Frage von MaximaLuise2016, 198

Antifeministischer Klassenkamerad im Politik Unterricht. Was tun?

Hallo, ich bin in der zehnten Klasse einer Realschule und wir haben heute im Politikunterricht angefangen das Thema Feminismus zu besprechen. Was mich sehr freut, denn ich bin eine sehr feministische Person und versuche bei politischen Diskussionen (wenn es passt) auch auf das Thema aufmerksam zu machen und generell Frauenunterdrückung, Patriarchat und Frauenhass anzusprechen.

Auch heute. Zuerst hatte uns unsere Politiklehrerin gefragt ob wir uns schon mit dem Thema Feminismus (sie nannte auch generell das Thema Geschlechter, Männer, Frauen) beschäftigt haben. Zu meinem bedauern waren das sogar sehr wenige. Von 27 Schülern sagten nur 12, sie haben sich damit (politisch) beschäftigt.

Danach hat uns unsere Lehrerin Feminismus vorgestellt und wollte wissen was wir darüber denken. Es haben sich diesmal sogar noch weniger gemeldet. Es haben sich außer einem Jungen nur Mädchen gemeldet.

Meine Lehrerin wollte, da das Thema sehr viel über Frauen spricht und er der einzige Junge war, erst mal den Jungen seine Meinung äußern lassen. Er wollte aber als letztes seine Meinung äußern. (Jetzt verstehe ich auch warum...)

Ich hatte wie ich immer über das Thema spreche viel über die Diskriminierung von Frauen gesprochen und warum ich glaube das wir Feminismus dafür brauchen. Meine Lehrerin wirkte auch sehr aufgeschlossen und freute sich über meine Äußerung. Ein wenig geschockt hat mich, dass ein paar meiner Klassenkameradinnen glaubten, sie bräuchten Feminismus nicht und das sie alles zu ernst nehmen und viel zu extrem sind. :(

Der Junge - wie er sich auch nannte - äußerte sich als Antifeminist und äußerte auch viele antifeministische Aussagen. Er hetzte gegen eigentlich alle feministische Themen und nannte sie "Männerhasser", "Misandristen" und "menschenfeindliche Ideologen". Er bezichtigte dem Feminismus der Diskriminierung von Männern und Jungen. Absolut lächerlich.

Ich habe natürlich versucht dagegen zu argumentieren, aber meine Lehrerin hat mich unterbrochen und sagte, dass sie gar nicht erwartet hätte, dass es wirklich zu so einer lauten und hitzigen Diskussion kommt. Sie konnte dem Jungen nicht zustimmen, aber sagte, dass er natürlich das Recht hat seine Meinung zu äußern. Sie meinte daraufhin das wir das Thema als Klasse besprechen sollen und sie am Ende eine Diskussion über Feminismus führen möchte. Auf meiner Nachfrage sagte sie, sie erlaubt dem Antifeministen auch, sich auch antifeministisch zu äußern! Was mich schockiert, da seine Aussagen höchst frauenfeindlich waren!

Aber sie sagte nach der Stunde zu mir, dass sie einschreitet, wenn menschenfeindliche und vor allem frauenfeindliche Dinge gesagt werden.

Meine Frage ist: Wie sollte ich damit umgehen? Sollte ich bloß gegen argumentieren oder lieber schon einen mir gut bekannten Vertrauenslehrer (Befreundet mit meiner Mutter) einschalten, der sich mit dem Jungen mal ordentlich unterhält?

Antwort
von Schuhu, 95

Der Junge und du, ihr habt sehr konträre Meinungen. Wahrscheinlich werdet ihr nie auf einen gemeinsamen Nenner kommen. Warum aber nun der Vertauenslehrer sich den Jungen vorknöpfen soll und sich mal "odrentlich" mit ihm unterhalten, weiß ich jetzt nicht. Genauswenig wie du von deiner Meinung abzubringen sein wirst, wird er Feminist werden.

Wenn du jemandes meinung ändern willst, musst du behutsam vorgehen, seine Argumente anhören, sachlich widerlegen und dabei respektvoll mit ihm sprechen.

