Frage von Soulbottle93, 199

Antifaschismus, Linksradikalismus, Linksextremismus?

Ich habe in meinem Freundeskreis sehr sehr viele (also fast alle) Linke bzw der Antifa-Angehörige (wobei die Antifa sich ja grundsätzlich aus vielen verschiedenen autonomen Gruppierungen zusammensetzt und quasi eher so eine Art Oberbegriff für diese alle ist, wenn ich das richtig verstanden habe??)

Ich habs nicht so mit Politik und kann deshalb auch nie wirklich Teil an solchen Gesprächen nehmen. Aber ich möchte wenigstens für mich versuchen, das alles zu verstehen. An sich möchte die Antifa bzw die "Linke Seite der Politik" doch, dass alle gleich sind oder? Das ist eine gute Sache für die man einstehen sollte, mit Recht. Aber warum auf Demos in schwarz, steinewerfend und beleidigend unterwegs? Klar, die Nazis sind nicht besser aber sie "verstecken" sich nicht hinter einem schwarzen Schal oder so. Ich will niemanden angreifen, wirklich nur verstehen! Natürlich ist die Polizei bei Demos bei, natürlich merken sie sich deren Gesichter aber...warum Gewalt in Wort und Tat? Warum sein Gesicht, seine Person verstecken, wenn man mit allem was man ist hinter dieser Sache steht? Bevor ich in diesem Freundeskreis war, war beides für mich negativ, weil es nach außen hin einfach negativ wirkt - links wie rechts.

Ich beschäftige mich schon seit einer Weile damit und versuche mich mit dem Thema auseinander zu setzen. Mal heißt es, es gibt keinen Linksextremismus, keinen Rechtsradikalismus, dann gibt es doch wieder Radikalismus und Extremismus auf beiden Seiten - egal wie ich es drehe und wende, ohne links oder rechts klingt beides negativ, es klingt nach Gewalt.

Kann mir vielleicht jemand einfach erklären, was ich hier versuche darzustellen? Ich bin komplett durcheinander, weil ich gerade wieder mal im Internet geguckt habe und da auf einmal auf einer Seite gelandet bin, auf der es heißt, die Antifa wäre einfach nur die akutelle Version der damaligen SA. Und das ist totaler Quatsch, weil sie ja gegen alles sind was die Nazis sind, wobei der Text an sich für mich logisch klingt aber trotzdem falsch. Aaaaaarg, ich versteh's nicht, es ist zu vieles was sich ständig widerspricht, sich ausschließt usw..

Bitte, Hilfe! :D

Ich hoffe jemand weiß sich durch meinen Wortbrei zu kämpfen und kanns mir irgendwie verständlich erklären!

Danke :)

Antwort
von Exisaur, 50

Zu Beginn erst mal: Ich glaube das ist die differenzierteste
Frage, die ich hier jemals gelesen habe :P

Und Differenzierung ist auf dem Gebiet Antifaschismus wohl auch
ziemlich wichtig. Wie grundsätzlich ja schon mehrfach gesagt wurde,
gibt es sowas wie "die Antifa" nicht, sondern es gibt
unzählige Antifa-Gruppen, die sich an der Idee orientieren, sich
antifaschistisch (also gegen den Faschismus und mit ihm verbundene
Phänomene) zu betätigen: Dazu gehören dann neben den "klassischen"
Antifaschismus, auch der Kampf gegen den Kapitalismus (der
tendenziell für viele Phänomene ursächlich oder affirmierend ist),
Antisemitismus (mit Abstrichen, da die Linke hier auch mit sich
selbst zu kämpfen hat), Sexismus, Homo- und Transphobie etc.
Grundsätzlich liegt also ein hohes aufklärerisches und
emanzipatorisches Potenzial in der antifaschistischen Bewegung.

