Frage von Ferrum1, 153

AOK freche Betrug. Kann man was dagegen unternehmen?

Hallo zusammen,

ich bin ein ausländischer Student, 31 Jahre alt. Ich befinde mich gerade in Abschlussprüffungen Phase. Neulich habe ich ein Problem mit der AOK Krankenkasse bekommen. Also 10 Monate war ich nicht versichert und jetzt muss die Summe in Höhe von 1.650 rückwirkend zurückzahlen. Ich weiss dass das ein Pflicht ist in Deutschland versichert zu sein, deswegen war ich bereit diese Summe in Raten zurück zu bezahlen.

Nachdem ich meinen ziemlich bescheidenen monatlichen Einkommensnachweis (unter 700 euro) zu AOK schickte, haben wir eine monatliche Ratenzahlung in Summe von 60 Euro pro Monat vereinbart. Ich habe angefangen die Raten zu zahlen (Innerhalb von 2 Monate 120 Euro wurden für die AOK überwiesen)...und plötzlich eines Tages bekomme ich ein Anruf von der Krankenasse mit eine sehr seltsame Frage- Warum ich so eine kleine Ratensumme zahle?

Auf meine Argumentation, dass wir ja diese Summe vor Paar Monaten zusammen vereinbart hatten, bekam ich eine Antwort- "Wir haben mit Ihnen nichts unterschrieben und auch niemals telefoniert" Ich war schockiert. Ja, tatsächlich, wir haben es nur telefonisch besprochen und dokumentelle Beweise dafür habe ich leider nicht.

Also jetzt verlant AOK von mir 131 Euro Raten im Monat, was bei mir finanziell überhaupt nicht möglich ist. Also 60 Euro ist mein Maximum was ich bezahlen könnte. Auf meine Frage, warum sie sich so gewissenlos verhalten und nicht mir entgegen gehen....ich bin ja bereit zu zahlen, aber 131 Euro in meinen finanziellen Verhältnissen zu viel ist, antwortet meine Betreuerin- "Wir sind kein Bank, wir geben keine Kredite. Wir können Ihnen nur 131 Euro Raten pro Monat vorschlagen. Kein Zent weniger. Oder bezahlen Sie weiter Ihr 60 Euro (+ selbstverständlich monatlichen Betrag 171 Euro), aber in diesem Fall Ihre AOK Karte wird gesperrt.

Was kann ich in diese Situation tun? Ich fühle mich völlig betrogen und bedruckt. Bringt es überhaupt was wenn ich mich an Rechtsanwalt wende?

Danke schön im voraus.Sorry wegen mein primitives Deutsch :-)

Antwort
von implying, 103

es gibt eine verbraucherzentrale, wende dich doch mal dahin.

ich finde das auch ziemlich eigenwillig von der AOK wenn das so stimmt. vielleicht hatte derjenige, der mit dir die erste absprache getroffen hat auch garkeine befugnis das festzulegen, kann natürlich auch sein. aber wenn du nicht mehr zahlen kannst sollen sie doch froh sein, dass du überhaupt bereit bist zu zahlen. vermutlich haben sie nur angst, dass du bald im ausland bist und sie das geld nicht wiedersehen.

Kommentar von Ferrum1 ,

Hallo, danke für so eine schnelle Rückmeldung! Das war geneu dieselbe Ansprechpartnerin, nennen wir sie Frau Mustermann, mit die ich vor Paar Monate bie Ratenzahlung in Höhe von 60 euro vereinbart hatte. Und sie hat absolut kaltblutig mir gelogen, das wir früher nie telefoniert haben.

Kommentar von implying ,

hm, und wenn du einfach mal versuchst einen vorgesetzten dieser frau zu erreichen? und sei es nur ein abteilungsleiter oder sowas in der art. vielleicht sieht der die sache ja schon anders. vielleicht mal persönlich dahin gehn mit deinen unterlagen und schauen ob du an jemand freundlicheren gerätst. auf jedenfall mal mit jemand anderem reden - oder schreiben.

Antwort
von Weisefrau, 93

Hallo, nun du hast etwas daraus gelernt...du brauchst immer alles Schriftlich. Nun gehst du zu einer Schuldenberatung eines Öffendlichenträgers zB AWO. Du kannst aber auch zB zu einer Rechtsberatung gehen.

Die werden dir helfen und ein Schreiben aussetzen für dich. Darin wird der AOK klar gemacht das es so nicht geht.

Antwort
von eulig, 46

die Art und Weise der AOK ist natürlich nicht okay.

aber darauf will ich gar nicht eingehen.

Krankenkassen sind nicht verpflichtet Ratenzahlungen anzubieten. dies beruht auf Kulanz. diese Kulanz sieht, nicht nur bei der AOK vor, dass eine Rate in Relation zum Beitragsrückstand stehen muss. eine Ratenzahlung soll die ausstehende Forderung innerhalb von 6 Monaten abwickeln. in Ausnahmefällen können es auch mal 12 Monate sein. bei deiner Forderung wären das knapp 2 1/2 Jahre. das würde jede andere Kasse auch ablehnen.

