Frage von sonnenblume124, 83

Wo in der Tagesordnung muss man "Anträge an die Mitgliederversammlung" einfügen?

An welcher Stelle der Tagesordnung bringe ich "gestellte Anräge an die Mitgliederversammlung" ein?

Muss ich die nach Fragestellung (und Thema) einbringen, oder arbeite ich die "gestellten Anträge" im Punkt "Sonstiges" am Ende der MV ab?

Vielen Dank schonmal im Voraus. LG Sonnenblume124

Antwort
von GuenterLeipzig, 51

Anträge sind in ihrem Wortlaut unter dem TOP: Anträge in die Tagesordnung aufzunehmen und mit der Einladung zu versenden (!)

Die Anträge müssen im Wortlaut beschlussfähig sein, d. h. mit Ja / Nein abstimmbar.

Es geht also nicht, die Antragstexte erst in der MV zu formulieren.

So entstandene Beschlüsse sind rechtsunwirksam.

Somit verbietet es sich auch von selbst, Anträge in die Position "Sonstiges" zu packen.

In der Position "Sonstiges" kann man über alles mögliche reden, aber nichts beschließen.

Günter

Antwort
von rotesand, 66

Hallo :)

Bin selber 2. Vorsitzender eines Vereins ---------> die Spalte "Anträge, Wünsche und Anregungen" befindet sich immer am Ende der Tagesordnung zur Generalversammlung.

Ist auch bei allen anderen Vereinen die ich kenne der Fall!

Hoffe ich konnte dir helfen :)

Kommentar von sonnenblume124 ,

Danke für Deine Anwort, ich bin auch der Meinung es gehört zu "Sonstiges". Ach ja, wir sind Gartenverein, hatte ich vergessen zu erwähnen.

LG

Kommentar von rotesand ,

Gerne!

Ach ja, wir sind ein Heimat- und Kulturverein für den Stadtteil ;)

Obst- und Kleingärtnerverein haben wir hier auch.. bei denen war ich auch schon auf Versammlung, weil mein Opa da Mitglied war.. kann mich da auch dran erinnern, dass der Punkt "Wünsche und Anträge" ganz am Ende der Tagesordnung stand. War zumindest der "Rausschmeißer" mit dem die Tagesordnung schloss bzw. der gemütliche Teil eingeleitet wurde. 

Kommentar von GuenterLeipzig ,

Hallo Rotesand,

als Amtsinhaber in einem Verein solltest Du die Gesetzeslage besser kennen.

Guckst Du:

http://dejure.org/gesetze/BGB/32.html

Das was Du hier von Dir gibst ist von § 32 BGB nicht gedeckt und schlichtweg bedenklich.

Prüfe, ob Du für das Amt im Verein geeignet bist.

Günter

Antwort
von PeterSchu, 40

Wenn es um Anträge geht, die einen Beschluss zur Folge haben, dann muss dieser Antrag schon in der Einladung bekannt gegeben werden. Die Mitglieder müssen bei der Einladung schn erkennen können, welhe wichtigen Themen vorgesehen sind und daraufhin entscheiden können, ob sie an der Versammlung teilnehmen.

Es reicht also keinesfalls, die Anträge erst zu Beginn der Versammlung auf die Tagesordnung zu nehmen oder sie im Punkt "Sonstiges" zu verstecken.

Antwort
von schwarzwaldkarl, 59

Es gibt ja den TOP  Wünsche und Anträge, da würde es reinpassen... 

Antwort
von brennspiritus, 44

Du meinst "Anträge zur Geschäftsordnung"? Diese samt Ergebnis kommen am Ende des TOps, in dem sie gestellt wurden.

Beispiel:

TOP 1 a - Kosten der Klassenfahrt

blabla

TOP 1 b - Reiseziel

blabla

Es wurde der Antrag auf yx gestellt und soundso umgesetzt.

TOP 1c - Weiteres

Kommentar von sonnenblume124 ,

-nein MVs (Gartenverein), aber ich bin auch der Meinung die gehören unter "Sonstiges"

Kommentar von GuenterLeipzig ,

Sorry Sonnenblume - Deine Meinung ist definitiv falsch und nicht vom BGB, was nun mal für uns alle gilt gedeckt.

Danach sind Anträge, die einen Beschluss zur Folge haben in der Einladung im Wortlaut bekanntzugeben.

Das passiert nun mal im TOP Anträge.

Aufgrund welcher Ermächtigungsgrundlage hebelst Du das BGB aus?

Günter

Kommentar von sonnenblume124 ,

Die Anträge beinhalten nur informationen zu zurückliegenden MVs, welche aber schon abgehandelt und entlastet wurden. Diese Person war bei allen MVs anwesend.

Kann ich die Ablehnen?

LG

Kommentar von GuenterLeipzig ,

1. Anträge haben Inhalte, die beschlossen werden sollen.

2. Man kann Personen aber nicht Anträge entlasten.

3. Alle Anträge, die nicht formgerecht zur Abstimmung gebracht wurden sind anfechtbar.

Da reicht es schon, wenn in der Satzung steht, dass per Brief einzuladen und per E-Mail eingeladen wurde und sonst alles andere korrekt war.

Ist der Antragstext nicht in der Einladung, kann jeder der die Rechtsgrundlagen im BGB kennt, den Beschluss mit 100 %igen Erfolg anfechten.

Günter

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