Frage von RollercoasterXX, 156

Antisoziale Persönlichkeitsstörung mit 11 Jahren noch heilbar?

Mein 11 jähriger Cousin hat alle Eigenschaften einer antisozialen Persönlichkeitsstörung. Impulsives Verhalten (macht auch teure Sachen kaputt wie z.B sein eigenes Handy und gibt danach vor sich nicht daran erinnern zu können). Manipuliert andere, zeigt keinerlei Reue oder Mitgefühl , schwänzt Schule, hält sich nicht an Regeln.

Er wohnt seit 2 Jahren bei seiner Oma in Russland, weil sein Vater (Junkie) im Knast sitzt, seine Mutter schon lange Tod (Alkoholikerin). Die Oma wird nicht mit ihm fertig und allen ist klar, er ist verloren wenn das so weiter geht. Deswegen wollten meine Eltern ihn nach Deutschland holen zu uns.

Frage ist nur , ob es noch Hoffnung gibt, oder es alles nur vergeudete Zeit , Geld, und Nerven wären? Ich füge mal ein Video hinzu (Untertitel verfügbar) , welches einen typischen Abend dokumentiert. Eskapaden wie diese sind wirklich an der Tagesordnung.

https://www.youtube.com/watch?v=0itaUVqLKD8

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo RollercoasterXX,

Schau mal bitte hier:
Gesundheit Beziehung

Antwort
von Dahika, 48

Das Kind ist natürlich stark verhaltensgestört. Ich vermute, dass auch - nicht nur -  ADHS vorliegt. Das Kind hatte wohl niemals Grund unter den Füßen und würde auch in Deutschland dringend Therapie - stationär in Form eines heilpädagogischen Heimes, vermutlich über Jahre, - brauchen.

Ich fürchte, dass auch ihr überfordert wäret mit dem Kind. Das Kind ist stark verhaltensgestört, keine Frage. Hinzu kommt, dass er kein Deutsch spricht. Wie wollt ihr mit ihm kommunizieren?

eine antisoziale Störung kann man bei einem 11j. Kind nicht diagnostizieren. Bitte stell also keine Wikipedia-Küchenpsychologiediagnosen.

Kommentar von Menuett ,

Das Kind ist überhaupt nicht verhaltensgestört.

Das reagiert nur auf die verhaltensgestörte Großmutter.

Kind mit dem Gürtel schlagen - soll froh sein, dass sie in Rußland ist.

Hier würde sie im Gefängnis sitzen.

Kommentar von StopTheBull ,

Natürlich können sich aus langjährigem psychischen und physischen Missbrauch Verhaltensstörungen oder andere psychische Krankheiten entwickeln und wird es auch idR immer tun. Dass diese Reaktionen sind auf die eigene Umwelt, steht natürlich außer Frage.

Antwort
von StopTheBull, 83

Wenn man so mit Kindern umgeht, entwickelt jedes eine Störung. Der Junge benimmt sich so widerlich, weil sich auch die Erwachsenen so widerlich benehmen. Er hat kein ordentliches Vorbild, alles was ihm vorgelegt wird, sind Schimpfwörter und psychischer Missbrauch.
Hier hätte man das Kind schon längst aus der Familie geholt. Man sagt pi mal Daumen , es dauert genauso lange, die "Störung" (die die Umwelt dem Kind beigebracht hat btw) zu beheben, wie das Kind dem Missbrauch ausgesetzt war.

Antwort
von Weisefrau, 101

Hallo, ja da ist auf jeden Fall noch was zu machen. Der Junge ist ja gerade am Anfang zur Pubertät. Es ist sogar gut wenn der Junge in ein neues Umfeld kommt.

Einfach wird der Weg allerdings nicht.

Antwort
von sualk2005, 73

Für ein elfjaeriges Kind gibt es immer Hoffnung, wenn man ihm mit Respekt und Liebe begegnet. Dann wird es mit der Zeit Vertrauen aufbauen und eine ganz "normale" Entwicklung erfahren. Das wird sich natürlich nicht von heute auf morgen verändern, es ist viel Zeit und eine liebevolle, respektable und  mental starke Persönlichkeit von Nöten um zu diesem Kind "vordringen" zu können.

Ich wünsche Euch Allen ein gutes Händchen 

Antwort
von BertRollmops, 55

Mit der Hintergrundgeschichte wundert es nicht, wenn der Kleine austickt. Offenbar fehlen einfach verlässliche Bezugspersonen. Das braucht jede Menge Zeit und Liebe, einem bindungsgestörten Kind Sicherheit und eine belastbare Beziehung zu vermitteln, für die das Kind selber bereit ist, zu arbeiten. Aber es ist absolut möglich. Wenn die Oma tatsächlich einverstanden ist und die Beziehung auch über die Entfernung noch eine gewisse Stabilität bietet, kann eine Aufnahme in Eure Familie Sinn machen. Das darf aber nicht wie eine Strafe wirken, sondern soll ein Willkommen sein, das dem Kind Schutz bietet. Ohne therapeutische Unterstützung wird das aber ungleich schwerer. Hut ab, wenn Ihr Euch kümmert.

Antwort
von magnite, 87

Ich fürchte ohne professionelle Unterstützung wird es nur schwer möglich sein den Jungen zur Besserung zu bewegen. Sucht euch Unterstützung vom Jugendamt, Psychologen... Mir tut der Junge einfach nur leid. Solch ein Schicksal geht an keinem Kind vorbei. Gebt ihn aber bitte nicht auf. Er ist noch jung und kann geformt werden. Nicht das er so endet wie seine leiblichen Eltern.

