Wie sieht es mit Antiteilchen und umgekehrter Zeitrichtung aus?

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7 Antworten

Mathematisch gesehen geht es um die "Verteilung" eines negativen Vorzeichens. Man könnte dieses auf die Energie "schieben", dann hätten Antiteilchen negative Energie. Physiker "mögen" aber keine negativen Energien, und so schiebt man das Vorzeichen kurzerhand auf die Zeit, die sich das auch mathematisch gefallen lässt.

Kommentar von Raph101
19.03.2016, 13:36

Das leuchtet mir jetzt ein! Hast du da irgendwelche Quellen auch?

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Kommentar von Raph101
19.03.2016, 13:46

Danke!

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Es ist gedanklich mehr möglich, als wir tatsächlich experimentell durchführen können.

Was Du hier ansprichst ist das  CPT-Theorem: Wenn man eine Welt hätte, in der Materie mit Antimaterie vertauscht wäre, der Raum gespiegelt und die Zeitrichtung umgedreht, wäre es immer noch dieselbe, uns bekannte Physik. D.h. sie würde keine Naturgesetze verletzen und sie wäre genau so valide wie unsere Welt. 

Ob es diese Welt nun tatsächlich gibt und Anti-Teilchen, die uns hier begegnen, aus dieser Anti-Welt stammen, ist eine andere Frage...

Kommentar von Raph101
19.03.2016, 11:48

Und was sagt das nun über das zeitverhalten von Antiteilchen aus?^^

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Kommentar von Raph101
19.03.2016, 13:38

Was ist ein gespiegelter raum?:0

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Kommentar von Raph101
19.03.2016, 13:57

Danke!

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Es gibt Bereiche der Physik, die wir nur theoretisch betrachten können, weil es uns praktisch gar nicht möglich wäre bzw. es in der Praxis andere abläuft. Im letzten Fall nutzt man eben "Arbeitshypothesen" : Sie stimmen zwar nicht ganz, aber solange man nicht all zu genau hinsieht, funktionieren sie.

Kommentar von Raph101
19.03.2016, 10:09

Also ist die Theorie genau genommen falsch und nur eine Annäherung. Antiteilchen sind positiv in Zeitrichtung?

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Kommentar von Raph101
19.03.2016, 11:47

Schon allein wenn das Teilchen in die Vergangenheit reist würde es ja zerfallen. Dies genau umgekehrt wie beim normalen Partner. Ich glaub das könnt man durchaus feststellen:)

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Kommentar von Raph101
19.03.2016, 13:38

Ok...^^^

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Antiteilchen reisen ja nicht in die Zukunft sondern in die Vergangenheit,...

nein, tun sie nicht!

zumindest laut Feyman Diagrammen.

Feynman diagramme stellen keine realen prozesse dar,, sondern sind nur eine nette und praktische darstellung für bestimmte ausdrücke sind, die man rechnen muss.

aber nirgends laufen irgendwelche teilchen (ob anti- oder nicht) rückwärts in der zeit.

Kommentar von Raph101
20.03.2016, 17:13

Dann find ich diese Diagramme aber ehrlich gesagt ziemlich dumm. Wenn es was falsch darstellt oder zumindest nicht real, dann führt das zu solchen Verwirrungen.
Aber danke für die Antwort:)

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Die Zeitrichtung ist ja eher ein makroskopischer oder thermodynamisch-statistischer Effekt.

Eine einzelne Interaktion von Quanten kennt keine Zeitrichtung. Oder ist CPT-Invariant.

Ich kann dir das mit der Zeitrichtung auch nicht theoretisch begründen, finde diese Beschreibung aber anschaulicher.

Anstatt
Ein Neutron zerfällt zu einem Proton, einem Elektron und einem Antineutrino.
Ein Teilchen zerfällt also in drei Teilchen.

Denke ich
Ein W-Boson überträgt eine Ladung von einem Neutron auf ein Neutrino, so dass ein Proton und ein Elektron entstehen.
Die beiden Teilchen bleiben also erhalten, bis auf dass sich bei beiden die Ladung ändert.
Und natürlich den Umstand, dass das Neutrino aus der Zukunft stammt (und nicht, wie du es schreibt, in die Vergangenheit reist).

