Frage von Langehosen, 138

Anwaltskosten für volljährige aber unterhaltsfordernde Tochter?

Meine 19 jährige Tochter (in der Ausbildung) hat von ihrem Vater unterhalt verlangt ,was dieser erst nicht zahlen wollte. Vom Familienanwalt wurde gesagt sie müsse sich eine eigene Anwalt nehmen da sie Volljährig ist und ihr Unterhalt zustehen würde. Gesagt getan .Es wurde Prozesskostenhilfe beantragt. Zu einem Prozess kam es aber nicht da sich die Parteien aussergerichtlich geeinigt haben. Jetzt will die Anwältin 600 Euro von meiner Tochter haben weil es das Rechtsanwaltsvergütungsgesetzt so vorsieht. Meine Tochter aber verdient gerade mal etwas über 300Euro, bekommt 125Euro unterhalt vom Vater die aber schon für die Zugfahrkarte drauf gehen. Von anfallenden Kosten wurde meine Tochter von der Anwältin vorher nicht informiert. Es wurde Ratezahlung angeboten. Meine Frage : Sind die Kosten gerechtfertigt

Antwort
von OnkelSchorsch, 96

Ja, hier wäre Beratungshilfe eine gute Idee gewesen. Dass seitens des RAs nicht darauf hingewiesen wurde, wirft ein sehr schlechtes Bild auf diese Vertreterin ihres Standes, der wohl ihr eigenes Geld wichtiger zu sein scheint als die Interessen ihrer Mandantschaft.

Für solche Fälle gibt es die Möglichkeit, die zuständige Anwaltskammer über den Vorgang zu unterrichten, die dann eventuell tätig wird und Maßnahmen gegen die Rechtsanwältin einleiten könnte. Dabei ginge es dann aber nicht um euer Geld, sondern ums öffentliche Interesse. Dennoch würde ich anraten, die Anwaltskammer einzuschalten.

Antwort
von TimmyEF, 90

Es geht da um den Streitwert. Daraus ergibt sich die Gebühr die in der BRAGO verankert sind. Habt Ihr denn keine Beratungshilfe beantragt? (Machen die Anwälte doch automatisch wenn kein Geld da ist...)

Kommentar von Langehosen ,

Die Beratungshilfe wurde von der Anwältin beantragt, da dies aber nicht Fristgerecht geschah, wurde diese abgelehnt und die Anwältin sagte dass wir dieses auch so hinbekommen würden.

Kommentar von truxumuxi ,

Nee das bekommt man so nicht hin. Ich würde die Anwaltskammer informieren. So geht das nämlich nicht. Das zahlt die Anwältin dann sauber aus eigener Tasche bei so einer schlechten Beratung. und das bei einer mehr als mittellosen MAndantin. Nee so funktioniert das nicht. Ich würde auch mal zum Amtsgericht gehen und da nachfragen. Die informieren einen auch.

Kommentar von TimmyEF ,

geb ich Dir zu hundert % Recht

Antwort
von Ilyana, 80

Mal blöd gefragt, den Anwalt hat sie angefordert über einen Antrag auf Beratungshilfe? Den hätte sie ja mit 300 Euro Einkommen auf jeden Fall bewilligt bekommen. Da bezahlt man nämlich erstmal nix für einen Anwalt. Darum versteh ich nicht, warum sie jetzt 600 Euro zahlen soll. Dazu muss man nichtmal Gerichtskostenbeihilfe beantragen, erst wird doch sowieso immer versucht es außergerichtlich zu klären.

Ansonsten, wenn sie diesen Schritt übersprungne hat und sich einfach einen Anwalt genommen hat, kann die Anwältin natürlich das Geld fordern. Vermute sie wird sich auf Ratenzahlung einlassen, anders wird es wohl nicht gehen.

