch feststellen Marah, keine Sorge, bist nicht gaga!
Kommentar von
wallensteinwallenstein @ gertrude2 Leider auch falsch. Selbst wenn Sie scheinbar identische Hilfsstoffe haben, kann es Ihnen passieren, dass die Präparate eine unterschiedliche Bioverfügbarkeit haben. Es würde zu weit führen, hier alle technologischen Aspekte zu erwähnen, aber denken Sie nur mal an die Tatsache, dass Tabletten mit unterschiedlichen Presskräften verpresst werden usw. ...
-
0Antwort von
Spawn666Spawn666
Vielleicht machen die mehr Gewinn wenn Sie die Noname Produkte per Rezept rausgeben für die Rezeptgebühr und die bekannten Produkten Rezeptfrei für den regülären Preis verkaufen.
Kommentar von
gertrude2gertrude2 genau, je weniger der einkaufspreis, desto höher der gewinn...da liegt die firma 1A ganz gut mit den preisen
Kommentar von
wallensteinwallenstein Diese "Antworten" verdienen es eigentlich, beanstandet zu werden !!!
Erstmal zur Preisgestaltung: Der Preis eines verschreibungspflichtigen Medikamentes errechnet sich GESETZLICH VORGESCHRIEBEN wie folgt: Herstellerabgabepreis + 3% (wegen Vorfinanzierung) + 8,10 Euro "Honoroar" abzüglich 2, 30 Euro Rabatt an die Krankenkasse. Daraus geht hervor, dass es dem Apotheker VÖLLIG egal ist, wie teuer ein verordnetes Medikament ist, denn die 3% reissen es nun wirklich nicht heraus.
Was Sie mit "noname per Rezept" und "die bekannten Produkten Rezeptfrei für den regulären Preis" meinen, ist Ihrem Kauderwelsch leider nicht zu entnehmen - es klingt aber ziemlich abstrus ...
Es wäre schön, wenn Sie mit Ihren Vermutungen künftig etwas vorsichtiger wären ... auf gute Fragen sollen hier schliesslich gute Antworten gegeben werden !!!
Du musst es wissen und grundsätzlich hast Du sicher recht, aber was ist, wenn auf dem angekreuzt ist, dass das Medikament wie verschrieben, gegeben werden soll/muss ?
Du meinst, dass "aut idem" angekreuzt ist? Dann hast du aber immer noch das Problem, dass wenn der Arzt den Wirkstoff aufgeschrieben hat, aber keinen Medikamentennamen, dir dieses Kreuzchen nix nützt...
dann müssen wir es auch so abgeben, wenn es angekreuzt ist. Ist es aber meistens nicht