Frage von Michaelholt123, 134

Anwalt, Frau reagieren nicht auf Zahlung Darlehen und Nutzungsentschädigung - was würdet ihr machen?

Werde langsam wahnsinning.

Fakten: Gemeinsames Haus: Wert 220.000 €, 28.000 € Restbelastung (beide im Vertrag und Grundbuch) 1 Sohn 15 Jahre wird im Juli 16 Trennungsjahr zu Ende 21.01.2016 Frau geht 20 Stunden an 5 Tagen Teilzeit arbeiten. (Steuerklasse 2 0,5 KFB) Netto ca. 1000 € bei Teilzeit Ich Vollzeit 2500 € netto (‚Steuerklasse 1 0,5 KFB)

Nachdem meine Frau die Unterlagen für die Berechnung des Unterhaltes für Sie und meinen Sohn über Anwalt am 24.12.2015 angefordert hat, haben wir gleiches an ihren Anwalt am 30.12.2015 gefordert. Auch um Gesprächstermin gebeten, da noch viele Sachen zu regeln sind (Haus, Versicherungen, Steuer etc.). Anfang Januar hat meine Frau dann Steuerklassen ändern lassen ohne das vorher mit mir abzustimmen. Habe auf ein einen Schlag 450 € netto weniger, also jetzt 2500. Habe in 2015 alles gezahlt, alles! Darlehen, Nebenkosten alles!!!!! Am 19.01.2016 Scheidung eingereicht und da keine Reaktion auf unser Schreiben vom 30.12.2015 erfolgte zum 01.02.2016 die Zahlung des hälftigen Darlehens (350 €) und die Zahlung einer Nutzungsentschädigung (500 €) für die alleinige Nutzung des Hauses angefordert. Haben nochmals Gesprächstermin angeboten und Angebot gemacht, ihren Hausanteil auszuzahlen. Frau will aber einfach nicht ausziehen, geschweige denn irgendwie reagieren. Anwalt hat auf beide Schreiben bisher nicht reagiert. Habe Dienstag Termin bei meinem Anwalt. Was macht man eigentlich, wenn die Gegenseite sich überhaupt nicht meldet. Immerhin haben wir für Februar Geld gefordert. Tut sich aber nichts! Muss man dann vor Gericht die Zahlung des Darlehens und der Nutzungsentschädigung einklagen? Dies nur einmal oder jedes Monat neu, der nicht gezahlt wird. Oder soll ich Trennungsunterhalt für mich einklagen. Immerhin muss sie mehr arbeiten. Normal Vollzeit, wenn nicht, fiktives Gehalt. Also gehe ich mal von 1600 € netto aus. Es gibt in ihrem Bereich genügend Stellen Vollzeit bzw. Teilzeit. Bei meinem Netto würde ein Autokredit aus 2015 (178,00 €) abgezogen. 5 % pauschal berufsbedingte Aufwendungen. 700 € für das Darlehen, was ich alleine zahle, der Unterhalt für meinen Sohn. Bei meiner Frau fiktives Gehalt. Auch hier 5 % pauschal berufsbedingte Aufwendungen. Wohnvorteil 500 €. Wenn ich dies bei Unterhaltsrechner.de eingebe, müsste meine Frau mir mehr Unterhalt zahlen, als ich wohlmöglich für meinen Sohn. Was würdet ihr machen?

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von rasperling1, 66

Zunächst einmal: Die Änderung der Steuerklasse zum 1.1.2016 ist gesetzliche Pflicht, da Ihr im gesamten Jahr 2016 getrennt lebt. Ab dem 1. Januar nach der Trennung MUSS die Steuerklasse angepasst werden. Insofern hat Deine Frau also nichts Kritikwürdiges getan.

