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Antisemitismus- oder Überreaktion

Frage von tp190 tp190

Gutes Beispiel: Dem Film Die Passion Christi wurde der Schuld des Antisemitismus vorgeworfen. Unter anderem stand in der Kritik der Film hätte die vielgesagte "Schuld" der Juden entgegensetzen sollen. Aus vielerlei Hinsicht kann man sagen dass jeder der egal ob er im Unrecht oder im Recht irgendwas am Judentum kritisiert gleich als Antisemit odef was bei deutschen häufig gesagt wird, nähmlich "Nazi" (was sogesehen auch rassistisch ist). Ich beispielsweise finde es furchtbar dass wenn jemand einen jüdischen/moslemischen Partner hat dieser es für selbstverständlich sieht dass dieser Konvertiert, umgekehrt dass aber unmöglich erscheint, ich finde dass ist Zwang. Als ich dass mal kritisch beurteilte, in der Schule, hieß es gleich ich wär Antisemit, genauso als ich sagte dass es den Moslems gegenüber ungerecht war 1948 indie einfach brutal in zu vertreiben um dort einen Jüdischen Staat zu gründen. Natürlich muss ich als deutscher und als Nichtjude mich "rechtfertigen": Nein ich bin kein Antisemit, ich hinterfrage nur und sammele Stichhaltige Argumente und Fakten und beschönige niemand extra weil jemanden in der Vergangenheit etwas sehr Schreckliches und Unrechtes wiederfahren ist. Also zur Frage: Wird manchmal überreagiert wenn man dass Judentum egal ob jetzt eig. Gerechtfertigt kritisiert?

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Antworten (5)

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    Antwort von HektorPedo HektorPedo

    Ja, Du siehst ja, dass man da teils ein feines Gespür braucht, wo "gerechtfertigte und faire" Kritik aufhört und ein genereller Antisemitismus beginnt. Das setzt vor allem reflektierte, denkende und möglichst undogmatische Gesprächspartner voraus.

    Am Film kann man berechtigt kritisieren, dass er alte Klischees bedient, alte Grenzen zieht und den unbedarften Zuschauer gegenüber einem Volk emotionalisiert, anstatt zu differenzieren. Die Anhänger Jesu, die zeitweise in die Tausende gingen, waren durchweg (bis auf einige Ausnahmen, da seine Botschaft über ein einzelnes Volk hinausweisen wollte) Juden, bzw. entstammten dem jüdisch-hellenistischen Kulturraum.

    Natürlich gibt es Deutsche, die in ihrer "Kritik", in ihren Urteilen und Sichtweisen in faschistoide und antisemitische Tendenzen abrutschen.

    Kommentar von tp190 tp190tp190

    Ich finde es bedauerlich dass viele Leute statt sich genau zu informieren lieber an Klischees bedienen oder eine andere Meinung die Antisemitisch wirken könnte gleich als Antis. abwerten ohne drüber nachzudenken was genau diese meinung ausmacht und ob es gerechtfertigte Gründen dafür gibt.

    Kommentar von Wurstemann WurstemannWurstemann

    Sich der dummen Allgemeintheit anzuschließen ist halt wesentlich einfacher als eigenständig zu denken und sich zu bilden... leider

    Kommentar von HektorPedo HektorPedoHektorPedo

    Antisemitismus kann nicht gerechtfertigt werden ... ich persönlichen Gespräch mit manchen (wenigen) Leuten befällt mich manchmal der Eindruck, dass ein vorhandener, überkommener Antisemitismus - so eine 'böse', gar nicht am Aktuellen Nahostproblem orientierte Ablehnung - nur von einem gesellschaftlichen Übereinkommen zu einer sprachlich "korrekten" Kommunikationsoberfläche gedeckelt wird.

