Frage von SiTu24, 93

Anwalt gegen Jobcenter?

Nachdem ich mir bei meiner Mutter ein Darlehen genommen habe im Wert von 1.716 Euro, das wir auch schriftlich bestätigt haben kam vom Jobcenter eine Anhörung ich solle das Geld zurückzahlen mit 287 Euro in 4 Monaten. Von meinem Regelbedarf der 387 Euro beträgt. Ein Teil wird noch an der Miete abgezogen von 350 Euro will das Jobcenter 215 Euro überweisen. Also eine richtige Sauerei und damit soll man leben mit 2 Kinder !! Als ich persönlich dort war sagte mir eine von mir geforderte Teamleiterin die Anhörung wäre richtig worauf ich aufgestanden bin und zum Anwalt gegangen bin und der Anwalt sagt bei einem Darlehen ist das nicht richtig. Er schreibt jetzt während der Bearbeitung meines Widerspruches gegen den Bescheid einen Aufschub sodass ich ab 1.6 einen Aufschub bekommen soll, das mein Geld am 1.6 weiter läuft bis der Fall abgeschlossen ist. Hat jemand ähnliche Erfahrung, der schon einmal mit einem Anwalt gegen das Jobcenter vorgegangen ist und wie  die Auswirkung ist mit einem Anwalt gegen das Jobcenter vorzugehen.

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Antwort
von beangato, 63

Mein Kind hat schon erfolgreich einen Anwalt zu Rate gezogen. Es hatte angefangen zu arbeiten und sofort wurden alle Leistungen eingestellt, obwohl es noch gar keinen Lohn bekommen hatte. Das JC musste zahlen.

Kommentar von paderadler ,

Bei solchen Sachen muss das Jobcenter natürlich erstmal wissen, wann das Geld bei Ihrem Sohn zufließt. Gesetzlich muss das Einkommen nämlich in dem Monat angerechnet werden, wo der Lohn ausgezahlt wird. Wenn das beispielsweise im Folgemonat passiert, wird ab dem Folgemonat die Zahlung vorläufig eingestellt, um Überzahlungen zu vermeiden. Dafür muss aus dem Arbeitsvertrag aber natürlich hervorgehen, wann das Geld zufließen wird. 

Eigentlich sind die Jobcenter aber in solchen Fällen verpflichtet ein Überbrückungsdarlehen anzubieten, was dann in Raten zurückgezahlt werden muss. Es soll dadurch sichergestellt werden, dass laufende Zahlungen wie die Miete getätigt werden können. 

Kommentar von beangato ,

Das weiß ich alles.

Es wurde nichts angeboten, sondern sofort eingestellt. Natürlich wurde der AV vorgelegt. Arbeitsbeginn war, glaub ich, um den 25. herum. Wann Lohn kommen sollte, weiß ich nicht mehr. Fakt ist, dass bereits ab dem 1. des Folgemonats nichts mehr gezahlt werden sollte.

Übroigens ist es meine Tochter :)

Antwort
von emily2001, 53

Hallo,

hier habe ich etwas interessantes gefunden:

http://www.sozialhilfe24.de/news/373/verwandten-darlehen-an-hartz-iv-bezieher-ni...

Demnach soll ein Darlehen, das von Verwandten gewährt wurde, nicht anrechenbar sein darf!!!

Es gibt sogar ein oder mehrere Urteile darüber!!!

Ein Aufschub ist nicht relevant in deinem Falle, hat dein Anwalt überhaupt recherchiert ?

Ist das Darlehen deiner Mutter zinslos?

Ich hoffe, es hilft dir!

LG Emmy

Kommentar von SiTu24 ,

Hallo Emmy

Süß von dir, aber ich habe jede einzelne Seite durchgelesen als die Anhörung kam und bevor ich überhaupt auf dem Jobcenter sicher auftreten kann und weiß selbst durch vieles lesen, das man mir das nicht anrechnen darf. Selbst auf dem Jobcenter habe ich die Teamleiterin damit konfrontiert das ich weiß das das BSG (Bundessozialgericht) entschieden hat am 17.10.2010 das ein Darlehen nicht mehr angerechnet werden darf. Daraufhin konnte sie mir natürlich keine Antwort geben mich nur mit ihren unter ihrer Brille rausguckend hässlichen Augen anschauen und zu mir sagen ich solle erstmal Widerspruch einlegen es ist ja gar nicht sicher das es abgelehnt wird. Dabei weiß jedes Kind, das alle Widersprüche fast abgelehnt werden und die Jobcenter keine Fehler so schnell zugeben!

Kommentar von emily2001 ,

Dann ist es Willkür !

Dein Anwalt sollte sich auf jeden Fall auf die In dem Bericht angegebenen Urteile berufen!

Emmy

P.S.

Warum fragst du hier, wenn du Bescheid weißt?!

Kommentar von paderadler ,

Das kann ich nicht bestätigen, dass Widersprüche immer abgewiesen werden. Die  Widerspruchstelle prüft den Sachverhalt immer sehr genau und entscheidet im Zweifel eher pro Kunde. Wenn Sie also der Ansicht sind, falsch behandelt worden zu sein, ist der Hinweis schon richtig, dass man Einspruch einlegen sollte. Im Streitfall gerät sowas dann natürlich auch mal vor Gericht. 

Sie müssen allerdings auch sehen, dass das SGB II ein sehr großes Fachgebiet ist und man einfach daraus nicht alles wissen kann und anwenden kann. Fast zu jedem Sachverhalt wird schon mal ein Urteil von Gerichten gesprochen worden sein, die sich teilweise auch noch gegenseitig widersprechen. Natürlich ist Ihr Fall nicht einfach und ich will mir auch nicht sagen, ob die Entscheidung richtig oder falsch war, aber man muss in solchen Situationen auch immer bedenken, dass an der anderen Seite des Tisches auch nur Menschen sitzen, die Fehler machen können und keiner im Jobcenter will Ihnen etwas schlechtes. Es werden einfach die Gesetze umgesetzt auch wenn es nicht immer leicht fällt solche Entscheidungen zu treffen. 

Kommentar von SiTu24 ,

Weil ich nur wissen wollte, ob jemand ähnliche Erfahrungen hat oder ob jemand schonmal mit einem Anwalt gegen das Jobcenter vorgegangen ist, weil es mein erstes Mal ist und ich mir alles so recht nicht vorstellen kann weil ich noch nie in meinem Leben einen Anwalt gebraucht hatte :)

Kommentar von emily2001 ,

Lies bitte mein Link! Darin ist ein Urteil angegeben, der Anwalt kann sich auf das Urteil stützen. Ich weiß, daß es geht!

Außerdem: der Anwalt kann darauf hinweisen, daß bei anderen ähnlich gelagerten Fällen zugunsten des "Kundens" entschieden wurde, das Jobcenter solte sich also die Kosten sparen!

Emmy

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