Frage von yankee128, 22

Anwaltsfehler Kostenhaftung, kennt sich damit jemand aus?

Hallo Zusammen, zu obiger Sache folgender Sachverhalt:

Wir hatten 2012 einen Mietstreit der leider vor Gericht gegangen ist. Dabei haben wir uns - wie es sich gehört - an einen Anwalt gewendet. Die Kanzlei hat von uns RSV-Schadensnummer etc. erhalten und aber zusätzlich einen PKH (Prozesskostenhilfe) Antrag gestellt. Man sagte uns damals das wäre so üblich. Da mehrere Anwälte in der Kanzlei tätig sind hat wurde uns einer zugeteilt. Es war ein sehr junger Anwalt.

Im Laufe des Verfahrens stellte sich heraus, er war erst einige Monate im "freien Berufsfeld" tätig. Der Mann war hoffnungslos überfordert. Wir als Mandanten mussten uns um Termine Kümmern, die Unterlagen aus der Akte heraussuchen etc. Das gipfelte darin, dass er ohne unsere Rücksprache Aussagen formulierte, Unwahrheiten und falsche Darstellungen in den Raum stellte. Wir haben das immer ihm gegenüber moniert (schriftlich). Bei einem Gerichtstermin mussten wir uns selbst verteidigen, da er kein Wort hervorbrachte und nur noch stotterte. Wir haben dann das Wort ergriffen und uns selbst verteidigt. Er kannte sich weder in der Akte aus noch konnte er auf Paragrafen die die Gegenseite verargumentierte antworten. Das haben wir gemacht, da wir in der Verhandlung googelten um überhaupt zu wissen worum es geht. Selbst seine Schriftsätze korrigierten wir selbst, da er keinerlei Zusammenhänge darstellen konnte.

Hierzu fanden auch mit dem Seniorpartner der Kanzlei mehrere Krisengespräche statt, in denen man uns zusagte den Kollegen mehr zu unterstützen.

Wir haben dann mit der RSV telefoniert und man hat uns einen Anwaltswechsel unter Kündigung des Mandats wg. fehlerhafter Vertretung geraten. Das haben wir auch begründet dann getan und auf die Rechte des Mandaten und der Pflichten des Rechtsanwalts hingewiesen.

Der neue Rechtsanwalt hatte innerhalb von 3 Tagen Deckungszusage und hat versucht uns hier so gut wie möglich rauszuboxen. Er war schockiert von den teilweise sehr stümperhaften Argumentationen und Schriftsätzen, hat nur noch den Kopf geschüttelt.

Jetzt, nach knapp drei Jahren (vor der Verjährungsfrist) kam eine Rechnung ins Haus geflattert über mehr als 2000 EUR!

Vor Gericht und in Korrespondenz uns gegenüber hat man immer so gesprochen als ob die PKH und nicht die RSV greift. Honorarvereinbarung gibt es keine.

Wir haben nachgeforscht und festgestellt, dass der Anwalt die RSV bis vor drei Monaten noch nicht einmal bei der RSV angefragt hatte. Die PKH wurde bis heute nicht gestellt zumindest haben wir bis heute nie was erhalten. Weder von Gericht noch vom Anwalt.

Was sollen wir tun? Ist der Anspruch überhaupt rechtens? Hat irgendwer einen Vorschlag?

Wenn ich als Dienstleister meine Leistung nicht erbringe bzw. fehlerhafte Leistungen erbringe bekomme ich mein Geld auch nicht.

Antwort
von peterobm, 11



Jetzt, nach knapp drei Jahren

von 12 bis 16 sind 4 Jahre vorbei, 13-14-15 damit ist bereits Verjährung eingetreten

Kommentar von yankee128 ,

Hallo, sorry, habe mich unpräzise ausgedrückt, der Fall war 2013 abgeschlossen. Daher komme ich mit der Verjährung nicht ganz hin.

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