    Kommentar von Wurstemann WurstemannWurstemann

    und genau dieses Prinzip lässt sich nahezu auf jedes Thema anwenden... Wer mit der Masse schwimmt hats leichter :P

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    Antwort von Stupor Stupor

    Mel Gibson ist bekennender Antisemit, was er auch, nach eigener Aussage, in diesem Film zum Ausdruck bringen wollte. Und ich denke, er hatte Erfolg

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    Antwort von Iwaasnet Iwaasnet

    1948 sind viele Palästinenser weggegangen, weil sie nicht in einem jüdischen Staat leben wollten. Die, die nicht gegangen sind leben heute friedlich und mit allen Bürgerrechten in Israel.

    Insofern haben die, die gegangen sind einfach auf's falsche Pferd gesetzt. Es haben dann och 3 Kriege stattgefunden, in dem die vereinten arabischen Armeen Israel vernichten wollten, aber sie haben alle 3 verloren.

    Jetzt könntest du sagen: ja, aber man hätte sie zurück lassen müssen. Das stimmt. Das wollte man auch, aber sie wollten nie verhandeln und sich nie darauf einlassen, un-aggressiv in diesem jüdischen Staat zu leben.

    Was das Übernehmen der Religion bei der Heirat betrifft: ich finde das, wie du, geheuchelt. Wenn mir jemand gut genug ist, um eine Partnerschaft zu pflegen, dann sollte er/sie auch gut genug für eine Heirat sein. bzw. umgekehrt: wenn jemand entgegen seiner Religion/Familie eine Partnerschaft mit jemandem anfängt, den seine Religion/Familine nicht will, dann soll die Person auch den Mut haben, zu dieser Partnerschaft zu stehen, auch wenn es der Familie nicht passt.

    Ich denke, das ist so ähnlich wie verheiratete Leute, die ein Verhältnis anfangen: die erzählen dann immer, dass ihnen an der Ehe nichts liegt, etc. aber letztlich sind sie doch zu feig, zur "Affaire" zu stehen, wenn es hart auf hart kommt. Also: es ist einfahc ein Beispiel von menschlicher Feigheit, wie vieles andere auch.

    Kommentar von tp190 tp190tp190

    "Freiwillig gegangen": Also hat die Jüdisch-Britische Division also ihre Waffen nur zum spazieren getragen? Klar doch, und hat die Frau die im Fernsehen gezeigt wurde, die vertrieben in Armut in der Wüste mit der gesamten Familie wohnt und heult wenn sie daran denkt wie man ihr alles nahm gelogen? Sicher, die hatte eh ein Gaunergesicht. Aber man hatte den Leuten alle angeboten hier zu bleiben, die wo gegangen sind warn halt Idioten. Ich bitte dich mal darüber nachzudenken.

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    Antwort von corsa678 corsa678

    Es wird tatsächlich meines Erachtens nach sehr sehr oft überreagiert, wenn man Kritik übt.

    Ich finde es auch brutal, einfach einem Volk das Land wegzunehmen und einen "neuen Staat" zu gründen. Zumal man Menschen jüdischen Glaubens überall in der Welt findet, speziell in den USA.

    Doch der Antisemitismus hat ja schon uralte Wurzeln!!! (Siehe Fuggerei!). Ich denke, da war eine ganze Menge Neid im Spiel, dass Juden so gut handeln konnten und (fast immer) reich waren.

    Ich teile deine Meinung - bin auch kein Antisemit, schon gar nicht Nazi!!! Aber ich bin Deutsche(r) - und wir haben den 2. Weltkrieg angezettelt und Millionen Juden getötet... Wir Deutschen DÜRFEN keine Meinung haben!!!

    Lies mal die Geschichte des Judentums in Wikipedia nach.....

    Leider vermute ich, dass dieser Beitrag bald gelöscht sein wird... Rassistisch Äußerungen (auch wenn es nur Meinungen sind) werden bei GF ziemlich schnell gelöscht :-(

    Kommentar von tp190 tp190tp190

    "wir Deutschen dürfen keine Meinung haben.." Stimmt irgendwie... Genauso ist es bei der Ausländern: Stellen wir eine Kritik an ein anderes Land, sagen die einfach wir wärn Nazis - siehe Griechenland. Ist zwar nicht immer so, aber meistens.

    Kommentar von corsa678 corsa678corsa678

    Qtyp190: GENAU DAS meine ich!!!

