Frage von Josef0305,

Antrag auf Erwerbsminderungsrente abgelehnt

Der Ablehnungsbescheid datiert vom September 2010, ich hätte beim SozialgerichtEinspruch einlegen können, wollte dies jedoch nicht. Im Bescheid bestätigt die Dt.Rentenversicherung zwar, dass ich meine Tätigkeit (Mobilmarkt für Seniorenheime seit 4 1/2 Jahren) nicht mehr ausüben kann, ich sei jedoch noch in der Lage, täglich 6 Std. z.B. als Bürohelfer zu arbeiten. Wer bitte stellt mich mit 58 Jahren noch ein?

Neben den in 2010 diagnostizierten Veränderungen im Bewegungsapparat links kamenseit Januar 2011 solche im Bereich der Achillessehne rechts hinzu, so dass das Hebenund Transportieren des Mobilmarkts und der Waren in der jetzigen Form bald nicht mehr möglich sein wird.

Die Erwerbsminderungsrente wäre im optimalen Fall € 413,00, ich könnte bis € 400,00dazuverdienen. Würde bedeuten, ich müsste meinen Mobilmarkt nicht aufgeben sondernkönnte weiterhin die Bewohner von vielleicht 3 oder 4 statt derzeit 6 Seniorenheimen betreuen, die das Heim(gelände) nicht mehr verlassen können.

Was sieht der Gesetzgeber vor bitte? - Eilantrag beim Sozialgericht? So es einen solchen gibt, bei der Dt. Rentenversicherung hinsichtlich erneuter Prüfung nach dieser Veränderung der gesundheitlichen Situation?

Das wöchentliche Betreuen "meiner" Senioren schuf auch viele persönliche Kontakte, und die Leute sind so froh und dankbar, 1 x wöchentlich Dinge für den persönlichen Bedarf einkaufen zu können!

Daher bin ich für jeden Tipp dankbar, wie ich "zu meinem Recht" komme.

Jahrzehntelang zahlten meine AG und ich Beiträge in die RV, wenn's nun um Leistung geht, heißt es lapidar bzw. für mich verhöhnend: Du hast noch 2 Arme und 2 Beine. Such Dir einen anderen Job, auch wenn Du in Deinem Alter keinen mehr bekommst!

Danke nochmals im Voraus und schönen Gruß von

Josef

Anhängend "Mobilstand.pdf"

Hilfreichste Antwort von newcomer,
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werde Mitglied beim VDK und lass die für dich kämpfen

http://www.vdk.de/cgi-bin/cms.cgi?ID=de2&SID=DoHIR5VRt6cl12DnM20u0vKPHM0JAd

Kommentar von carsten1979,

Mein Mann war es kurzzeitig. Die kann man vergessen, jedenfalls hier bei uns.

Kommentar von newcomer,

vielen Dank fürs 1437 Sternchen

Antwort von boudicca,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

ganz lapidar gefragt, warum um himmels willen bist du nicht sofort in wiederspruch gegangen? wiederspruch -dann vor das sozialgericht wäre der weg gewesen und du wartest einfach ab und fragst jetzt ob einer einen tip für dich hat. kann ich nicht nachvollziehen. es steht dir zu doch du bekommst in diesem land nichts geschenkt, da musst du etwas machen.

Antwort von Hexenkueche,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Normalerweise ist die Widerspruchsfrist der Ablehnung vorbei , aber wenn ich mich nicht irre , könntest Du nach 6 Monaten einnen neuen Rentenantrag stellen . Dann beginnt zwar alles von vorne , aber Du könntest bei Ablehnung vors Sozialgericht gehen . Einen Tip kann ich dir geben , bei erneuter Ablehnung , den Widerspruch diurch einen Anwalt machen lassen .

Antwort von carsten1979,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Du müßtest Widerspruch einlegen. Ein Gutachter wird dich in Augenschein nehmen. Das dauert aber leider. Sollte es dann wieder zur Ablehnung kommen hilft nur die Klage vor dem Sozialgericht. Diese ist im übrigen kostenlos, nur der Anwalt nicht.

Antwort von MichaelSelm,

In meiner Sache ging es darum das ich seit langem Ärger mit der Rentenversicherung habe. Ich bin 90 % Schwerbehindert. Aus der Arbeitsvermittlung vollkommen ausgegliedert, da ich laut Gutachten der Bundesanstalt für Arbeit nicht vermittelbar bin. Aber die Rentenversicherung lehnt eine Rente wegen Erwerbsunfähigkeit bisher ab.Das ist ganz kurz die Ausgangssituation.

