Frage von Unnutzer, 52

Anzeichen für Traum?

Die Fragestellung markt verwirrend klingen, also schildere ich sie mal genauer:

Heute Nacht hatte ich einen Traum, in dessen Verlauf ich bei mehreren Handys versuchte eine Nummer einzugeben. Dabei war sowohl ein Tastenhandy als auch 2 Smartphones dabei. Allerdings wurde meistens (nicht immer) die Eingabe nicht richtig registriert, wenn ich die 2 drückte, wurde zum Beispiel eine 5 auf dem Display angezeigt. Am schlimmsten war es mit der 0, dort wurden teilweise zweistellige Zahlen oder Symbole angezeigt. Nun beschäftige ich mich mit Klarträumen und wundere mich; Ist das nun, ähnlich wie eine irrationale Uhrzeit (z.B. 42:78 Uhr) oder eine variable Anzahl an Fingern ein Zeichen dafür, dass man träumt?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Andrastor, 16

Das liegt daran dass wir mit unserer rechten Gehirnhälfte träumen, jedoch die linke für das Verständnis von Zahlen und Buchstaben verantwortlich ist.

Also können wir (im Normalfall) in unseren Träumen weder Zahlen noch Buchstaben korrekt erkennen, eingeben, sehen oder lesen.

Kommentar von Unnutzer ,

Das klingt in der Tat logisch, danke. ;)

Ist die linke Gehirnhälfte dann komplett inaktiv oder nur mit geringer Intensität arbeitend?

Kommentar von Andrastor ,

nur gering, sehr gering, soweit ich weiß. Früher ging man davon aus, dass die Träume ausschließlich der rechten Gehirnhälfte entstammen würden, heute geht man von der Theorie etwas zurück und spricht auch der linken Gehirnhälfte eingeschränkte Funktionen zu.

So zum Beispiel die richtige Verwendung von Gegenständen oder Umgebung im Traum und den Einfluss von Erinnerungen. Wenn du im Traum in einem Auto fährst, ist die linke Gehirnhälfte dafür verantwortlich dass du im Traum weißt das man mit Autos fahren kann und sie zum Beispiel kein Lebensmittel sind.

Aber Zahlen und Buchstaben sind zu komplex und können deshalb nicht korrekt dargestellt werden.

Kommentar von Unnutzer ,

Das Tastenfeld war jedenfalls korrekt angeordnet, das weiß ich noch sehr genau. Eine geringe Aktivität müsste also vorhanden gewesen sein..

Kommentar von Andrastor ,

Ja. In diesem Fall wieder die Erinnerung wie ein Telefon aussieht und was man damit macht.

Kommentar von Unnutzer ,

Auch wieder logisch!

Kommentar von Andrastor ,

danke für das Sternchen :)

Antwort
von daCypher, 23

Ja, das kannst du zumindest als Hinweis nehmen. Ich würde aber trotzdem noch andere Checks machen, um sicher zu sein (z.B. Mund und Nase zu halten und trotzdem atmen). Nicht dass du sonst noch irgendwas blödes im echten Leben anstellst.

Kommentar von Unnutzer ,

Bisher hatte ich es nie geschafft, irgendwelche Reality-Checks im Traum durchzuführen... :I

Kommentar von daCypher ,

Ja, am Anfang ist das schwierig, weil du entweder erst im Nachhinein merkst, dass die Dinge im Traum unlogisch sind oder weil du plötzlich so aufgeregt bist, dass du sofort aufwachst.

Einfach weiter üben. Irgendwann geht es. Am besten auch Traumtagebuch führen, dann kannst du dich nach einer Weile besser an deine Träume erinnern.

Kommentar von Unnutzer ,

Ein Traumtagebuch führe ich bereits seit 5 Monaten, das hat schon sehr gut geholfen. Im Traum selbst war mir allerdings einiges bewusst (der richtige Wochentag und die Tatsache, dass ich zu jener Zeit nicht an jenem Ort hätte sein sollen) sowie ein unlogisches Handeln von einer Person. Auch die Sache mit den Nummern kam mir komisch vor, aber ich ging im Traum wohl von einem technischen Problem aus...

Antwort
von nowka20, 3

Da hilft nur Erkenntnis

---Wer Erkenntnisse auf diesem Gebiete hat, der weiß, daß typische unterbewußte Seelenvorgänge bei den verschiedensten Menschen sich in die verschiedensten Lebensreminiszenzen einkleiden und daß es nicht auf den Inhalt des Traumes ankommt.

---Man kommt nur darauf, was da eigentlich zugrunde liegt, wenn man sich darin schult, von dem Inhalt des Traumes ganz abzusehen, wenn man sich darin schult, ich möchte sagen, die innere Dramatik des Traumes ins Auge zu fassen: ob der Traum davon ausgeht, in einer gewissen Traumvorstellung zuerst eine Grundlage zu legen, dann eine Spannung zu schaffen und einen Ablauf, oder ob eine andere Folge da ist, ob zuerst eine Spannung und dann eine Auflösung da ist.

---Es bedarf einer großen Vorbereitung, den Ablauf des Traumes in seiner Dramatik, ganz abgesehen von dem Inhalt der Bilder, ins Auge zu fassen. Wer Träume verstehen will, muß in der Lage sein, etwas auszuführen gegenüber dem Traume, das gleich käme dem, wenn man ein Drama vor sich hat und sich für die Bilder nur insoferne interessiert, als man dahinter den Dichter ins Auge faßt, in dem, was er auf- und abwogend erlebt.

---Erst wenn man aufhört, den Traum durch eine abstrakte symbolische Ausdeutung der Bilderwelt ergreifen zu wollen, erst wenn man in die Lage kommt, sich einzuleben in die innere Dramatik des Traumes, in den inneren Zusammenhang, abgesehen von der Symbolik, von dem Inhalte der Bilder, erst dann merkt man, in welchem Verhältnisse die Seele zu dem steht, was geistige Umwelt ist. Denn diese kann nicht durch die Traumbilder gesehen werden, in die derjenige, der kein imaginatives Schauen hat, durch die abnormen Verhältnisse des Schlafes das Wirkliche kleidet, sondern nur durch das imaginative Bewußtsein.

---Was sich abspielt jenseits der Traumbilder als Traumdramatik, das ist nur durch das imaginative Bewußtsein zu erkennen.
(Steiner: GA 73 Seite 187f)

Kommentar von Unnutzer ,

Ich muss zugeben, dass ich fast nichts davon verstehe. An eine Seele glaube ich jedenfalls nicht. Und auch sonst bin ich ein sehr rationaler und nicht emotionaler Mensch...

Kommentar von nowka20 ,

hier eine vereinfachung:

---Dasjenige, was der Mensch für das gewöhnliche Bewußtsein von der äußeren Welt sieht, das ist ja nur die äußere Offenbarung. Das ist eigentlich eine große Illusion. Denn hinter alledem steckt erst die geistige Wirklichkeit, die darinnen tätig ist.

---Und im Grunde genommen taucht der Mensch, indem er träumt, in diese geistige Wirklichkeit ein, aber noch nicht voll vorbereitet dazu, so daß ihm dasjenige, was ihm in der geistigen Welt entgegenkommt, durcheinanderwirbelt, daß es ihm ungeordnet erscheint.

---Und wir haben zunächst vorzugsweise die Aufgabe, zu erkennen, warum der Mensch mit dem Traume in eine gegenüber der natürlichen Welt so ungeordnete, so chaotische Welt hineinkommt.

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