    Kommentar von HektorPedo HektorPedoHektorPedo

    Diese Szenen der Nazi-Vergleichs in Griechenland sind peinlich für jeden Griechen, sie sind keineswegs repräsentativ und werden von den Medien gezeigt, weil sie eben ins Auge stechen. Und man muss bedenken, dass für Griechen das Bild des Nazis vor allem das des Besatzers ihres Mutterlandes ist, nicht vorrangig das des Juden deportierenden SS-Mannes.

    Kommentar von corsa678 corsa678corsa678

    @hektor: Die Bilder von den Griechen sind nicht nur peinlich!!!

    Ganze Gruppen haben gegen die Deutschen gewettert, Fahnen verbrannt etc.

    Und NUR, weil sie keine Milliarden mehr bekommen könnten....

    Das nenne ich Diskreminierung der Deutschen - und vor allem Uneinsichtigkeit, auf unsere (und anderer Länder) Kosten wie der Vogel im Hanfsamen weiterzuleben.

    Ich meine z. B., dass sie nicht einsehen wollen, dass auch sie sparen müssen.

    Oder hast du ein 14. Monatsgehalt, auf das du trotz bevorstehender Staatspleite nicht verzichten könntest??????? Die Griechen haben es............! ICH NICHT!!!!!!!!!

    PS: Wenn ich richtig mitgerechnet habe, haben die Griechen schon mehr als 300 MILLIARDEN Euro von Deutschland bekommen.... - das nenne ich UNDANKBARKEIT, dann so zu agieren!

    Kommentar von Orel82 Orel82

    "Ich finde es auch brutal, einfach einem Volk das Land wegzunehmen und einen "neuen Staat" zu gründen. "

    Nun dazu müßte das "Volk" schon länger exisitieren als seit 1963.

    Kommentar von corsa678 corsa678corsa678

    Die Juden gab es schon VOR 1963! Sogar Jesus Christus war Jude!!!

    Nur keiner wollte die Juden haben....

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    Antwort von Wurstemann Wurstemann

    Es ist dann Antisemitismus, wenn man Menschen allein aufgrund des "Jude seins" benachteiligt, beleidigt oder sonstwas.

    Wenn jemandem etwas an einer Religion oder an einem Glaube nicht gefällt weil er es zum Beispiel einfach nicht gutheißen kann, dann ist das schlichtweg Kritik und die eigene Meinung. Das hat nichts mit Rassismus zu tun.

    Generell sind "die Deutschen" übersensibel was Rassismus angeht. Bloß nichts Falsches sagen. Dann lieber alles dulden und gutheißen.

    Kommentar von HektorPedo HektorPedoHektorPedo

    "Generell sind "die Deutschen" übersensibel was Rassismus angeht."

    Da kann man sich drüber streiten. Wie viel "de facto - Ausgrenzung" geschieht denn tagtäglich, ohne, dass es zu aufsehenerregenden Pogromen kommen muss...

    Kommentar von Wurstemann WurstemannWurstemann

    das stimmt schon aber ich meine eher, dass ein großteil wirklich darauf ACHTET nichts Rassistisches zu tun...

    Das heißt sie sind nicht einfach nicht rassistisch sondern sie analysieren regelrecht was von dem was sie äußern möchten rassistisch sein könnte und vorallem suchen und finden sie Rassismus dort, wo keiner ist bzw. wo ihn kein anderer sieht.

    Ich weiß... das trifft auf keinen Fall auf alle oder die Mehrheit zu aber dennoch ist es etwas was ich für, in dem Sinne, als "typisch deutsch" empfinde.

    Kommentar von HektorPedo HektorPedoHektorPedo

    Das erinnert mich an den Beginn meiner Schulzeit 1990, als es in Deutschland auf dem Bereich zu erschreckenden Ausbrüchen kam und wie unsere Lehrer uns besorgt zu eben dieser forcierten, bewußten Wahrnehmung von derlei Unrecht zu erziehen suchten - dabei waren in meiner Klasse Kinder vieler Nationen, vor allem arme Aus- und Zuwanderer aus der UdSSR, mit denen ich mich stets gut verstand.

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