Antwort
von truxumuxi, 73

Wenn Prozesskostenhilfe beantragt wurde sind alle Kosten gedeckt. Hat Ihre Tochter einen Antrag ausgefüllt und unterschrieben und beim zuständigen Amtsgericht eingereicht ? Wurde die Prozesskostenilfe bewilligt ? Dazu müsste ihre Tochter ein Schreiben bekommen haben. Bitte genau nachfragen. Prozesskostenhilfe gibts nur bei einem Prozess, d.h. ihre Tochter erhält die Beratungshilfe und auch darüber sind die Kosten gedeckt. auf keinen Fall die Kosten anerkennen. Erst mal klären ! Und ggf. nachträglich die Beratungsshilfe beantragen. Möglicheweise hat die Anwältin das vergessen oder will einfach mehr Geld als ihr zusteht. 

Antwort
von User1998, 61

Da hat die Tochter wohl nicht aufgepasst. Jetzt muss sie die Kosten für ihren Anwalt zahlen, denn es ist ja erst gar nicht zu einem Prozess gekommen. Deshalb greift auch die Prozesskostenhilfe nicht, wie der Name doch sagt. Die PKH übernimmt erst dann die Kosten, wenn es auch zu einem Prozess gekommen ist. Die Tochter hätte sich keinesfalls auf einen außergerichtlichen Vergleich einlassen dürfen.

Wenn man PKH beantragt, sollte man sowas wissen. Sie hat doch bestimmt Zeit genug gehabt, sich darüber zu informieren. Wenn man volljährig ist, sollte man nicht nur seine Rechte, sondern auch seine Pflichten kennen. 

By the way: Sie hatte offensichtlich auch einen Schei* Anwalt.

Kommentar von truxumuxi ,

Das stimmt so nicht, weil es nämlich Beratungshile und Prozesskostenhilfe gibt. Dannhat die Anwältin geschlafen und ihre mittellose Mandantin schlecht beraten. Die Beratungshilfe kann man nachträglich beantragen. Es ist sowieso schon eine Frechheit, wenn das alles nicht vorher sauber geklärt und schriftlich auf dem Tisch liegt. Die Frage ist wer hier geschlafen hat und übervorteilt wurde. 

Antwort
von Kreidler51, 64

Ja bei einem Vergleich ist dass so denn  die Prozesskostenhilfe kommt nur zum tragen wenn es zu einem Prozess kommt.

Kommentar von truxumuxi ,

OMG wie oft denn noch. Es gibt die Beratungshilfe und da hat die Anwältin wohl geschlafen. Nachträglich beantragen und nicht zahlen. So geht das nämlich nicht.

Kommentar von EstherNele ,

Das mit der nachträglichen Beantragung glaube ich nicht.

Wir sind vergangenes Jahr vom Anwalt, bei dem wir lediglich erst mal angefragt haben, ob er das Mandat annehmen würde, darauf hingewiesen worden, dass wir bitte beim Antrag auf Beratungshilfe eine eventuelle Frage nach Kontakt zu einem Anwalt verneinen sollen, sonst würde diese Hilfe nicht gewährt werden.

Kommentar von truxumuxi ,

Das ist Blödsinn, der Anwalt will halt verdienen ! Das weiß ich sehr sicher.

Antwort
von claudialeitert, 71

Ihr Anwalt wird doch von der Prozesskostenbeihilfe bezahlt. Sie hat ja nicht viel Einkommen.

Kommentar von claudialeitert ,

achne wurde ja nicht vor Gericht geklärt

Antwort
von TreudoofeTomate, 65

Ja. Sie kann eine Ratenzahlung vereinbaren.

Kommentar von truxumuxi ,

Niemals. Sie sollte nicht zahlen. Beschwerde bei der Anwaltskammer oder nachträglich Berastungshilfe vereinbaren, da hier die Anwältinihre 19jährige Mandantin wohl schlecht informiert hat.

Antwort
von danitom, 60

Es wird wohl so sein. Ihr hättet mal vorher fragen sollen, was die Angelegenheit kostet.

Kommentar von truxumuxi ,

Ach was Die Anwältin hätte mal alles fristgerecht beantragen sollen und ihre mittellose Mandatnin richtig informieren sollen. So sieht es aus.

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