Anwenden der Lewis-Formel?

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1 Antwort

Es geht einfacher, wenn du dir anschaust, wie viel Bindungen ein Atom eingehen kann. 

Am Beispiel NO2:

Stickstoff geht insgesamt 3 Bindungen ein, hat aber zusätzlich ein freies Elektronenpaar, was ich nicht ignorieren würde (damit man auf die Oktettregel kommt). Sauerstoff geht gerne Doppelbindungen ein. D.h. aber, dass eins der beiden nur eine Einfachbindung eingeht und somit eine Ladung trägt, weil dieses Sauerstoff ein Elektron zu viel hat! Diese zusätzliche Elektron muss ja irgendwo herkommen. Das stammt von dem freien Elektronenpaar des Stickstoffs, was somit die Gegenladung (+) erhält. 

Dieses Molekül kann nur vorkommen, weil es Mesomerie-stabilisiert ist. Auch das andere Sauerstoff kann die negative Ladung tragen, und somit "springt" sie die ganze Zeit hin und her.

Das gleiche ist auch bei den anderen. Bei SO4 kann der Schwefel 6 Bindungen eingehen. Zu zwei Sauerstoffatomen eine Doppelbindung, zu den anderen zwei jeweils eine Einfachbindung (sind zusammen 6). Dabei erhalten diese zwei Sauerstoffatome eine negative Ladung. Diesmal stammt das zusätzliche Elektron aber nicht von einem Bestandteil des SO4, sondern von Wasserstoff, das eigentlich die zweite Bindung des einfach-gebundenen Sauerstoffs bildete (H2SO4 ist Schwefelsäure, die in wässriger Lösung zu SO4 (2-) protoniert). Das Gegenion ist hier H+, befindet sich also nicht (wie bei NO2) im gleichen Molekül.

Du machst eigentlich gar nichts falsch. Nur dein Schema ist nicht allgemein gültig. Bei zusammengesetzten Ionen würde ich so nicht vorgehen. Eigentlich ist da Auswendiglernen die Methode der Wahl. Irgendwann hat man ein Gefühl dafür. Übung macht den Meister! :-)

LG

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Kommentar von xy121
03.02.2016, 13:04

ok danke! Und genau dass ist das was ich an der Chemie nicht mag :/

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