Mein Tip: Bitte dann nicht aufgeben !!!!!

Ich habe meine Sache (Antrag auf Rente wegen Erwerbsunfähigkeit) schon sehr lange am laufen. Und das Sozialgericht hat der RV ebenfalls Recht gegeben. Alle Klagewege habe ich durch. Und dann hat mir fast jede Stelle und jede Person gesagt das ich nichts mehr machen kann. Aber das stimmt nicht !!!

Unabhängig von allem was bei der RV läuft kann man eine Sache prüfen lassen. Und zwar beim "Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages, Platz der Republik 1, 11011 Berlin".

Das Schreiben kann vollkommen formlos sein. Stell deine Situation dar. Lege, wenn du hast Nachweise bei.

Der Ausschuss prüft dann deine Sache und gibt dir Bescheid ob sie angenommen wird. Wenn sie angenommen wird, dann wird das Bundesversicherungsamt, Friedrich-Ebert-Allee 38, 53113 Bonn, eingeschaltet.

Dieses Amt prüft dann die Sache mit der Rentenversicherung zusätzlich.So hast du dann "mehrere Eisen im Feuer".

Die Rentenversicherung muss deinen Widerspruch bearbeiten. Der Petitionsausschuss prüft die Sache. Und das Bundesversicherungsamt auch.Ich habe es auf diesem Wege geschafft, das sich zusätzlich das Bundesarbeitsministerium (zuständig für die Rentenversicherung) und sogar der Bundespräsident eingeschaltet haben. Und alle Stellen haben der Rentenversicherung mitgeteilt das sie meiner Auffassung Recht geben, das die RV mir Rente geben müsste.

Das Ganze hat nur einen kleinen Haken. Diese Stellen können der RV keine Weisung erteilen. Sie können nur eine Empfehlung geben.

Aber dann steht die RV ganz schön unter Druck und kann die Sache nicht mit einer lapidaren Begründung ablehnen. Da muss sie schon bessere Argumente haben. Jeder wird dir auch sagen "Du musst allem nachkommen was die RV wünscht. Wenn die noch Gutachten wollen usw. musst du diese Gutachten machen lassen".Das stimmt so auch nicht.

Ich habe zum Schluss das letzte Gutachten abgelehnt, weil im Laufe der Zeit schon mehrere Gutachten erfolgt sind und nicht ersichtlich ist was ein weiteres Gutachten ergänzend bewirken kann / soll.

Ebenso habe ich Gutachter abgelehnt, die wer weis was für Ansprüche gestellt haben. Zum Beispiel war einer dabei, der ein psychologisches Gutachten machen sollte. Der wollte meine sämtlichen Arbeitgeber und viele andere Sachen wissen.

Mit der Begründung das dies für meinen psychologischen Zustand vollkommen unerheblich ist, habe ich das abgelehnt und Recht bekommen.

Ich hatte dann die Nase voll von dem ganzen Theater mit der RV.

Habe der RV mitgeteilt das ich keinerlei weitere Gutachten machen lasse. Und das auf Grundlage der bestehenden Gutachten nun die Entscheidung zu erfolgen hat. Und ich habe ihr eine Frist von 8 Wochen gesetzt, nach der ich Klage einreiche wegen Untätigkeit.

Und die RV hat sich nicht getraut mit etwa zu schreiben das dann keine Entscheidung erfolgen kann. Und ebenso sind sie nicht mit dem Blödsinn von "fehlender Mitwirkung" gekommen. Sondern sie bearbeiten die Sache jetzt abschließend.

Ich bin davon überzeugt das die RV auf Grund des Drucks es nicht wagt mit lapidaren Gründen abzulehnen. Sie muss ja auch dem Petitionsausschuss, dem Bundesversicherungsamt, dem Bundespräsidenten und dem Bundesarbeitsministerium für Arbeit entsprechend begründen warum sie welche Entscheidung getroffen hat. Und weil die alle auf meiner Seite stehen hat sie schlechte Karten.

Ich denke jeder kann sich jetzt ein Bild davon machen das es noch weitere Wege gibt, ausser der Klage vor einem Sozialgericht.

Und vor allem wird die Sache dann noch einmal von anderen unabhängigen Stellen geprüft.

Gruß Michael

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