Über die "Wirklichkeit" in diesen Gefilden kann sich wohl niemand von uns ein Urteil erlauben. Ich habe jedenfalls keine Begründung, warum Antiteilchen keine andere Zeitrichtung haben sollte.

"Entdeckt" hat Antiteilchen ja Dirac, der die Maxwell-Gleichungen mit der Relativitätstheorie kombiniert hat.
Demnach sind die Antiteilchen sowas wie Löcher, ähnlich wie in Halbleitern, nur ganz anders.
Da versteh' ich auch nur Bahnhof.

Ich denke, da hast du 2 Alternativen
1. wirklich tief in das Thema einsteigen und es erst mal hinnehmen
2. es für immer einfach so hinnehmen

Kommentar von Raph101
19.03.2016, 13:46

Ich kann deinem Beispiel nicht ganz folgen. Ich verstehe zwar die Begriffe aber den Vergleich nicht ganz.

Ist es nicht so das durch Messung in einem Quantensystem die Wellenfunktion zusammenbricht und dies irreversibel ist wodurch eine Zeitrichtung durch Messung (falls vorhanden) festgelegt wird?:)

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Kommentar von Raph101
19.03.2016, 15:30

Ja schon aber was ist mit einer Wahrscheinlichkeitswelle. Man kann nicht bestimmenden wo das Teilchen auftrifft man kann nur Wahrscheinlichkeit angeben. Dann musst man und erzeugt einen bestimmten Ort. Ist es nicht irreversibel, da es ja nicht umgekehrt funktioniert? Natürlich kann aus Teilchen wieder eine Wahrscheinlichkeitswelle werden aber nicht mit den selben Bedingungen wie zuvor oder zumindest nicht mit einem Schritt.
Da ist dann ja auch egal was zwischen den Ereignissen passiert da ja ein paar wenige(im Extremfall nur 2) Ergebnisse reichen um eine Zeitrichtung festzulegen.
Oder versteh ich da was falsch?:)

Entschuldige die teils wenig wissenschaftliche Genauigkeit. Wollt mich relativ kurz halten:)

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Hab keine Ahnung zum Thema - aber Theorie und Praxis muss nicht zwingend eins sein. Es gibt theoretisch vieles, was praktisch nicht möglich ist oder zuweilen nur noch nicht. Oder umgekehrt. Beispiel: die Hummel dürfte theoretisch nicht fliegen können wegen der uns bekannten Parameter zur Flugfähigkeit. Dennoch kann sie es. Liegt vielleicht daran, dass es immer wieder Parameter und versteckte Merkmale gibt, die uns bei Kenntnis derselben andere Theorien aufstellen ließen.

Es ist theoretisch im Grunde alles möglich. Aber es muss nicht Realität sein oder eben nur NOCH nicht bekannt bzw. bestätigt. Das hat nicht selten mit Phantasie oder Fiktion zu tun.

Kommentar von Raph101
19.03.2016, 11:45

Ja schon aber das ischn ein ziemlich grober Fehler in einer ziemlich guten Theorie. Das dürfte meiner Meinung nicht mal anerkannt werden wenn es wirklich ein "Fehler" sei.

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Kommentar von mulan
19.03.2016, 14:29

Ich halte das mit dem zeitlichen Rückflug weniger für eine Theorie, sondern eher für ein Gedankenspiel, von wegen, wenn man einen Gedanken weiterspinnt. Da kommt man schon recht fix in die Phantasie bzw. in eine Art Wunschdenken. Wissenschaftlich ist das nicht wirklich begründbar. Das setzte nämlich Gewissheit voraus, dass es möglich ist. ... Nun ja, theoretisch kann ja auch jetzt gerade in China ein Reisesack umfallen und durch die Druckwelle etwas auslösen. Das könnte - rein theoretisch - wegen Ursache und Wirkung bzw. kleine Ursache und große Wirkung sogar der Flügelschlag eines Schmetterlings. Aber ist es realistisch? Wohl kaum. Das ganze ist in der Welt - aber nicht als factum sondern nur im Hirn. Als Gedanke, nicht materialisiert. Reiner Gedanke. Illusion. ...

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Kommentar von Raph101
19.03.2016, 15:32

Ok danke:)

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