Antwort
von Deserteur, 35

Es gibt auch viele Dinge wo Männer benachteiligt sind. Siehe Bundeswehr: Frauen kassieren den gleichen Wehrsold / Lohn aber "nur Männer" werden in Gefahrensituationen eingesetzt. Es waren ja auch bisher nur Männer,die in Leichensäcken in in ihre Heimat zurückgekehrt sind, obwohl 10 % der Soldaten weiblich sind.  Es ist dort auch nur Frauen erlaubt ihre Haare lang zu tragen. Warum ?? Eine Frau darf doch schließlich auch Verteidigungsminister werden !! Männer sind immer noch vom Gesetz her verpflichtet die Familie zu ernähren, nur Frauen dürfen wählen . Männer müssen bei einem Unglück ihr Leben zu Gunsten der Frauen opfern. Da heißt es immer noch Kinder und Frauen zuerst. Warum nicht auch hier eine Quotenregelung ?? Frauen dürfen zwar mit die Regierung wählen, aber nur Männer müssen im Ernstfall das Vaterland verteidigen. Und wenn sie sich weigern, dann droht ihnen eine Gefängnisstrafe von 5 Jahren. Männer tragen im Gegensatz zu Frauen für die Firmen ihre Gesundheit zu markte. Da braucht man nur mal einen Blick in die Wartezimmer einer orthopädischen Praxis zu werfen. Wer sitzt denn da ?? Sind es nicht nur die Männer, die Bandscheibenprobleme haben usw. Wer zahlt im Restaurant und Discos usw. die Rechnung ?? Die Frauen ????? Wer schenkt die Goldklunker oder Blumensträuße ?? Die Frauen ?? Es wir langsam mal wieder Zeit für eine "neue" Esther Vilar,(der dressierte Mann ) um auch mal die Benachteiligungen der Männer aufzudecken, denn der Feminismus setzt sich nur für Frauenrechte ein und sieht die Benachteiligungen der Männer einfach als gegeben an .

Kommentar von Corleone133 ,

Damit hast du den Dritte-Welle-Feminismus super auf den Punkt gebracht. Ich hoffe auch, dass eine neue Esther Vilar bald kommt

Antwort
von Aleqasina, 120

Ihr solltet alle den Diskurs lernen. Also die Meinung eines Anderen als seine(!) Meinung zulassen und respektieren. Die eigene Meinung dagegen setzen. Den Hintergrund der anderen Meinung (Quellen, Wissenshintergrund, Erfahrung und Biographie des Gegenübers) kenenlernen.

Dann engagiert, aber sachlich dagegen argumentieren, die eigenen Argumente vom Diskussionsgegener auf ihre Stichhaltigkeit überprüfen lassen und umgekehrt.

Eine Einstellung ist ja nicht deswegen richtig, weil wir sie für richtig halten, sondern weil sie dem Widerstreit der Argumente stand hält.

Kommentar von MaximaLuise2016 ,

Freie Meinungsäußerung und der freie Diskurs ist natürlich wichtig, aber um es zu ermöglichen muss man Hass und Hetze vom Diskurs verbannen. Daher:
Ich respektiere Frauenhass und Frauenhasser aber nicht. Auch nicht die verstecken Frauenhasser, die sich eine wissenschaftliche Rhetorik aneignen!

Kommentar von Aleqasina ,

Aber versuche mal zu erkennen, wie sie zu ihrer Einstellung kommen. Betrachte sie dabei ruhig als Forschungsobjekt (wass sie allerdings nicht merken sollten). Dabei lernst du eine Menge über Menschen! ;-)

Antwort
von ich313313, 91

Im Unterricht hat jeder das Recht, seine Meinung zu sagen. Das ist auch gut, denn auch davon kann man lernen. Ich würde die Diskussion nicht so ernst nehmen, es ist ja nur Unterricht. Außerdem hat jeder eine eigene Meinung zum Thema Feminismus. Das sollte akzeptiert werden.

Der Junge wollte wahrscheinlich nur seine Position als in dem Themengebiet "unterdrückter" Mann darstellen, weil es schon gegen Jungen und Männer geht (das soll jetzt nicht heißen, dass ich Feminismus schlecht finde, im Gegenteil.). Ich denke, dass die Lehrerin das Ganze gestoppt hätte, wenn es ihr zu weit gegangen wäre, bzw. wenn es zu antifeministisch geworden wäre. Wobei das wieder gegen die eigene Meinung gegangen wäre. Wie gesagt, jedem seine Meinung, auch wenn dich das zu dem Thema nicht freuen wird.

Er ist nicht gleich frauenfeindlich, wenn er den Feminismus nicht unterstützt.