Kommen wir damit zur zentralen Frage, um die die Antifa-Debatten
immer wieder kreisen: Gewalt. Grundsätzlich gibt es in der
(antifaschistischen) Linken keine einheitliche Einstellung zur Gewalt
und ihre Anwendung ist kontrovers diskutiert. Trotzdem muss man
zugeben, auch wenn man der Sache nahesteht, dass es nicht gerade
wenige gibt, die ein erschreckend hohes Gewaltpotenzial an den Tag
legen und denen es weniger um die Sache geht, als darum, sich gegen
irgendwen auszutoben. Allerdings - und das gilt es meiner Ansicht
nach hieraus mitzunehmen - leistet der Großteil der Antifagruppen
einen wichtigen Beitrag in der öffentlichen Auseinandersetzung - und
macht sich letztenendes auch an vielen Stellen um den Schutz und die
Förderung der Demokratie verdient - weil ihre Hauptarbeit darin
besteht, die erklärten Feinde der Freiheit und der Demokratie zu
bekämpfen. Zudem beteiligen sich Antifagruppen grundlegend und an
wichtigen Stellen auch an der Theorieproduktion - es gibt nämlich
entgegen der öffentlichen Wahrnehmung unzählige Antifagruppen die
ihren Hauptschwerpunkt auf theoretische Arbeit legen, die ihre
politische Arbeit unterfüttern soll. Diese Beiträge sind auch für
die Wissenschaft nicht unwichtig.

Einen Aspekt zum Thema Gewalt – gerade wenn man linke und rechte
Ideologien vergleicht und weswegen man sich absolut davor hüten
sollte, linke und rechte Gewalt als „gleich“, „gleichwertig“
oder „gleich gefährlich“ zu bezeichnen – liegt in der
Verankerung von Gewalt in der Ideologie selbst: Wie ich oben erwähnt
habe, liegt in linker Ideologie ein tendenziell eher
emanzipatorisches Potenzial, dem Gewalt grundsätzlich eher fern
liegt – oder liegen sollte. Im Gegensatz dazu wird Gewalt in
rechten Zusammenhängen an vielen Stellen positiv bewertet: als „Wert
an sich“, also Gewaltbereitschaft und ihr zur Schau tragen gehören
in vielen rechten Szenen zum normalen Habitus und werden hoch
geschätzt. Ein Blick auf die Vorstellungen, die viele Rechte zu
verwirklichen suchen – also z.B. ein Deutschland in de nur
„Deutsche“ (nach ihrer völkischen, rassistischen Definition)
leben, ließe sich nur verwirklichen, wenn man alle, die in dieses
Bild nicht passen abschieben würde – sich nur mit Gewalt
durchsetzen lassen.

Ja, es ist schwierig, sich in diesem Themenfeld zurecht zu finden,
weil es einfach keine einfachen Antworten gibt. Grundsätzlich musst
du selbst beurteilen, wie du zu gewissen Sachen stehst. Was man
jedoch festhalten kann: Man kann das das Antifa-Spektrum eben nicht
generell beurteilen, sondern muss sich eben, wenn man sich engagieren
will, das heraussuchen, was man vertreten kann.

Kommentar von veritas55 ,

Eine sehr differenzierte Antwort ;) !

Antwort
von MrHilfestellung, 72

" Aber warum auf Demos in schwarz, steinewerfend und beleidigend unterwegs?"

Schwarz angezogen sind sie, damit die Polizei und auch politische Gegner nicht so einfach einzelne Teilnehmer*innen einer Demo erkennen kann.

Steinewerfen passiert äußerst selten auf Demos, ich bin fast wöchentlich auf linken Demos und Steine wurden noch nie geworfen. 

Politische Gegner findet man nicht gut, und das bringt man auch zum Ausdruck. Auf Demos geht es auch weniger darum sich theoretisch mit Argumenten auseinanderzusetzen, dafür gibt es bessere Gelegenheiten, es geht darum den Gegnern zu zeigen, dass man etwas gegen sie hat und dies auch zum Ausdruck zu bringen. Da fällt halt schon mal ein "Staat, Nation, Kapital: SCHE**E. Wenn du dich mit linken Themen auseinandersetzen willst hör dir Reden an oder lies Bücher. Das ist übrigens bei allen anderen politischen Richtungen genauso.

"Klar, die Nazis sind nicht besser aber sie "verstecken" sich nicht hinter einem schwarzen Schal oder so."

