Frage von PetraDo, 77

Antrag auf Arbeitslosengeld1 wurde abgelehnt, ich würde dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen. Bin schwanger und kann aber noch arbeiten. Ist das richtig?

Außerbetriebliche Ausbildung wurde erfolgreich beendet. Anschließend sollte man sich beim Arbeitsamt arbeitslos- und suchend melden, sowie einen Antrag auf Arbeitslosengeld1 stellen. Das habe ich gemacht. Der Antrag wurde abgelehnt mit der Begründung ich würde dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen. Ich bin zwar schwanger, kann doch aber bis zum Mutterschutz voll arbeiten. Ist das denn rechtens?

Expertenantwort
von isomatte, Community-Experte für Arbeitsamt, 29

In welcher SSW - bist du denn ?

Hast du in deiner Ausbildung eine Vergütung bekommen,aus der dann auch Beiträge in die Arbeitslosenversicherung abgeführt worden ?

Wenn du die Anspruchsvoraussetzungen nicht erfüllst,dann muss du eben einen Antrag auf ALG - 2 beim Jobcenter stellen.

Kommentar von PetraDo ,

Ja, ich habe eine Vergütung bekommen und es wurden Beiträge abgeführt. Die Dame vom Arbeitsamt meinte im Gespräch, mich würde jetzt sehr wahrscheinlich niemand einstellen, aber ist das ein Grund meinen Antrag abzulehnen? Ich will ja arbeiten

Kommentar von isomatte ,

Normalerweise nicht,wenn man es dir nicht schon ansieht das du in anderen Umständen bist bzw.schon kurze Zeit vor dem Mutterschutz stehen würdest !

Wenn der Antrag abgelehnt wird bzw.auch jetzt schon,würde ich vorsorglich einen Antrag auf ALG - 2 beim Jobcenter stellen.

Solltest du dann dennoch Anspruch auf ALG - 1 haben ( musst in deinem ALG - 2 Antrag angeben das du ALG - 1 beantragt hast ) ,dann wird das Jobcenter einen Antrag auf Erstattung von Vorleistungen bei der Agentur für Arbeit stellen und die verrechnen das dann untereinander.

Das bekommst du dann aber schriftlich mitgeteilt.

Dein ALG - 1 Anspruch geht dir dadurch ja nicht verloren,den kannst du auch nach deiner Elternzeit in Anspruch nehmen.

Antwort
von Gerneso, 53

Wie kam es denn zum Verlust des Arbeitsplatzes in der Schwangerschaft? Eigentlich hat man da ja besonderen Kündigungsschutz. Bei Eigenkündigung gibt es ohnehin erst mal eine 3-monatige Sperre.

Kommentar von PetraDo ,

Oh, das vergaß ich zu erwähnen, es handelte sich um eine außerbetriebliche Ausbildung und nach der erfolgreichen Beendigung sollte man sich beim Arbeitsamt arbeitslos melden und einen Antrag auf Arbeitslosengeld stellen.

Kommentar von Gerneso ,

und nach der erfolgreichen Beendigung sollte man sich beim Arbeitsamt arbeitslos melden und einen Antrag auf Arbeitslosengeld stellen.

Normalerweise soll man sich nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung um einen Job bewerben - idealerweise fängt man damit schon an, wenn der Abschluss in den nächsten Monaten erwartet wird.

Wenn "außerbetriebliche Ausbildung" bedeutet ohne Gehalt, hast Du ja auch keine Beiträge geleistet. Somit gibt's eh kein ALG1 für Dich. Denn bei einer schulischen Ausbildung warst Du ja nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt. 

In welchem Monat bist Du denn?

Antwort
von Daguett, 41

Schwanger ist ja keine Krankheit,ja, prinzipiell richtig, du stehst dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung, da du arbeiten kannst.

Andererseits frage ich mich aber gerade, wie du in der Schwangerschaft deinen Arbeitsplatz verlieren konntest?....Schwangere haben besondere Rechte/ Kündigungsschutz.

Antwort
von ParaNeu3r, 42

Sehr schwammige Fragestellung. Wenn du arbeiten könntest würde man dir das Arbeitslosengeld nicht ablehnen (macht ja wenig Sinn). Wenn du allerdings dem Beschäftigungsverbot unterliegst wird das ganze etwas schwieriger.

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