Frage von tonariiXx, 75

antidepressiva nehmen, aber familie enttäuschen?

Ich (19, schülerin) habe seit einer längeren Zeit psychische Probleme. Es gibt keinen Grund. Ich bin mit meinem Leben zufrieden, mit mir selber, mit meinem Aussehen und Leistungen.

Aber manchmal, da bekomme ich schrecklich erdrückende Kopfschmerzen. Dann kann es sein, dass ich einfach anfange zu weinen. Ich weiss nicht wieso.

Diese Konditionen will ich nicht weiter ertragen, da ich fürchte, dass es meine schulischen Leistungen beeinträchtigen könnte. Ich will aber auch nicht meine Familie enttäuschen. Ich würde mich auch persönlich wie ein Loser fühlen. Andere Leute haben exhte Probleme und ich soll da Antidepressiva nehmen.

Ich bin hin und her gerissen und weiss nicht was tun. Ich fürchte, dass ich früher oder später zusammenbreche an dem.

Was würdet ihr tun?

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Antwort
von Andretta, 34

Ich würde unbedingt die Ursache der Kopfschmerzen medizinisch abklären lassen. Erste Anlaufstelle ist hier Dein Hausarzt.

Bitte auch Störungen im Bewegungsapperat in Betracht ziehen. Sollte hier der Grund für Deine Beschwerden liegen, kann ein Osteopath i.d.R. gut helfen.

Das, was Du beschreibst, bietet keine Grundlage für eine Medikation mit Psychopharmaka. Bedenken solltest Du auch, dass man allzu leicht in eine ungute Spirale der Abhängigkeit gerät.

Gute Besserung ☺

Expertenantwort
von samm1917, Community-Experte für Depression, 11

Obwohl ich keine Ferndiagnose wage (das kann ohnehin nur eine Fachperson) bezweilfe ich, dass es sich um eine Depression handelt. Zu einer Depression gehört mehr als Kopfschmerzen und Weinen.

Depressionen sind an objektive Kriteren festgebunden. Diese sind im internationalen Diagnoseverzeichnis ICD-10 festgehalten.

Hauptsymptome gemäss ICD-10 sind:
- Freudlosigkeit und/oder Interessensverlust
- Stimmungseinengung bis hin zum "Gefühl" der Gefühlslosigkeit
- Antriebslosigkeit und/oder erhöhte Ermüdbarkeit

Nebensymptome gemäss ICD-10 sind:
- verminderter Appetit
- vermindertes Selbstwertgefühl
- verminderte Konzentration
- Schlafstörungen
- Suizidgedanken
- Hoffnungslosigkeit
- Schuldgefühle

Fast niemand kriegt alle diese Symptome, doch min. 2 Haupt und 2-3 Nebensymptome müssen während min. 2 Wochen dauerhaft in ausreichender Stärke vorhanden sein wenn man von einer Depression spricht.

Falls du unsicher bist lasse dich von einem Psychiater oder Psychologen untersuchen.

Alles gute und viel Kraft.

PS: informationen zu Medikamenten gegen Depressionen findest du unter www.deprimed.de


Antwort
von Kurpfalz67, 15

Also, ich rate dir, die Kopfschmerzen zunächst einmal medizinisch abklären zu lassen.

Eventuell kann dir auch eine Psychotherapie dabei helfen, dass du dich nicht mehr so unter Druck setzt.

Letztlich ist es dein Leben und du musst für dich herausfinden, was du wirklich willst und was dir gut tut.

Du musst herausfinden, wie weit du dich dem Leistungsdruck beugen willst und wie weit du bereit bist, auch einmal eine weniger gute Leistung zu akzeptieren.

Perfektion ist keine Tugend! Du bist ein Mensch und du darfst auch Fehler machen, du musst nicht wie eine Maschine funktionieren.

Das Leben besteht nicht nur aus Leustung!

Einen guten, persönlichen Mittelweg zu finden, das ist die Kunst.



Antwort
von Fuchs95, 25

Hallo

Bist du deswegen schon einmal bei einem Psychiater gewesen?

Ich würde solange es irgend geht keine Antidepressiva nehmen, denn einmal angefangen ist es übelst schwer diese dann wieder abzusetzen. Ich kenne das aus meiner Familie. Du kannst ja mal zu einem Psychologen oder eben Psychiater gehen der dann, falls es nicht anders geht, dieses Medikament verschreiben kann.

Vor allem unterschätze bitte die Nebenwirkungen dieser Medikamente nicht.

Gruss Fuchs95

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