Sogenannte Autonome Nationalist*innen tun genau das. Auch bei linken Demos ist oft nur eine Minderheit vermummt.

"Warum sein Gesicht, seine Person verstecken, wenn man mit allem was man ist hinter dieser Sache steht?"

Damit bei einer Demo, bei der es Ausschreitungen gab, nicht eine Anzeige wegen Landfriedensbruch im Briefkasten liegt, obwohl man selbst gar nichts gemacht hat. Außerdem gibt es Nazis, die gerne mal bei Linken vorbeikommen.

Ja, Linksradikale haben oft ein Verhältnis zur Gewalt, was die liberale Mitte ablehnt. Meistens ist linke Gewalt aber gegen Sachen und nicht gegen Menschen gerichtet. Auch ist linke Gewalt oft nur eine Reaktion auf Gewalt von Polizei und Rechtsradikalen, wobei es natürlich genug Linke gibt die "anfangen".

Der Artikel ausm Tagesspiegel beschreibt das ganz gut. Linke sind schlecht darin sich positiv in der Öffentlichkeit zu präsentieren, aber sie verfolgen wichtige Ziele und wir sollten froh sein, dass es Antifas gibt, die sich Nazis in den Weg stellen.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/chaoten-oder-heilsbringer-danke-liebe-antifa/9...






Kommentar von Soulbottle93 ,

Ich kanns nur nochmal wiederholen, die Ziele finde ich wirklich unterstützenswert, den Protest gegenüber den Rechten gerechtfertigt.

Das mit dem Steinewerfen hätte ich jetzt nicht erwartet, weil bei den Demos die in meiner Heimatstadt waren die letzten Male eben viel gemacht und getan wurde - von beiden Seiten, was zu etlichen Schäden geführt hat. 

Ich kann auch das mit der Vermummung verstehen, es ergibt auch alles Sinn (vorallem wenn Nazis wirklich irgendwann auf der Matte stehen oder ungerechtfertigte Anzeigen rausgehen), aber gerade auf die Öffentlichkeit wirkt das alles sehr negativ. Und das ist ja eigentlich nicht Sinn des Ganzen, es geht doch darum, den Rechten die Schranken aufzuweisen und die "linke" Meinung zu verbreiten oder nicht? Ich kann mich nur als Außenstehende dazu äußern, aber bevor ich in meinem Freundeskreis war und angefangen hab mich einbisschen damit zu beschäftigen, wirkte auf mich die eine wie auch die andere Seite schlecht und böse. Da muss man doch eigentlich irgendwas machen, damit dieses schlechte Bild aus den Köpfen gelöscht und ersetzt wird? Gerade gewalttätige Ausschreitungen machens ja auch einfach nicht besser. Meiner Meinung nach ist und bleibt Gewalt falsch, egal für welchen Zweck. 

Aber danke für die Antwort!

Kommentar von MrHilfestellung ,

Wie gesagt Antifas sind nicht die besten Selbstdarsteller*innen, aber wenn man abwägen muss, ob man jetzt den Naziaufmarsch verhindert und in der Öffentlichkeit schlecht da steht oder sich in der Öffentlichkeit positiv präsentiert, Nazis aber ungestört (bzw. vom Rand von Gegendemonstrant*innen begleitet) hat der Kampf gegen Nazis erstmal Vorrang.

Du scheinst ja zumindest aufgeschlossen sein was linke Ideen angeht. Dir das anzugucken ist super und es muss wirklich niemand militanter Linker werden, das bin ich auch nicht. Ich war bei 1,2 Sitzblockaden dabei das wars schon. 

Auch als Linker akzeptiere ich alle Meinungen von Linksradikal bis CDU.

Kommentar von atzef ,

Das läuft auf eine alberne Apologetik von "linkem" Gewalthhooliganismus hinaus und darauf, den "Kampf gegen Nazis" einseitig auf militante und damit vorpolitische Aspekte zu reduzieren.

Es ist nicht die Aufgabe von politischen Gruppierungen, das Grundrecht der Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit nach persönlichem Gutdünken zu beschneiden.

Es sollte vielmehr zentrale Aufgabe sein, möglichst viele friedliche Gegendemonstranten zu mobilisieren und diese friedlich dokumentieren zu lassen, was sie von Nazis halten.

