Anzeige wegen Betrug. Vorgehensweise?

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3 Antworten

Keine Rechtsberatung, nur meine Meinung:

Voraussetzung für Betrug ist der Vorsatz - den muss man dir erst mal nachweisen.

Wie hast du den Käufer kontaktiert, um ihm zu sagen, er brauche nicht zu zahlen? Wenn das z.B. via Email war und daraus hervorgeht, dass du sie geschickt hast bevor das Geld auf deinem Konto war (und du demnach auch nicht wissen konntest, dass es schon unterwegs war), hast du den Nachweis, dass du keine betrügerischen Absichten hattest.

Auch dass ohne weiteres Nachfragen Anzeige erstattet wurde, erscheint mir etwas übereilt.

Ich würde alles so schildern, wie du es hier geschildert hast, ich denke, dann stehen deine Chancen nicht so schlecht, dass sich alles in Wohlgefallen auflösen wird. Zumindest Betrug wird dir kaum nachgewiesen werden können.

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Kommentar von unins000
08.08.2016, 21:30

Wir haben über die Applikation "WhatsApp" kommuniziert und als ich ihm geschrieben habe, er solle das Geld nicht überweisen, da ich es bereits anderweitig verkauft habe, schrieb er, dass das Geld bereits unterwegs ist. Es war aber (noch) nicht auf meinem Konto.

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Dumm gelaufen würde ich das nennen. Wenn der Linzer seine Anzeige nicht zurückzieht, geht das ganze vor Gericht. Da der § 263 StGB 

(Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, daß er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.)

allerdings bei "Betrug" von einer absichtlichen Tat ausgeht, brauchst du dir keinen (großen) Kopf machen, kleine Geldstrafe vielleicht. 

Ich muss aber dazu sagen, ich bin (noch) kein Jurist. Kann nur als Laie sprechen. Dir trotzdem viel Glück.

Liebe Grüße Huberhorn

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Das ist astreiner Betrug. Versehen gibt es da nicht. Denn Unwissenheit oder vergessen schützt vor Strafe nicht.

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Kommentar von Huberhorn2
08.08.2016, 21:26

Das ist richtig, aber der Richter hat einen recht großen Ermessensspielraum im Bezug auf die Strafe.

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Kommentar von gfntom
08.08.2016, 21:33

Blödsinn! Betrug setzt Vorsatz voraus, der ist hier nicht gegeben und wird auch nicht nachgewiesen werden können.

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