Ratenzahlungen werden nur in schriftlicher Form vereinbart. man bekommt einen genauen Ratenzahlungsplan und muss diesen auch unterschreiben (Einverständniserklärung). Deutschland ist ein Land des Bürokratismus. hier geht nichts mündlich oder automatisch.

du solltest dich dennoch nicht abspeisen lassen und dich beschweren. am besten schriftlich. adressiere es an eine höhere Instanz wie z.B. Regionalleiter oder Vorstand. lege dar, was passiert ist (auch Namen nennen!) und bitte um Entgegenkommen bei der Ratenzahlung. gleichzeitig bittest du um Stundung der rückständigen Forderung bis alles geklärt ist. setze einen Termin bis wann du eine Nachricht haben möchtest. schlussendlich kannst du noch mit Anwalt, Presse etc. drohen.

Freiwillig Versicherte Studenten sind gern gesehene Kunden. am besten mit Kündigung drohen oder tatsächlich kündigen.

Kommentar von Ferrum1 ,

Danke für die Rückmeldung. Sehr wertvolle Information.

Antwort
von BigBen38, 59

Woher kommt der Rückstand? 
Hast Du Leistung bezogen und musstest davon die AOK selbst zahlen? 
Bist Du nebengewerblich Selbständig? 

Oder wie kommt es das Du Selbstzahler bist? 

Antwort
von dafee01, 69

Was heißt hier Betrug? Du hast gewußt, daß du dich versichern mußt und hast es nicht getan! Sei froh, daß du in Raten zahlen kannst! Meinst du, die Krankenkasse wartet ewig auf ihr Geld? Suche dir einen Nebenjob, damit du deine Schulden so schnell wie möglich bezahlen kannst!

Kommentar von Ferrum1 ,

Betrug nenn ich in diesem Fall, dass dieselbe Frau mit die ich Paar Monate vorher diese 60 Euro vereinbart habe, sagt jetzt dass sie mich zum ersten mal sieht (hört).

Kommentar von implying ,

naja, es kann aber niemand so eine rate willkürlich bestimmen. man muss nicht arbeit suchen um eine schuld zu tilgen, sondern die raten müssen am einkommen bemessen werden das vorliegt. wenn dies nicht ausreicht und die schuld nicht beglichen werden kann bleibt am ende nur insolvenz, und dann sieht die kasse garnichts vom geld. das sollte denen und jedem anderen unternehmen klar sein, das schulden eintreiben will. die bereitschaft zur tilgung hat er ja bereits bewiesen.

Antwort
von ThomasAral, 61

ich hätte mir das schon von anfang an nen anwalt genommen ... jetzt wirst nicht drum herumkommen. nimm dir nen anwalt oder zumindest erstmal kostenlose hilfe von irgendwelchen sozialorganisationen

Antwort
von biggie55, 70

Wenn du studierst,hast du doch eine studentische Krankenversicherung,

diese beträgt z.Z. 65,79€. + Pflegeversicherung.

Wie kommen sie auf einenBetrag von 171 Euro?

Kommentar von RudiRatlos67 ,

gilt nur bis zum. 25 lj.

Kommentar von biggie55 ,

Nein.

Mit dem 25. Geburtstag endet die Familienversicherung. Ab diesem
Zeitpunkt ist die Versicherung über die günstige studentische
Krankenversicherung bei der AOK möglich. Dies gilt bis zum Abschluss des
14. Fachsemesters - längstens bis Ende des Semesters, in dem das 30.
Lebensjahr vollendet wird. Unter bestimmten Voraussetzungen greift hier
eine Verlängerung.

Kommentar von Ferrum1 ,

bin über 30. Da hat man ganz andere Voraussetzungen.

Kommentar von biggie55 ,

>Unter bestimmten Voraussetzungen greift hier
eine Verlängerung.< erkundige dich nach den Möglichkeiten...

Antwort
von Nargisfan, 66

Da würde ich einen wechsel vorschlagen

Antwort
von gerolsteiner06, 46

nach meinem Wissen ist der studentische Beitrag der Pflichversicherung (KV + PV)  76,83 € und nicht 171 €

Wenn Du Dich an die Verbraucherberatung wendest, dann helfen die Dir. Die haben bestimmt Vergleichsfälle und wissen was man mit der AOK vereinbaren kann.

Die 61€ monatliche Nachzahlung halte ich für angemessen, aber das ist meine private Meinung.


Kommentar von Ferrum1 ,

Hallo, ich bin schon über 30 deswegen zahle ich wie ein freiwilliger Mitglied. Danke für die Antwort!

Kommentar von gerolsteiner06 ,

Dann wechsele gleich mal die KK und suche Dir eine raus die günstiger ist.

Kommentar von Hausi06 ,

Auch wenn er wechselt bringt es ihm nicht viel. Er muss den Rückstand zurückzahlen da ist es egal ob AOK TK DAK BKK oder wie die alle heißen. Dann muss er bei der anderen KK es zurückzahlen.

Kommentar von gerolsteiner06 ,

das ist klar, aber die neuen 171 € kann er ggf. etwas reduzieren

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