Anzeige wegen übler Nachrede? Vermieter?

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6 Antworten

Nix sorry. Die Frage ist echt gut. Auch in der Länge.

Teile ihm schriftlich mit, dass Dein Mann weiterhin Mitmieter ist und bleiben wird und sich insofern für ihn nichts ändert.

Bitte ihn dann dringend darum, vor weiteren Beschimpfungen und Verunglimpfungen Abstand zu nehmen. Teile ihm mit, dass Du weder in Insolvenz bist, noch dass es sonst Gründe gibt, zu glauben, dass Du Miete jetzt und in Zukunft nicht bezahlen kannst.

Bitte ihn dringend, Gerüchten, die irgend jemand über Dich in Umlauf bringt, weiter zu verbreiten, um damit ganz bewußt Dich und Deine Familie in Verruf zu bringen.

Schreibe ihm abschließend ruhig, dass Du Dich nicht scheuen wirst, ihn wegen übler Nachrede anzuzeigen, falls er Dich noch einmal auf diese Weise bedroht oder wenn Dir zu Ohren kommt, was er über Dich anderen erzählt hat.

Erinnere ihn daran, dass ein Mietverhältnis immer auch ein Vertrauensverhältnis ist und dass alle Vorgänge, die das Mietverhältnis betreffen, nur die jeweiligen Vertragspartner etwas angehen. Alles andere wäre Geheimnisverrat.

Mit einem solchen Brief könntest Du entweder bewirken, dass er fortan vorsichtiger wird und Du würdest dokumentieren, dass Dinge vorgefallen sind, die Du nicht auf Dir sitzen lassen willst. Schließlich könnte auch eine Reaktion darin bestehen, dass er sich provoziert fühlt, Dich erst recht durch den Kakao zu ziehen, was Dir wiederum helfen würde, wenn Du oder Deine Anwältin tatsächlich Anzeige erstattet.

Nach Rückkehr Deiner Anwältin aus dem Urlaub erzählst Du ihr, was vorgefallen ist und zeigst ihr den Brief. Sag ihr, dass Du Dich veranlasst gefühlt hast, sofort zu reagieren.

Außerdem: Du hast Dich einigermaßen im Guten von Deinem Mann getrennt? Dann bitte ihn doch mal, mit dem Vermieter Kontakt aufzunehmen, um ihn zu bitten, dass er Dich und Deine Familie - es geht auch um den Ruf seiner Kinder - in Ruhe lassen soll. Schließlich ist er immer noch Mietvertragspartner und sollte auch Interesse daran haben, dass die Sache nicht noch weiter eskaliert.

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Kommentar von Rumba1912
30.08.2016, 14:51

Hallo und vielen Dank für die ausführliche Antwort. So werde ich es wohl machen.. Was meinen Mann angeht: der Vermieter hat ihm ebenfalls geschrieben, dass ich mich um absolut nichts kümmern würde und er doch bitte eindringlich auf mich einwirken soll, das ich möglichst schnell eine neue Wohnung suchen soll.. Mein Mann hat leider nicht die "Eier in der Hose" etwas dagegen zu unternehmen. Deshalb bin ich in dieser Sache wohl auf mich alleine gestellt..

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Da Du sowieso schon eine Anwältin eingeschaltet hast, kann Dir diese auch dabei weiterhelfen. ( Unterlassungserklärung )

Fertige ein Gedächtnisprotokoll, in dem Du alles niederschreibt, was, wann , wo, zu wem gesagt wurde. Nur so kann auch Deine Anwältin einen Einblick gewinnen, zusätzlich zu den ihr bis dato zugegangenen Briefen des Vermieters.

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Also wenn er wirklich die Unwahrheit erzählt, würde ich ihn schon anzeigen. Wie die Anzeige ohne Beweise dann weiterverläuft ist eine andere Sache aber so ein Verhalten würde ich mir von meinem Vermieter nicht bieten lassen.

Da du aber sowiso eine Anwältin hast, würde ich ihr den Fall nochmals schildern.

Alles Gute für euch !

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Wenn Dein Mann noch mit ihm Mietvertrag steht haftet ihr ohnehin gesamtschuldnerisch. Er kann sich also von ihm das Geld holen falls Du die Miete nicht zahlen solltest.

Ich könnte mir jedoch vorstellen, dass Dein Mann gerne raus aus dem Mietvertrag möchte.

Darauf muss der Vermieter sich jedoch nicht einlassen. Er kann in dem Fall darauf bestehen dass er entweder im Mietvertrag bleibt - also weiterhin auch haftbar gemacht werden kann oder dass ihr gemeinsam den Mietvertrag kündigt und alle auszieht.

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Kommentar von Rumba1912
29.08.2016, 16:24

Ja er steht noch mit im Mietvertrag und der Vermieter lässt sich auch nicht darauf ein ihn raus zu nehmen. Das ist auch an sich kein Problem; da mein Mann und ich uns eigentlich im Guten getrennt haben. Mir geht es vor allem um diese dreisten Gerüchte die er nun verbreitet, da wir hier echt in einem kleinen Dorf leben und wirklich jeder jeden kennt.

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Das ist eine Frage, die Sie Ihrer Anwältin stellen sollten, die da sicherlich etwas mehr im Thema ist, als wir!?!

Vielleicht bietet sich sowas wie eine strafbewährte Unterlassungserklärung an, falls Sie brauchbare Zeugen für die angeblichen Aussagen des Vermieters gegenüber Dritten haben?


Im Übrigen sind die Vorhalte des Vermieters genauso unbegründet wie seine Kündigung.

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Kommentar von Rumba1912
29.08.2016, 16:38

Meine Anwältin werde ich fragen, die ist allerdings zur zeit im Urlaub. Aber vielleicht findet man auf diesem Wege ja jemanden, der so eine ähnliche Situation schon erlebt hat.

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naja so wie ich es lese hast du ja keine konkreten beweise für seine üble nachrede.

Da du aber ja sowieso schon einen Anwalt hast, würde ich bei dem mal nachfragen, der kann dies sicher eher beurteilen und allfällige Tipps geben.

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Kommentar von Rumba1912
29.08.2016, 16:21

Ja werde meine Anwältin auf jeden Fall fragen, die ist allerdings die Nächsten 2 Wochen im Urlaub. Naja konkrete Beweise nicht direkt; allerdings ja einige Schreiben seinerseits an meine Anwältin in denen er diese Dinge ja ebenfalls behauptet

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Kommentar von bea17
29.08.2016, 17:20

Das sind doch Beweise wenn er Briefe schreibt oder? Berate dich da am besten mit deiner Anwältin. Die wissen sowas am besten

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