Eine Verheldug von hooliganistischer Polittrottelei im "linken" Gewand hilft dabei rein gar nichts. :-/

Kommentar von MrHilfestellung ,

Antifaschist*innen ist bewusst, dass sie mit Blockaden die Versammlungsfreiheit einschränken. Hier gibt es einen Streipunkt zwischen radikalen Antifaschist*innen und dem Staat.

Für Linke ist jeder Meter, den Nazis gehen ein Meter zu viel. 

Kommentar von atzef ,

Nein, allenfalls für "linke" Enkel von Gulag-Kommandanten oder Stasi-Gefängnisdirektoren...

In einer freiheitlich-demokratischen, antitotalitären Gesellschaft ist die versammlungs-und Demonstrationsfreiheit auch gegenüber Verfassungsfeinden zu gewähren, solange sie nicht gegen Strafrechte verstoßen.

Kommentar von Quastroo ,

Auch als Linker akzeptiere ich alle Meinungen von Linksradikal bis CDU.

Und wo ist da der allgemeine Respekt gegenüber anders denkenden? Um jene Parteien rechter als CDU mal zu erwähnen... Die AfD- Konsorten und die NPD-Sippe sind schließlich auch nur Meinungen, kontroverse und nicht unbedingt positiv angesehen(was man an der Wortwahl meinerseits vllt. schon erkannt hat), aber immer noch Meinungen.

Der einzige richtige Weg, deren oftmals radikalen und nicht humanen Äußerungen entgegenzuwirken, ist die Kommunikation miteinander, die eine gegenseitige Akzeptanz voraussetzt. Sonst spricht man gegen eine Wand und man erhält keine Antworten geschweige denn Fortschritte...

Antwort
von nobytree2, 84

die Antifa wäre einfach nur die akutelle Version der damaligen SA

Du musst unterscheiden:

  1. Inhaltlich gibt es mit Sicherheit Unterschiede (sofern sich die Antifas ausreichend Gedanken machen, was nicht bei allen der Fall ist, auch nicht jeder SA-Scherge wusste wofür seine Symbole standen und wollte sich nur prügeln),
  2. jedoch sind die angewandten Methoden - Gewalt, Krawall, Rumschreien - sehr vergleichbar, nämlich faschistisch.

Demokratische Methoden wären: den anderen Ausreden lassen (das können die Antifas genauso wenig wie die Nazis), die Plakate des anderen hängen lassen, Widerspruch durch Argumente in einer demokratischen Diskussionskultur einbringen, sachlich bleiben, eigene Fehler eingestehen, Lösungen suchen, auf den anderen eingehen.

All das kann die linksautonome (anti-)faschistische "Kultur" nicht, weil sie sich nicht beherrschen können, weil die innere Stärke fehlt für Demokratie und ein friedliches Miteinander. Dasselbe gilt für die rechtsautonome faschistische "Kultur".

Die wichtigste Unterscheidung ist daher

  • Normal oder Radikal
  • Demokratisch oder (anti-)faschistisch
  • Friedlich oder gewaltbereit
  • sozial oder autonom
  • Mitte oder extrem
Expertenantwort
von atzef, Community-Experte für Politik, 43

"Die Antifa" ist für mich ein schwer zu überschauendes Konglomerat an pubertär-gewaltbereitem Hooliganismus, der eine gute Idee - Antifaschismus - für dümmliche, vorpolitische Gewaltexzesse missbraucht.

Die erste und wichtigste Aufgabe einer antifaschisttischen Strategie und Taktik wäre eigentlich, gegen Aufmärsche von Neonazis eine möglichst breite Gegenöffentlichkeit aufzubieten und alle Demokraten gegen Neonazis auf die Straße zu bringen.

Daran gemessen agieren autonome "Antifa"-Gruppen eher als 5. Kolone der Neonazis, da sie mit ihrer Gewaltbereitschaft das genaue Gegenteil erreichen und viele abschrecken, öffentlich in Form einer Demoteilnahme sich gegen Nazis zu positionieren.

Insofern muss man sie entschlossen in die Schranken weise.