Meine Meinung: Mach einfach nichts und sieh das Ganze lockerer. Vertrauenslehrer etc. halte ich für ziemlich übertrieben. Du solltest Diskussionen im Unterricht nicht so ernst nehmen und jeden seine Meinung sagen lassen.

Antwort
von HeinrikH, 36

Er bezichtigte dem Feminismus der Diskriminierung von Männern und Jungen. Absolut lächerlich. 

Leider kein bischen lächerlich. Du magst, ebenso wie ein Großteil anderer Feministen, nicht diskriminierend sein, aber leider gibt es tatsächlich Feministen, die versuchen Männer zu diskriminieren.

Du solltest am besten versuchen mit ihm ins Gespräch darüber zu kommen. Höre ihm zu und gehe auf das ein, was er sagt. Fühl dich auch nicht direkt angegriffen, sondern setze dich sachlich mit dem auseinander, was er sagt. Für ihn gilt das natürlich genauso.

Seine Meinung hat sich sicherlich nicht dadurch gebildet, dass er Frauen hasst und sie unterdrücken will. Er glaubt an das was er sagt, ebenso wie du an das was du sagst. Dabei gibt es kein "richtig" oder "falsch", weshalb es auch sinnlos wäre den Vertrauenslehrer einzuschalten.

Ich weiß natürlich nicht genau, was er gesagt hat, weiß aber, weil ich selber Antifeminist bin, wie vorschnell einige Feministen einen sexistisch nennen. Überleg also genau, ob das was er gesagt hat tatsächlich sexistisch war, oder ob du es nur lieber schnell als sexistisch abtun wolltest, um dich nicht damit auseinandersetzen zu müssen.

Antwort
von Sunaki, 12

Das ist doch ganz einfach. Der Feminismus hat zwei Probleme. Das erste ist deines. Nämlich der Alice Schwarzer Typ, aka Feminazis. Im allgemeinen wird normales einstehen für die Rechte von Frauen sehr leicht mit aggressiven Feministinnen die alles schlechtmachen und Männer als minderwertig ansehen gleichgesetzt. Mir klang das danach, das er an dieses Klischee geglaubt hat. 

Antwort
von SarcasticSard, 38

Ganz einfach: Bereite dich auf die Diskussion vor und dann nimm ihn auseinander. Das ist nicht allzu schwer- "Antifeministen" sind i.d.R. wenig informiert und nur von Ressentiments geleitet. Überleg dir einfach, was er so alles gesagt hat und wie man das widerlegen kann.

Recherchier am besten Quellen und schreib sie dir auf, damit du deine Aussagen belegen kannst. Und ganz wichtig: Wenn das, was er sagt, sexistisch oder sonst irgendwie menschenfeindlich ist(viele "Antifeministen" neigen auch zu Queer- oder Ausländerfeindlichkeit), dann sag das und beleg es.

Also: Informier dich einfach gut, dann wird es für dich kein Problem sein, diesen "Antifeministen"(d.h. Frauenhasser) bloßzustellen. 

Kommentar von ErnestoGonzalez ,

Gott sind Feministinnen dämlich :D

"[...] dann wird es für dich kein Problem sein, diesen "Antifeministen"(d.h. Frauenhasser) bloßzustellen."

Alleine schon diese eine Aussage disqualifiziert dich sowas von. Anti-Feminismus heisst per Definition gegen Feminismus, nicht gegen Frauen. Ich bin 100% Anti-Feminist und kann Dir zig Frauen (meine Freundin und Schwestern inkl.) zeigen, die ich mehr als bewundere.

Deine weiteren Aussagen sind es nicht mal wert, widerlegt zu werden.

Antwort
von pian0eme, 100

Ich würde zuerst zu deiner Lehrerin gehen und ihr sagen wie du dich dabei fühlst und das du unschlüssig bist wie du dich richtig verhälst.

Antwort
von Niusgf, 55

na zumindest scheint er ja nicht ungebildet, und sich mit dem Thema schon einmal näher auseinander gesetzt zu haben...   ;)
vielleicht hat er ja Gründe für seine vorgegebene Einstellung, oder eine entsprechende Historie, die diese bedingt; möglicherweise will er (pubertierend) ja auch nur provozieren

Kommentar von MaximaLuise2016 ,

Er kommt aus einem sehr konservativen Haushalt. 