Kommentar von RollercoasterXX ,

Das größte Problem stellt die Sprachbarriere dar, er lässt sich dort nicht mal dazu bewegen, einen Bruchteil der Hausaufgaben zu machen. Wie soll er dann Deutsch lernen? Die Ärzte in Russland verschreiben ihm einfach nur was gegen ADHS, er benimmt sich vor Ärzten ganz normal und tut als wäre nichts. Und richtig gute medizinische Versorgung kann man sich dort als normalsterblicher nicht leisten

Antwort
von bachforelle49, 46

kommt davon, wenn kein intaktes Elternhaus vorhanden ist, hier insbesondere der positive Einfluß des Vaters - leider scheint es aber, daß beim vorliegenden Fall Hopfen und Mals verloren ist

raus aus allem und dann konsequent Ersatzeltern - so eine Art Adoption, hoffentlich ist das mit 11 Jahren noch nicht zu spät.. bitte darauf achten, daß das Kind die neuen Eltern, hier insbesondere den Vater auch annimmt

Antwort
von sozialtusi, 60

Lasst es doch erst mal diagnostizieren...

Antwort
von Majesty16, 66

Da ist was zu machen aber er kommt mit dem Verlust seiner Eltern nicht zu recht und fühlt sich nicht verstanden er versucht seinen Frust so auszulassen in dem er Sachen zerstört und andere sich nicht an sich ranlässt weil er vermutlich denkt das er Leute die er ins Herz schließt sowieso verlieren wird.

Er fühlt sich verlassen und alleine.

Du solltest mit ihm reden und sagen dass du wüsstest was er durchmacht und seine Schwachstelle finden und deinen Finger lieber nicht noch tiefer in die Wunde stecken, da er sonst noch verschlossener wird. Du musst versuchen ihn zuverstehen und ihm zu erklären dass das Leben weiter geht und er die Vergangenheit so gut wie es geht hinter sich zu lassen.

Kommentar von Dahika ,

ein hobby-Herumtherapeuteln  hilft  hier ganz sicher nicht. Das Kind braucht neben Wertschätzung und Geduld auch eine sehr konsequente, stark strukturierte Umgebung. Ich fürchte, das ist in einer normalen Familie nicht machbar. Manchmal genügt Liebe eben doch nicht.

Kommentar von Majesty16 ,

Ja vielleicht aber ein Versuch wäre es wert

Antwort
von Menuett, 16

Die anti soziale Persönlichkeit ist hier die Großmutter.

Man sollte das völlig normale Kind ganz dringend aus ihren Fängen befreien.

Die schlägt das Kind mit dem Gürtel, dafür würde sie hier in den Knast gehen.

Da gehört sie auch hin.


Kommentar von RollercoasterXX ,

Das mag für den Durchschnitts-Deutschen, der nur ein Video sieht vielleicht so rüberkommen. Ich bin aber schon oft live dabei gewesen und kann denke mal besser beurteilen wer gestört ist und wer nicht. Als die Eltern noch lebten, hat er viel mehr eingesteckt, und kam auch immer zur Großmutter zum Essen, weil seine Eltern irgendwo verjunkt in der Ecke rumlagen. Wenn sie ihn nicht aufgenommen hätte, käme er in ein russisches Heim, wo er mit solchem Verhalten noch viel mehr einstecken müsste. Man sieht auf dem Video auch nicht, was den Schlägen vorrausgegangen ist (meine Cousine die filmte musste hin und wieder abbrechen um nicht aufzufliegen). Wenn man von ca. 150€ Rente im Monat irgendwie leben muss, und der Junge dann anfängt aus Jucks und tollerei Sachen kapputt zu machen, ist es dann nicht verständlich, dass man überreagiert ? 

Antwort
von cooper1810, 55

Ganz ehrlich, die Oma würgt ihn und schlägt ihn mitm Gürtel....ist doch klar, das dass Kind durchdreht und gestört ist !!!! Ich hoffe das Jugendamt greift schnell ein !!!

Kommentar von RollercoasterXX ,

Die Oma kommt anders nicht mehr klar, er raubt ihr den Verstand. Es geht ihm dort noch 100x besser als in einem russischen Waisenhaus

Kommentar von cooper1810 ,

das denke ich nach dem Video weniger

Antwort
von armabergesund, 62

Fast jede Störung lässt sich korrigieren. Es fragt sich bloss, welchen Weg man dazu beschreiten will und kann...

Der menschliche Geist ist vielfältiger als die Meisten sich überhaupt vorstellen können...

Was Du als Störung empfindest, ist immer nur die halbe Wahrheit...

Kommentar von daria78 ,

"Fast jede Störung lässt sich korrigieren" -Nenn mir eine einzige mit Beispiel, bitte.

Kommentar von armabergesund ,

ich glaube nicht, dass wir auf auf dem gleichen Level tipseln, ich hab jetzt schon keine Lust mehr...

Kommentar von daria78 ,

Deine Aussage trieft einfach nur von Unwissen.

Kommentar von daria78 ,

Außer du meinst mit Korrigierung die bewusste Unterdrückung. Dann hast du wieder recht.

Kommentar von armabergesund ,

du hörst Dich wohl selbst gerne reden, leider zu viel Sinnfreies...

Kommentar von daria78 ,

Ich "höre" mich. Nein, ich habe keine "korrigierbare" Störung im Gegensatz zu dir.

Kommentar von StopTheBull ,

Wow, daria78, kein einziges brauchbares Argument angeführt, aber unter die Gürtellinie schießen. So wird das gemacht.

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