Im Weiteren ist der Liksextremismus in Deutschland ein Phänomen von unter 0,5 % - hoch geschätzt!

Antwort
von Quastroo, 60

Die heutigen Antifaschistischen Gruppierungen richten sich ,wie der Name schon sagt,gegen Faschisten/faschistische Grundzüge(rechts). Auf der anderen Seite gibt es natürlich den Gegenspieler( Anti-Antifa). Wie Sie auch schon festgestellt hatten, ist das Gewaltpotential innerhalb dieser Richtung hoch. Ich denke mal, dieses wird durch die totale Ablehnung der anderen Seite begründet. Die Durchsetzung eigener Interessen stehe im Vordergrund. Die Kompromissbereitschaft ist niedrig.

Nun gut, die Vermummung kann man darauf zurückführen, dass sie nicht erkannt werden wollen, da der Einsatz von Gewalt innerhalb der Antifa selbst ein kontroverses Thema ist. Somit bleibt die Identität der Einzelnen halt überwiegend verschleiert und verdeckt.

Bei den unterschiedlichen Gruppierungen dieser Richtung kann man eigentlich nur einige wenige Gemeinsamkeiten feststellen: Und zwar die Ablehnung rassistischer, nationaler und faschistischen Gedanken.

Ein Hauptpunkt ist des Weiteren die negative Haltung gegenüber dem Kapitalismus. Dadurch könne sich erst der Faschismus entfalten. Ausnutzung und Ausbeutung durch Sexismus und Rassismus seien Folgen des Kapitalismus.

Zusammengefasst mögen diese politischen Inhalte der Antifa zwar positiv wirken, was sie auch sind(Aus moralischer Perspektive gegen Ausbeutung, Faschistischer Ideologien, Antisemitismus etc.). Dennoch wird dadurch meiner Meinung nach nicht ein solches Gewaltpotential gerechtfertigt. Die Beobachtung durch den Verfassungsschutz ist demnach legitim und vonnöten, um solche Ausschreitungen vorzubeugen( Sowohl bei Rechten als auch bei Linken).

Antwort
von Nomex64, 27

Du musst zwei Sachen trennen.

1. Linke Politik. Was das ist findest du z.B. im Parteiprogramm der Linken: https://www.die-linke.de/partei/dokumente/programmderparteidielinke/

2. Linksextreme. Das sin die Steinewerfer die sich den Anschein geben linke Ideologien zu vertreten.

Das ist nicht immer einfach und verschwimmt oft. Leider beziehen auch linke Politiker nicht immer eindeutig dazu Stellung.

Linke Politik ist keine Gefahr, auch nicht für die demokratische Grundordnung. Extremismus ist immer eine Gefahr für die Gesellschaft.

Antwort
von HMilch1988, 42

Schon witzig. Fast jeden den ich glaube zu kennen sympathisiert mit der AfD und distanzieren uns von der NPD. Die AfD (ich gehe mal davon aus das ihr diese mit Na*zis meintet) ist nicht radikal, genauso wenig wie die Menschen.

Ich möchte die Antifa und Linken nicht als dumm bezeichnen... aber einige scheinen schon was realitätsfern und weltfremd zu sein. Zumal weiß man nicht, was sie eigentlich wollen.

Leider hatte ich bislang recht wenig und vielleicht die falsche Bekanntschaft mit Sympathisanten der Linken/Antifa... doch leider stellte ich für mich fest, das viele von ihnen Arbeitslos, aggressiv, Unzufrieden mit ihrem Leben sind, gerne Jogginghosen tragen und in der Öffentlichkeit Alkohol konsumieren. Gepaart mit viiiiel Langeweile, ist das eine gefährliche Mischung. Leider waren es auch jene gewesen, die ständig fordern, aber nie etwas zur Gesellschaft beitragen (außer Sachbeschädigung). Ihre Informationsquellen beschränken sich auch meist nur auf die öffentlich rechtlichen Fernsehsender und der Bild-Zeitung.