Kommentar von Niusgf ,

Was genau ist bitte "ein sehr konservativer Haushalt"?
(diese rhetorische Frage kommt hoffentlich als solche an)
Weißt du, wie es in diesem Haushalt zugeht? Kennst du die Familie näher? Dieser Begriff ist recht plakativ und kann nach Gutdünken ausgelegt werden.
Natürlich ist es möglich, dass es dort patriarchalisch zugeht und dein Schulkollege so manchen Machospruch übernommen hat.
Andererseits kann es bei einem "sehr konservativen Haushalt" eben auch sein, dass von deren Privatleben überhaupt nichts nach außen dringt, und der Junge vielleicht auch gerade "andere Erfahrungen" gemacht hat, die ihn zu solchen, von dir kritisierten Äußerungen bringen.
Zudem gäbe es immer noch die zusätzliche Variante, dass er möglicherweise pubertierend auch nur provozieren will.

Antwort
von Krjhg, 81

Du solltest gefälligst andere Meinungen akzeptieren, oder bist du etwa gegen freie Meinungsäußerung? ^^

Diskutiere mit ihm in der Klasse, wie es sich für eine Diskussion gehört. Das wars.

Kommentar von MaximaLuise2016 ,

Antifeminismus ist am Ende immer Frauenhass. Und Hass sollte man nie unterstützen!

Kommentar von Krjhg ,

Nein, Antifeminismus ist Antifeminismus. Frauenhass ist Frauenhass. Das sind zwei unterschiedliche Worte. Nur, weil er sich nicht deiner Ideologie unterwerfen will, ist er noch lange nicht gegen Frauen. Diskutiere einfach mit ihm, höre auf seine Argumente und versuch nicht ihn "Umzupolen" - vielleicht hat er ja auch Recht. Zu einer Diskussion gehört es ja, dass nicht eine Partei immer Recht hat. ;)

Kommentar von MaximaLuise2016 ,

Es sind zwar zwei verschiedene Sachen, aber Antifeminismus FÜHRT immer zum Frauenhass, da hier Frauen entmenschlicht werden und als Feindbild dargestellt werden. Es soll hier die Unterdrückten als Unterdrücker darstellen. 
Das gab es historisch immer wieder. z.B. bei den Schwarzen in den USA. 

Kommentar von Krjhg ,

Nein, Antifeminismus heißt einfach nur, dass man mit den Auswüchsen des Feminismus (zumindest in der westlichen Welt) nicht einverstanden ist. Es gibt zahlreiche Arten von Feminismus, manche sehr radikal, manche liberaler. Meist sprechen Leute sich gegen den radikalen Feminismus aus, bei dem zB. Vorträge in den USA gestört werden, in denen Männer über Männerbezogene Themen sprechen. Das sind Feministen und gegen sowas bin auch ich. Ich bin gegen Männer- und gegen Frauenhass. Und ich bin ein Antifeminist. Ich bin dafür, dass man jedes Geshclecht gleich fördert. Fördert Männer in Frauenberufen wie Kindergärtner, Krankenschwester. Führt Männerquoten ein. Nehmt Männer ernst, wenn sie sagen, dass sie vergewaltigt wurden und sagt nicht, wie es manche Feministen tun, dass man "Opfern immer glauben sollte".
Zu jeder Ideologie gibt es Kritik und damit muss eben auch der Feminismus klarkommen. :)

Kommentar von sneakqx ,

^ sie äußert lediglich ihre Meinung, und nicht alle Meinungen sind korrekt. Der Vergleich ist zwar etwas extrem, aber Rassismus kann man ja auch nicht einfach akzeptieren. Nochdazu ist es ein Vorurteil zu sagen feministen sind männerfeindlich nur weil sie lediglich auf ihr eigenes recht bestehen.

Kommentar von Krjhg ,

Ich sage ja nicht, dass jede Feministin männerfeindlich ist. Wenn allerdings zB. die freie Meinungsäußerung von Feministen unterdrückt wird, sollte jede frei denkende Seele dagegen sein.

