Das ist eine schwierige Angelegenheit, weil du eine große Menge an Phasen und Stufen zu beachten hast. Die Bandbreite reicht von 2-Raum Haus (oder gar dem sog. Villanova-zeitlichen Haus mit nur einem Raum) bis zu mehreren Hektar umfassenden Villakomplexen.
Die ältesten Hausanlagen der klassischen Antike findet man auf Kreta. Such mal im Netz nach Palaikastro - das ist eine minoisch/mykenische Siedlung mit 5 ergrabenen Häusern. Gibts vielleicht Grundrisse im Netz
Die besten Grundrisse von Häuser des 4. Jh. v. v.a. in größerem Zusammenhang mit der Straßenordnung findet man in Olynth. Da solltest du was finden.
In Rom fängst du am besten mit Villanovahäusern (bekannt duch die Villanova-Urnen, die solche Häuser wiedergeben) an. Dann kommt das republikanische Atrimhaus, dann das Haus mit Atrium und Peristyl. Dann erzählst du was über die Insula (ein Blockhaus) und dann kommt die VIlla als Sonderform des Peristylhauses. Dabei ist Villa rustica (Gutshaus mit angeschlossenem Landwirtschaftsbetrieb) und VIlla urbane (repräsentativer Bau großen Ausmaßes vor der Stadt). Dann kommt als letztes noch die Villa mit Anten an den Seite - d.h. sie Villa hat keinen rechteckigen Grundriss, sondern links und rechts 2 kleine vorspringenden Flügel, siehe in Dtl. z.B. die Villa von Nennig. Diese Villaform ist v.a. in der hohen und späten Kaiserzeit in den Nordprovinzen beliebt.
Dann kann man noch auf die Sonderform Kaiserhaus eingehen: Haus des Augustus auf dem Palatin, Domus Transitoria/Domus Auria (beide von Nero), Kaiserpaläste auf dem Palatin (Domus Tiberiana, Domus Augustana), Villa Jovis auf Capri, Villa des Tiberius ind Sperlonga, Villa des Hadrian in Tivoli und Villa vom Piazza Armerina. Diese Häuser sind jedoch allesamt (bis auf die Domus des Augustus) Sonderformen!
Auf die Funktionalität der Häuser einzugehen ist schwierig, aber die meisten Häuser mit wenigen Räumen sind recht einfach gestaltet. Man muss immer beachten, dass das Leben in der Antike auf den Öffentlichen Plätzen statt fand und nicht in den eigenen 4 Wängen - nur bei den Senatoren in der späten Republik und der Kaiserzeit war es anders.
Normalerweise gab es einen oder 2 Schlafräume (Frauen und Männer getrennt) eine Küche, einen Innenhof mit Rauchabzug und/oder ZIsterne. Dazu kommen teils noch Wirtschaftsräume zum Weben, Töpfern, Lagern, manchmel Läden. In Griechenland waren die Häuser nie komplexer.
Im Rom der späten Republik und der Kaiserzeit teilte sich die Entwicklung in 2 Richtungen. Einerseits gab es die Insulae, deren BEwohner nicht mal ein Bad oder einer Küche hatten - dafür gab es öffentliche Bäder und Garküchen (Thermopolia = Schnellrestaurants), auf der anderen Seite gab es die riesigen Villae urbanae, die allein zur Repräsentation dienten. In diesen Villae gab es Speiseräume (Tricliniae) in denen man mit den Freunden oder Klienten oder Gästen zusammen aß. Größere Villen hatten mehrere solche Speisesäle mit unterschiedlichen funktionen: klein / groß, mit Blick auf die Landschaft, mit Blick auf einen Grotte mit Wasserfall, Richtung Sonne (im Winter), Richtung Norden (für den Sommer)...
Das sollte für ein Referat reichen, denke ich mal.
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