Ich will damit nicht pauschalisieren... aber bislang habe ich ausschließlich diese Erfahrungen mit jenen aus der ,,Szene" gemacht (ca. 20 - 30 Leute). Es gibt mit Sicherheit auch anständige, die ihre Ideale mit denen der Linken/Antifa identifizieren können und das ist auch ok.   


Kommentar von AssassineConno2 ,

komisch...innere Berichte die nach ausßen gelangt waren belegen den rechtspopulismus der AFD....

Kommentar von HMilch1988 ,

Achja..ich vergas zu erwähnen das jene nicht gut in Argumentieren waren (solche ja-nein-typen ohne Standpunkt).

Antwort
von voayager, 45

Wer schwarz trägt identifiziert sich mit dem Anarchismus, dessen Symbol nun mal schwarz ist.

Vermummt wird sich deshalb, weil der hiesige Staat mit seiner Polizie schnüffelnd untwerwegs, wozu auch das Fotografieren von Demonstranten gehört.

Antwort
von JulianU1711, 77

Du hast vollkommen Recht sowohl die Antifa als auch die rechtsradikalen sind extrem in dem was sie tun. Wo aber jetzt Extremismus anfängt muss jeder für sich selbst entscheiden. Es wird immer rechts und links geben mal mehr und mal weniger. Beide Gruppen sind gleich Gewalttätig in dem was Sie tun, dass kann niemand abstreiten nach den letzten Vorkommnissen.

Kommentar von Soulbottle93 ,

Aber wo ist denn da der Sinn, gleiches mit gleichem vergelten führt doch zu rein gar nichts!

Kommentar von JulianU1711 ,

Genau dass musst du den Extremisten beibringen

Kommentar von veritas55 ,

Beide Gruppen sind gleich Gewalttätig in dem was Sie tun,

Beide Gruppen sind insofern nicht gleich gewalttätig weil sich die Gewalt der Antifas in der Regel gegen Gegenstände und die Gewalt der Rechtsextremen vorwiegend gegen Menschen richtet.

Kommentar von veritas55 ,

http://hoefinghoff.berlin/2012/05/linke-gewalt-vs-rechte-gewalt/

Gewalt ist immer schlecht - aber sie ist nicht immer gleich...

Antwort
von Marcel89GE, 32

Was sie verbindet ist der Hass.

Und das ist das Problem.

Antwort
von AssassineConno2, 14

Mal kurz: wenn du dir Sachsen anguckst, hier sind nicht etwa die rechten das Problem, sondern die Linksextremen (Leipzig ist die linksextremste Stadt überhaupt). Diese ganzen Antifa (in meinen Augen ebenso Faschisten) rühmen sich hier auf Internetseiten (ich finde diese leider nicht mehr) wie sie Polizeireviere, etc. mit Steinen bewerfen und Polizisten verprügeln, Autos anstecken usw....von daher kannste die auch in die Ecke mit 'dumm' stellen....

Blöd nur das dies von den Medien sehr gerne als Rechte dargestellt werden (z.B. wo die Flüchtlingsubterkunft in Heidenau niedergebrannt werden sollte...habe dort Freunde die mir sagten, dass die dort mit ihren Antifa Flaggen rumgerannt sind (diese 'Rechten') (ja, die rechten sind auch nicht besser)

Antwort
von Kodringer, 51

Ganz einfach, weil die Menschen, vor allem in politischen Extrembereichen, immer davon überzeugt sind recht zu haben. Deswegen legitimiert sich ihre Handlungsweise in ihren Augen auch immer, wenn diese einem ihrer Meinung nach höheren Zweck dient. Ganz nach dem Motto: Der Zweck heiligt die Mittel,

Kommentar von Soulbottle93 ,

Aber Gewalt bringt doch niemanden seinem Ziel näher. Dadurch entsteht doch nur Angst in den Köpfen aber kein Umdenken. Ich will niemanden verurteilen aber nachdem was ich in letzter Zeit so gelesen habe, sind die Linken (auch wenn ich ihre Ziele unterstützenswert finde) keinen Deut besser als die Rechten

Kommentar von Zarebrius ,

Gib einer dieser Gruppen Macht und es entsteht eine Diktatur mit Machtstrukturen, die der Gestapo, SA und Stasi in nichts nachstehen

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