(hier ein Beispiel: https://www.youtube.com/watch?v=iARHCxAMAO0)

Antwort
von sneakqx, 92

Erst mal mein herzliches Beileid das du mit solchen Leuten diskutieren musst. Du kannst dem Jungen erklären, dass Feminismus von Geschlechterrollen entbindet, Frau und Mann stehen absolut gleich, das Geschlecht ist kein Grund mehr, die andere Person nicht zu schlagen (Man schlägt einfach aus Prinzip nicht). Und den anderen Mädchen in deiner Klasse erklärst du, das es selbstsüchtig ist zu sagen man bräuchte Feminismus nicht, nur weil es einem selber gut geht. Das ist als würde man sagen man ist nicht gegen rassismus, nur weil man nicht betroffen ist. Vorwiegend in anderen Ländern werden Frauen als sexsklaven benutzt , als Kinder verheiratet etc. Wichtiges Thema sind außerdem Rassissmus, kulturelle Aneignung (bsp. schwarzes Mädchen trägt afro, wird deswegen gemobbt , man sagt ihr sie soll sich doch die Haare kämmen aber wenn eine weiße person einen hat ist es plötzlich Trend) sowie sexuelle Übergriffe oder gewalt gegen Lgbtq+ Personen (erklär auch, das es uns ja nicht betrifft wenn ein gleichgeschlechtliches paar heiratet)
Kannst auch anführen , dass Regeln wie z.b Frauen müssen Bikini tragen lediglich gesellschaftliche Normen sind, und männer das früher auch nicht durften.

War jetzt ein bisschen lang , aber ich hoffe ich konnte dir etwas helfen :)

Kommentar von MaximaLuise2016 ,

Sehr guter Beitrag. 
Ja, vieles habe ich auch vorgetragen, aber er hat immer wieder versucht zu argumentieren, dass ich einseitig bin und männliche Opfer entweder verschweige oder vergesse. Genauso wie ich weibliche Täterinnen verschweigen sollen. Alles vor allem im Bereich der häuslichen Gewalt!

Ich habe es auch schon der Klasse und meiner Lehrerin erklärt, dass dies bloß ein Versuch ist weibliche Opfer (die ja viel mehr leiden müssen) auszuschließen und nur ein "What about the men" ist. Sie leiden ja nicht an der patriarchalischen Männergewalt. 

Kommentar von Krjhg ,

Ach, also denkst du an männliche Opfer? WIe ist es denn mit häuslicher Gewalt an Männern? Hast du dich schon mal damit befasst? Wenn nein, dann tu es doch mal. Oder geht es dir nur um ein "What about the women"? ;) Wenn für den Feminismus beide GEschlechter gleich gestellt sein sollen, dann steh auch für beide Geschlechter ein. Und nicht nur für Frauen.
Es gibt immer zwei Seiten der Medaille.

Kommentar von MaximaLuise2016 ,

Es gibt zwar häusliche Gewalt gegen Männer von Frauen, aber diese ist so selten, dass es vom wahren Opfer ablenkt. 

Kommentar von Krjhg ,

ALLE Opfer sind wahre Opfer. Oder sind Frauen etwa mehr wert als Männer? ;)

Kommentar von MaximaLuise2016 ,

Nein. Natürlich sind Männer und Frauen gleich viel Wert und jedes Opfer ist auch ein wahres Opfer.

ABER! Wenn Männer eben nur um die 1-5% der Opfer von häuslicher Gewalt ausmachen, ist so tun als würden Männer (als Gruppe) genauso leiden wie Frauen (als Gruppe) unredlich und lenkt von dem größten Teil der Opfer ab, wenn man so tut das die Gewalt von Frauen genauso schlimm ist wie die der Männer. 

Kommentar von ich313313 ,

Das stimmt so nicht, schau mal da (und bei vielen anderen Quellen):

http://www.sueddeutsche.de/panorama/haeusliche-gewalt-maenner-die-verkannten-opf...

"Im vergangenen Jahr war fast jeder vierte Tatverdächtige weiblich (24,7 Prozent)"


Kommentar von MaximaLuise2016 ,

So einfach ist das nicht. Denn Täter stellen sich oft als Opfer dar und unser frauenhassendes System ist natürlich auf ihrer Seite. 

Kommentar von ich313313 ,

Aha? Dann frage ich mich, ob wirklich alle Frauen so brav sind. Das hab ich auch schon oft anders erlebt. Irgendwie kann auch das nicht sein. Fakt ist, dass sich viele Männer nicht trauen zuzugeben, dass ihre Frau häusliche Gewalt anwendet. Außerdem wird Frauen eher geglaubt. Schrecklich, aber leider wahr.

"unser frauenhassendes System ist natürlich auf ihrer Seite"

Ich fang am besten nicht an, dazu jetzt was zu schreiben. Das würde diesen Kommentar sprengen.

Ganz ehrlich: Man kann sich vieles schönreden.

Kommentar von MaximaLuise2016 ,

Wenn Frauen schlagen, dann schlagen aus Selbstverteidigung! Männer, weil sie Frauen dominieren wollen und Macht ausüben wollen.  

