Antrag auf Zwangsversteigerung oder Teilungsversteigerung- wie hoch sind die Kosten?

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1 Antwort

Die Entscheidung über den Antrag kostet 100 Euro plus Zustellungspauschale. Für das Verfahren, die Abhaltung des Versteigerungs und des Verteilungstermines insgesamt eine 1,5 Gebühr nach dem GKG aus dem Verkehrswert. Dazu kommen noch Kosten für das Gutachten. Insgesamt ist das nicht gerade billig. Der gezahlte Vorschuss hierauf wird jedoch aus dem Versteigerungserlös erstattet.

Hier in Hauptabschnitt 2 KV Nr. 2210, 2211, 2213, 2215

http://www.gesetze-im-internet.de/gkg\_2004/anlage\_1.html

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Kommentar von hannes49
28.01.2016, 00:30

Vielen Dank für die Antwort. In keinem der vielen Ratgeber im Internet habe ich dazu eine verständliche Aufstellung der Kosten gefunden, die es ermöglicht hätte, die Kosten vorher abzuschätzen. Hat sich denn die Gebühr nach #2210 von 50 auf 100 € erhöht?

Im Kostenverzeichnis (Anlage z. GKG) steht allerdings bei allen 4 Positionen 0,5 statt 1,5, was hat das zu bedeuten?

2011  Verfahren im Allgemeinen   ................................0,5

2013 Abhaltung mindestens eines Versteigerungstermins mit Aufforderung zur Abgabe von Geboten ........................0,5

2014 Erteilung des Zuschlags .......................................0,5

Verteilungsverfahren .....................................................0,5

Die Gerichtskosten kann man mit diesem Rechner ermitteln:

http://www.familienrecht-kosten.de/rechner/gerichtskosten.php

Ich habe das mal nachgerechnet, wenn ich den Wert 0,5 eintrage,

stimmt das Ergebnis mit der Rechnung des Amtsgerichts überein.

Besonders interessant:  Beim Verteilungsverfahren wird der Wert des Höchstgebotes als Berechnungsgrundlage genommen, nicht der Verkehrswert.

Da aber eine Verteilung nicht stattgefunden hat, weil keine Einigung erfolgte u. niemand erschienen ist zum Termin, müssten doch statt 0,5 nur 0,25 Gebühren berechnet werden:

"2216Es findet keine oder nur eine beschränkte Verteilung des Versteigerungserlöses durch das Gericht statt (§§ 143, 144 ZVG):
Die Gebühr 2215 ermäßigt sich auf .......... 0,25"

Es wurden aber 0,5 Gebühren berechnet, was beim mehr als doppelten Verkehrswert nicht unerheblich ist. Kann ich die nun zurückfordern, oder werden dann noch höhere Gebühren fällig?

Beim Lesen des Gebührenverzeichnisses wird mir ja ganz plümerant zu Mute...

Viele Grüße

Hannes49


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