Anzeige wegen Körperverletzung an Security (unbewusst/keine Erinnerung)?

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6 Antworten

Du mußt als Beschuldigter keine Angaben zur Sache machen. Das solltest Du vor allem dann auch nicht tun, wenn Du Dich nicht mehr so recht daran erinnern kannst. Als jemand der noch nie mit der Polizei zu tun hatte ist es besser man schweigt zu der Sache. Die Wahrscheinlichkeit daß man sich weiter reinreitet ist sehr hoch.

Den Ratschlag der hier zwangsläufig kommen mußte sich einen Anwalt zu nehmen solltest Du nicht ernsthaft in Erwägung ziehen. Es wird nämlich hier immer vergessen daß das Anwaltshonorar in Strafsachen bei 500 Eronen anfängt. Das kann schon mehr sein als am Ende an Strafe dabei herauskommt.

Kleine Prognose. Da es keine ernsthaften Verletzungen gegeben hat und Du keinerlei Vorstrafen hast wird es einen Strafbefehl geben der unter 90 Tagessätzen liegen wird. Im günstigsten Fall eine Einstellung gegen Geldauflage.

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Kommentar von MaBav1900
14.10.2016, 10:32

Ja danke für die schnelle Antwort. Das mit dem Anwalt stimmt leider wirklich Problem ist nur das ich befürchte, dass dann einfach dem Kläger geglaubt wird... würde mich auch gerne einfach persönlich entschuldigen allerdings weiß ich nicht wer der Kläger ist von daher erübrigt sich das leider....

Freunde meinen ich soll eine Gegenanzeige machen, da ich sowohl an Ellenbogen als auch an der Hand eine große Schürfung hatte und an der Schulter ein blauer Fleck. Die meisten Wunden sind allerdings nicht mehr sichtbar und möchte eigentlich auch nicht so ein Riesen Fass aufmachen.

Meinst du das bringt was oder schieße ich mir damit eher ein Eigentor?😬

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Kommentar von MaBav1900
14.10.2016, 11:26

Und noch eine Frage zur Geldstrafe. Ich bin wie erwähnt Student und habe aktuell kein eigenes Einkommen. Wie wird dann ein eventueller Tagessatz berechnet gibt es dann eine Mindesttagessatz oder wird das Gehalt der Eltern berechnet? Und wie denkst du ist allgemein die Chance auf Freispruch? Weil es tut mir zwar leid aber eine Verurteilung wegen Körperverletzung sehe ich nicht ein, da ich mich 1. nicht drann erinnern kann 2. keiner den ich kenne ein aggressives Verhalten meiner Seits erkannt hat und ich ihm auf keinen Fall bewusst in den Bauch geschlagen oder getreten habe 3. ich selbst Verletzungen davon getragen habe.  Wenn es berechtigt ist und wir uns alle täuschen stehe ich selbstverständlich zu meiner Tat allerdings kann ich mir in keinster weiße vorstellen, dass ich einen Menschen mutwillig und schwerwiegend verletzt habe...

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Vielen Dank für die hilfreichen Tipps hatte echt Angst das ich nur blöde Antworten bekommen und als Alkoholiker oder Schläger tituliert werde.Weil ich geh zwar gerne mal weg und trinke auch gelegentlich was, dass lässt sich als Student aber auch nicht ganz vermeiden 😅hatte auch nie Probleme weder Alkoholisiert noch nüchtern,bin sonst eher der Schlichter.Ich hab mal eine vorläufige Stellungnahme geschrieben die sprachlich noch nicht perfekt ist, allerdings wäre ich froh wenn mal jemand Inhaltlich drüber gucken würde:

Zu dem Tatvorhergang kann ich lediglich folgende Aussage treffen:
Ich kann mich leider Alkoholbedingt nicht mehr an den gesamten Abend erinnern. Was ich noch weiß ist, dass mir nach verlassen des Veranstaltungsgeländes ein wiedereinlass zwecks Trunkenheit verwehr wurde. Als ich bei einer sich bietenden Gelegenheit erneut versuchte das Gelände zu betreten hat mich das Mitglied des Security-Teams für mich überraschend und in ausgesprochener härte zu Boden gerissen. Darüber war ich sehr irritiert weil ich so etwas noch nie erlebt habe. Ob der Kläger bei diesem Vorgang eine Verletzung davon getragen hat kann ich nicht beurteilen. Ausgehend der Anklageschrift ist diese Verletzung von mir allerdings in keinster weiße absichtlich oder bewusst hervorgerufen worden. Dies können auch einige Beobachter bezeugen u.a. (3-4 Namen).
Der Verlauf des Abends sowie meine Uneinsichtigkeit nach dem verwehr des Wiedereinlasses bereue ich zutiefst und eine mögliche unabsichtliche Verletzung meinerseits tut mir ebenfalls sehr leid.
Eine sich bietende Möglichkeit zur persönlichen Aussprache würde ich gerne nutzen.

Danke schon mal im Voraus 

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am besten die Wahrheit erzählen; du hast da wegen dem Alk keine allzu große Erinnerung

könnte auch auf eine Gegenanzeige wegen Körperverletzung hinauslaufen; keine Verhältnismäßigkeit; 

der Security hat dich gleich gepackt und zu Boden gebracht; es hätte noch andere Alternativen gegeben.

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Kommentar von MaBav1900
14.10.2016, 10:36

Das stimmt. War sein erster Einsatz wurde mir im Nachhinein erzählt er hat wohl wirklich überreagiert... war nicht aggressiv nur uneinsichtig da mir die Veranstaltung sehr wichtig war und ich nicht akzeptieren wollte, dass der Abend schon nach kurzer Zeit wieder für mich beendet war. Dies zudem ohne konkreten Vorfall. Meinst du die Anzeige bringt noch etwas? Ist ja auch schon länger her und ich weiß leider nicht mal den Namen...

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Meines Wissens nach gilt wenn man alkoholisiert ist dann handelt man "fahrlässig" und dürfte auch dementsprechend bestraft werden. Kommt natürlich aber auch darauf an wie oft man alkoholisiert auffällt usw. aber bei dir scheint das ja nicht mehr Fall zu sein.

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Kommentar von Messkreisfehler
14.10.2016, 08:16

Das ist so nicht korrekt.

Alkohleinfluss kann sogar strafverschärfend sein,

ab einem gewissen Promillewert kann auch von vermilderter Schuld ausgegangen werden, da hier kein Alkoholtest gemacht wurde, wird er jedoch nicht beweisen können dass er so stark alkoholisiert war.

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Kommentar von MaBav1900
14.10.2016, 10:40

Ja deshalb bin ich mir auch unsicher ob ich das überhaupt so nennen soll. Also sagen ich kann mich an nichts erinnern u.s.w oder ob ich die Brocken die ich noch weiß zusammen mit den Aussagen meiner Freunde nehmen soll und anhand dessen die Stellungnahme schreiben soll.

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Bitte zeitnah einen Anwalt konsultieren und bis dahin nicht auf das Schreiben reagieren. Der Anwalt wird dann das weitere Vorgehen empfehlen.

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Naja, was soll man da schon für einen Rat geben ausser das Du dir am besten einen guten Strafverteidiger suchen solltest der die Sache dann übernimmt.

In einem solchen Fall würde ich ohne Anwalt definitiv gar keine Angaben zum Tatgeschehen  machen.

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