Kommentar von ich313313 ,

Ist klar. Jetzt weiß ich auch, wie die Diskussion ungefähr ausgesehen hat. Für andere war es unmöglich, ihre Meinung (die nicht ganz falsch ist) darzustellen, weil du nur deine Ansicht für richtig hältst und es natürlich besser weißt. Glückwunsch. Solche Menschen mag ich wirklich gerne. Das musste jetzt mal gesagt werden. Und nein, ich bin kein Mann. Die arme Lehrerin. Die macht bei euch so schnell keine Diskussionen mehr.

Kommentar von Niusgf ,

bei solchen Äußerungen brauchst du dich über die wenig positive Reaktion deines Mitschülers nicht zu wundern - ersetze bei deinen zwei Sätzen ein paar Substantive durch andere Begriffe, und es klingt schon fast wie eine rassistische Parole - wer inhaltlich und sachlich diskutieren will, sollte sich nicht in Polemik verlieren

und bevor nun irgendwelche krude Theorien folgen: ich bin absolut und vollumfänglich für die absolute Gleichberechtigung der Frauen, und befürworte natürlich auch den Feminismus, sowie das dementsprechende Engagemant

Kommentar von Niusgf ,

Ah ja, die Tragik und Tragweite hängt also nur von der Quantität der Vorfälle ab?! Die paar Männer die davon betroffen sind, sollen sich halt eben nicht so anstellen, diese Memmen; oder wie wäre das zu verstehen?
Der zweite Teil des SZ-Artikels wurde auch gelesen?
http://www.sueddeutsche.de/panorama/haeusliche-gewalt-maenner-die-verkannten-opf...
Ich kann es mir zwar selbst kaum vorstellen, aber die Dunkelziffer ist wahrscheinlich höher als man glaubt. Welcher Mann gibt schon "wo auch immer" zu Opfer von Gewalt geworden zu sein. Das ist im gleichgeschlechtlichen Bereich ja schon so. Wie viele Männer werden also vermieden, sich zur "angeblichen Lachnummer" zu machen, indem sie... usw.

Kommentar von sneakqx ,

Das Problem mit der häuslichen gewalt an Männern ist natürlich, das man ihnen seltener glaubt, oder teils gesagt wird man solle sich doch als Mann wehren und sich das nicht bieten lassen, verdammt traurig das auch die Polizei solchen opfern nicht viel glauben schenkt...

Kommentar von sneakqx ,

Bei Frauen wird bei Vergewaltigungen auch oft die Schuld auf die Frau geschoben, oft heißt es die Kleidung oder das Verhalten sind schuld, aber der sinneszustand spielt genauso eine rolle. Auch wenn sie nackt neben dir liegt und nein sagt, ist es eine Vergewaltigung. Mann oder Frau ist den sexuellen trieben ja nicht ausgeliefert, man hat diesbezüglich IMMER eine Wahl. (anfügung für meinen Kommentar oben: ich denke auch es gibt viele Männer/jungs die eben aus der Angst heraus erniedrigt zu werden solche Straftaten auch nicht melden)

Kommentar von sneakqx ,

MaximaLuise , das stimmt nicht , Frauen üben oft aus den selben Gründen gewalt aus wie Männer. Kann natürlich vorkommen das sich der Partner die Selbstverteidigung zu nutze macht und sagt das war häusliche Gewalt, ich glaube aber das ist recht unwahrscheinlich.

Kommentar von sneakqx ,

Niusgf ich muss dir vollkommen recht geben.

Antwort
von Gastnr007, 80

es gibt sozusagen zwei Arten von Feminismus: den im Ausland, wo Frauen unterdrückt werden; und im Inland und den Ländern wo Frauen auch gleichgestellt sind. Hier in Deutschland sind die Feministinnen Männerhasser; im unterdrücktem Ausland gerecht. Dieses Unterscheidungsproblem ist das eure.

Kommentar von sneakqx ,

Also bin ich ein Männerhasser weil ich auf mein Recht besteh... ok. übrigens interessiere ich mich auch für leute im Ausland, da ich selber Migrationshintergrund habe. ziemlich viele Vorurteile hast du.

Kommentar von MaximaLuise2016 ,

Auch hier, in Deutschland und in Europa wird Feminismus noch gebraucht.

Kommentar von Gastnr007 ,

in meiner näheren Umgebung ehr nicht. Frauen sind gleichgestellt.

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