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Antidotierung in der Homöopathie?

Frage von Philohom Philohom

Ab wann darf man antidotierende Mittel geben? Wenn der Heilerfolg eingetreten ist? Nach x Tagen/Wochen? Lt. Boericke antidotiert z.B. Cocc-c Ign, gilt das auch umgekehrt, wenn ich Ign einenTag nach Cocc-c gebe? Und wie verhält es sich mit unverträglichen Mitteln?

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Antworten (6)

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    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Antwort von WildeFee WildeFee

    Meinst Du Cocculus?

    Warum willst Du antidotieren? Man antidotiert ja eigentlich nur, wenn man überdosiert hat; wenn das Mittel zu lange oder zu häufig genommen wurde.

    Bei Ignatia und Cocculus antidotieren sich beide gegenseitig, das ist aber nicht bei allen Mitteln so. Aconitum antidotiert Arnica, aber Arnica nicht Aconitum z.B.

    Kommentar von Philohom PhilohomPhilohom

    Ich habe mich nicht klar genug ausgedrückt: Ich will nicht antidotieren, sondern im Gegenteil diesen Effekt vermeiden, wenn ich z.b. aufgrund der Symptomveränderung ein anderes Mittel geben will, wie in diesem Fall (am einen Tag Cocculus, am nächsten Ignatia), bei dem Schlafmangel, Schulstress und Liebeskummer dazu führten, dass die Patientin nur noch geheult hat. Ign hat sehr schnell gewirkt und die Pat. konnte wieder lernen.

    Kommentar von yprada ypradayprada

    Horrorvorstellung, überhaupt 2 verschiedene Mittel im täglichen Wechsel einzusetzen!! Du würdest dann täglich die arme Patientin durch ein Wechselbad schicken, falls sie dann überhaupt noch reagiert... Aus eigener Erfahrung auch als Patientin bei anderen Homöopathen: bleibe in der klassischen Homöopathie. Zu hohe Gaben oder schnelle Wechsel der Mittel richten mehr Schäden an, als sie Gutes tun. Bei Symptomveränderung suche ein Mittel, dass Ignatia nicht antidotiert.

    Kommentar von WildeFee WildeFeeWildeFee

    Wenn es der Patientin nach Cocculus gut geht und dann sich der Zustand wieder verschlechtert und sich dabei die Symptomatik verändert, ist es doch völlig legitim, ein passendes Mittel zu suchen, das der Situation und Symptomatik angemessen ist. Da macht es nichts, wenn irgendwo steht, dass Ignatia Cocculus antidotiert - darum geht es ja nicht. Du antidotierst nicht, sondern Du gibst ein Folgemittel aufgrund der veränderten Symptomatik.

    Ich kann ypradas Entsetzen jetzt nicht ganz nachvollziehen, da Du ja nicht schriebst, dass Du nach Ignatia dann wieder Cocculus gegeben hast und dann wieder Ignatia usw. sondern sich aus der Cocculus-Verschreibung am nächsten Tag der Ignatia-Zustand entwickelt hat.

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    Antwort von fabs1 fabs1

    Wie hier schon zu lesen ist, ist ein Antidotieren nur angebracht, wenn Reaktionen eines Mittels zu stark sind, z.B. wenn bei einem Ekzem durch die Gabe einer zu hohen Potenz der Juckreiz, oder die Entzündung zu stark werden. Es gibt auch Menschen, die generell auf Hochpotenzen sehr stark reagieren, auch hier muss manchmal antdotiert werden. Für fast alle Mittel gibt es mehrere Antidots. Die Auswahl richtet sich dann nach den Übereaktionssymptomen. Bei einem normalen Heilungsverlauf ist die Anwendung eines Antidots kontraindiziert.

  • 1
    Antwort von yprada yprada

    Coc-c ist Coccus Cacti, Cocc. ist Cocculus, also indische Kockelskörner. Dieses Mittel hat folgende Beziehungen zu Ignatia: 1. Ignatia folgt gut auf Cocc. 2. Ign. antidotiert Cocc. 3. Ignatia wird als Alternative zu Cocc. (Collaterals) dargestellt. Bei Boericke stehen Coff. und Nux-v. als Antidote zu Cocc., in anderen Quellen Campher, Caps, Cham., Cupr., Merc., Staph., Tab. Da ich schon am eigenen Leib erfahren habe, was der Abbruch eines Mittels bedeutet, wäre ich sehr vorsichtig damit. Ich setze es nur ein, wenn ein Mittel über die Erstverschlimmerung hinaus nicht auszuhalten ist oder offensichtlich falsch gewählt, sodass die Wirkung die vorherigen Beschwerden übersteigt. Der Abbruch eines eigentlich guten Mittels wegen zu hoher Dosierung durch dasselbe Mittel in niedrigerer Dosierung ist auch ein harter Gang und macht das Mittel danach nicht mehr einsetzbar (zumindest für lange Zeit), was eine Katastrophe sein kann, wenn das Mittel genau richtig wäre und keine Alternative bietet. Wenn der Heilerfolg eingetreten ist, sollte man ein Mittel ausheilen lassen und von weiteren Gaben absehen, solange der Zustand gleichbleibend gut ist. Hahnemann betonte immer, dass man einem Mittel auch Zeit lassen muss. ich würde Cocc. erst Ign. folgen lassen, wenn ich auf die Wirkung von Cocc. keinen Wert mehr lege. Meine Erfahrung ist, dass man sonst wieder da ist, wo man vor Cocc. war...

    Kommentar von Philohom PhilohomPhilohom

    Ups, ja Cocculus.

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    Antwort von caramello caramello

    Die schwerwiegendsten Antidote liegen in den Lebensverhältnissen der Patenten. Dies sollte immer bedacht werden, bevor man sich ausschließlich in der Wirkung der Globuli verstrickt...

    Wenn ein Heilerfolg eingetreten ist, kann anschließend natürlich ein sog. feindliches Mittel gegeben werden. Wenn dieses den Heilerfolg zunichte macht, war es kein Heilerfolg.

    Nach meinen Erfahrungen hat dieses Thema keinen großen Stellenwert für den Erfolg/Misserfolg einer Behandlung.

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    Antwort von wilbot wilbot

    Eigentlich wird in der klassischen Homöopathie nicht täglich oder wöchentlich das Mittel gewechselt. Wenn du Ignatia gegen Liebeskummer gegeben hast, dann mußt du in der Reihe der sich ergänzenden Mittel die nächste Ebene suchen. Ignatia gehört in die Reihe: Sepia, Nux vomica, Ignatia. In 90 % der Fälle wirst du da auch fündig, das ist Erfahrungssache. Grüße

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    Antwort von wilbot wilbot

    Eigentlich wird in der klassischen Homöopathie nicht täglich oder wöchentlich das Mittel gewechselt. Wenn du Ignatia gegen Liebeskummer gegeben hast, dann mußt du in der Reihe der sich ergänzenden Mittel die nächste Ebene suchen. Ignatia gehört in die Reihe: Sepia, Nux vomica, Ignatia. In 90 % der Fälle wirst du da auch fündig, das ist Erfahrungssache. Grüße

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