Zweitens: Bei der Berechnung des Ehegattenunterhalts kannst Du von Deinem Einkommen 5% berufsbedingte Aufwendungen abziehen, aber nicht zusätzlich den Autokredit. Denn die Autokosten sind, soweit sie beruflich veranlasst sind, bereits in den 5% enthalten. Die privaten Kosten des Autos kannst Du ohnehin nicht abziehen. Ferner kannst Du die 700,- Euro Hauskredit abziehen, es bleiben also 1.675,- Euro. Kindesunterhalt ist 400,- Euro, bleiben Dir 1.275,- Euro.

Deine Frau hätte zum 22.1.2016 eine Vollzeitstelle annehmen müssen (nicht etwa erst ab diesem Tag danach suchen!). Bei fiktiv 1.600,- Euro abzüglich 5% kann man bei ihr von 1.520,- Euro ausgehen. Zuzüglich Wohnwert. Wenn der Mietwert für das gesamte Haus bei 1.000,- Euro liegt, so kann ihr mit Ablauf des Trennungsjahres der Gesamtbetrag als Wohnwert angerechnet werden. Ihr Gesamteinkommen also: 2.520,- Euro. Der Einkommensunterschied beträgt 1.245,- Euro, davon 3/7 Unterhalt = 534,- Euro, den sie an Dich zahlen muss.

Bei dieser Unterhaltsberechnung kannst Du aber nicht zusätzlich 500,- Euro Nutzungsentschädigung verlangen, weil Du ja bereits die Kreditraten abgezogen und einen Wohnwert angerechnet hast. Dadurch bekommst Du ja in der Unterhaltsberechnung per Saldo die 700,- Euro mehr als raus.  Voraussetzung ist natürlich, dass Deine Frau den Unterhat überhaupt zahlt. Falls nicht, kannst Du den aufgelaufenen Rückstand der Nutzungsentschädigung jeweils einklagen. Allerdings nutz die Klage wenig, wenn Deine Frau kein Einkommen hat, aus dem sie zahlen kann. Besser wäre es, wenn sie Dir Ihre haushälfte verkauft und Du dann die rückständigen Nutzungsentschädigungen vom Kaufpreis abziehst. Ist sie zum Verkauf nicht bereit, so bleibt nur die Möglichkeit, das Haus in die Zwangsversteigerung zu geben ( so genannte Teilungsversteigerung). Dann musst Du zusehen, dass Du von dem Ersteigerungserlös mehr als 50% kriegst. Du kannst übrigens selber mitbieten und dadurch evtl. die Haushälfte Deiner Frau sogar zu einem billigeren Preis bekommen.  

Kommentar von Michaelholt123 ,

Das Prpblem ist, sie kann vor der Scheidung die Teilungsversteigerung verweigern. Nach Scheidung nicht. Den Rückstand der Nutzungsentschädigung einklagen würde doch in so weit was bringen, dass das Haus irgendwann verkauft wird und sie dann das Geld hätte. Ich könnte es mir dann holen!

Kommentar von rasperling1 ,

nein, die Trennungsversteigerung kann ab Ablauf des Trennungsjahres beantragt werden bzw. ab Einreichung des Scheidungsantrags.

Kommentar von Michaelholt123 ,

sicher, dass man den gesamten Wohnwert (1000 €) anrechnen kann? Immerhin ist Sie mit im Grundbuch! 

Kommentar von rasperling1 ,

ja

Kommentar von Michaelholt123 ,

Hallo, haben über Anwalt angeboten, Tilgung für beide auszusetzen, Zinsen (sind nur 98 € monatlich) jeder zur Hälfte. Unterhalt an Sohn übernimmt sie, sie macht keine Unterhaltsansprüche geltend. Desweiteren Versicherungen (sind insgesamt 152 € monatlich) jeder zur Hälfte. Dafür machen wir keine Nutzungsentschädigung geltend.

Alles zu zahlen und im Rahmen von Unterhalt zu verrechnen bringt mir eigentlich wenig, da ich für Jonas zahlen müsste und sie mir. Aber nicht in der Höhe, in der ich das Darlehen tilgungsfrei stellen würde.

Die Bank spielt mit. Ich denke dies ist ein vernünftiger Vorschlag gewesen, aber es sieht so aus, als ob meine Frau diesen nicht annehmen wird.

Habe deshalb mit der Bank, die mittlerweile komplett auf meiner Seite ist gesprochen. Angedeutet, dass ich ab März das Darlehen nicht zahlen werde. Die Mitarbeiterin teilte mir mit, dass dann automatisch die erste, dann die zweite Mahnung kommt. Auch an meine Frau, da sie auch Darlehensnehmer ist. Wird dann weiter nicht bezahlt, wird die Geschäftsbeziehung durch die Rechtsabteilung vielleicht gekündigt. Sie sagte, es könnte dann zur Zwangsversteigerung kommen. 

Ist es eigentlich strafbar, ein gemeinsames Darlehen, für das meine Frau nicht bereit ist ihren Anteil zu zahlen, nicht zu zahlen und eine Zwangsversteigerung zu provozieren?

Käme es zu dieser, hätte ich die Möglichkeit das Haus günstig zu erwerben.

Antwort
von DFgen, 49

Eure Scheidung scheint eine von denen zu werden, an denen sich Anwälte "dumm und dämlich verdienen".

Wenn du es dir finanziell leisten kannst, das ganze über deinen Anwalt regeln zu lassen und sozusagen abwarten zu können, solltest du das tun....

Irgendwann wird der Spuk vorbei sein (selbst beratungsresistente oder verbohrte Personen werden auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt...)

Frage dich selbst, ob dir der ganze Ärger die grauen Haare oder einen Herzkasper wert ist..., lehne dich ggf. zurück und genieße die Zeit mit deinem Sohn (halte ihn vor allem da raus...).

Antwort
von Weisefrau, 50

Hallo, eine Scheidung ist nie einfach. Also bleib ganz ruhig. In der Ruhe liegt die Kraft. Du musst Abstand zu der Sache Gewinnen sonst gehst du daran kaputt.

Dadurch das dien Frau sich totstellt hat sie keinen Vorteil. Wichtig ist das du Ruhig bleibst. Du kannst gar nichts mehr machen. Dein Anwalt soll sich um alles Kümmern. Er kann sicher direkt Kontakt zum Anwalt deiner Frau aufnehmen.

Ich sage jetzt schon Voraus das ein Richter das letzte Urteil sprechen wird.

Dein Sohn kann nichts dafür! Halte Kontakt zu ihm!

Kommentar von Michaelholt123 ,

Natürlich hat sie einen Vorteil. Sie zahlt nichts!!!!!! Wohnt sozusagen Mietfrei in auch meinem Haus und ich zahle ihre Schulden für das Haus. Wieso kann ich nichts machen? Sie muss doch eigentlich die Sachen zahlen. Ich habe sie gefordert und muss es doch gerichtlich durchsetzen können.. Nicht, dass sie sonst irgendwann beim Familiengericht für sich Unterhalt und für meinen Sohn fordert. Ich gehe finanziell immer weiter kaputt und sie sitzt alles aus. Es ist ein tolles Gefühl wenn ich meinen Sohn vorm Haus abhole und sie grinst mich an und sagt mir, Du kommst hier nicht rein! Hat Schlösser schon lange ausgetauscht. Es ist auch mein Haus und darf nur zahlen.  

Kommentar von Weisefrau ,

Hallo, du musst mal wieder runter kommen! So wie dir geht es vielen, du musst mit deinem Anwalt alles vor Gericht bringen. Es geht nicht darum ob du es richtig findest oder nicht, es geht um die Gesetze.

Antwort
von sassenach4u, 19

Kannst du nur einklagen...

Antwort
von Michaelholt123, 14

Und die sind eindeutig!Sie muss gemeinsames Darlehen zu Hälfte zahlen. Und für die alleinige Nutzung Nutzungsentschädigung zahlen. Tut sie aber nicht

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