Frage von foreveryours96, 81

Antidepressiva, hilft oder nicht?

Hei, also ich habe seit über 4 Jahre Depressionen .. die werden immer stärker und stärker, jetzt mittlerweile denke ich nur an Selbstmord, es fühlt sich einfach so an, als wäre ich schon so tief drin das ich nicht mal mehr rauskomme.

Ich wollte nie Antidepressiva nehmen, da ich so will das es sich mein Leben ändert und besser wird .. was nicht passieren wird also muss ich es doch mit Medikamente probieren. Auf den Zettel steht aber das es sein kann das es sich in die ersten 3 Wochen alles verschlimmer, und erst dann gut wird. Ich wohne aber sozu sagen alleine, hab keinen, habe Angst wenn es sich verschlimmert, das ich mich dann echt umbringe.

Und gibts es hier wen der es schon genommen hat? Hilft es echt? Wie fühlt man sich während dem Konsum?

Expertenantwort
von samm1917, Community-Experte für Depression, 12

Ich gebe dir mal eine relativ medizinische und weniger sozialtechnische Antowort, denn ich glaube das war deine Frage:

Gemäss unzähligen Studien reagieren rund 30% der Personen ausreichend auf ihre Erstmedikation (das erste Medikament, welches eingenommen wird) mit Antidepressiva. Rund weitere 40% reagieren nach diversen Medikamentenwechsel und/oder Kombinationen ausreichend. Die restlichen 30% reagieren gar nicht oder nur stark unzureichend auf Antidepressiva.

Es kann sein, dass es während den ersten 2-3 Wochen schlimmer wird. Bei einigen wenigen Menschen tauchen auch verstärkte Suizidgedanken auf. Wenn du diese hast sofort den Arzt kontaktieren! Es ist allerdings so, dass eine Verschlimmerung der Symptome bei den wenigsten Patienten auftreten. Menschen die depressiv sind rechnen automatisch immer mit dem Schlimmsten und somit auch, dass sie ganz sicher von dieser Verschlimmung betroffen sind. Diese Annahme ist rein objektiv nicht begründet.

Nach 2-3 Wochen setzt dann die eigendliche antidepressive Wirkung ein. Die Medikamente müssen regelmässig (bei den meisten einmal täglich) eingenommen werden. 

Antwort
von Angie0404, 20

Hallo!!

Ich selbst nehme auch seit über 2 Jahren Antidepressiva. Habe zuerst Fluoxetin genommen, seit über einem Jahr nehme ich jedoch Venlafaxin (75mg). Es bringt natürlich was, jedoch würde ich an deiner Stelle NICHT damit anfangen!!!

Die Dosis muss immer wieder erhöht werden, da der Körper sich irgendwann an die Medikamente so sehr gewöhnt, dass sie nicht mehr großartig wirken. Dieses Problem habe ich aber NUR mit Antidepressiva!!

Wenn du  Medikamente irgendwann absetzen möchtest, werden die Depressionen wieder anfangen und nur noch schlimmer. Ich habe vor etwa einem halben Jahr versucht, sie abzusetzen. Ich hatte Schwindelanfälle, Hitzewallungen, Übelkeit, Kreislaufstörungen und konnte nicht mal alleine auf's Klo gehen! 

Mach lieber eine Therapie ohne Medikamente!!

Antwort
von Mikey86, 16

Hi

Erstens:

Welche Medikamente hast du bekommen und in welcher Dosierung?

Zweitens:

Bist du in Psychotherapeutischer Behandlung, oder ist dies ein Selbstversuch?

Du kannst mir gerne auch Privat schreiben, dann können wir das anschauen.

Alles gute

Antwort
von paranomaly, 14

Ich würde keine Antidepressiva nehmen, da diese die Funktion der Zirbeldrüse (ist für die Wahrnehmung verantwortlich) beeinträchtigt. 

Du kannst es mal mit meditieren versuchen.

Antwort
von olsen, 34

Ich habe eine Bekannte die Antidepressiva nimmt. Anfangs hatte sie schwitzanfälle und Stimmungsschwankungen. Hat sich aber alles relativ schnell eingespielt. Ihr geht es jetzt besser, sie geht jetzt mit eine L. M. A. A. gefühl durchs Leben. Das einzige, was zu bemängeln ist, ist das sie dadurch bestimmt 10 Kilo zugenommen hat, liegt wohl am Stoffwechsel der sich durch die Antidepressiva verändert hat..

Antwort
von Ostsee1982, 43

Warst du überhaupt schon mal beim Facharzt oder ist das eine Eigendiagnose? Depressionen ändern sich nicht von alleine - oder doch - sie werden von alleine schlimmer wenn es nicht behandelt wird.  Bestenfalls werden während dem "Konsum" die Symptome besser. Das in den ersten 3 Wochen die Symptome schlechter werden sollen.... weiß ich nicht wo du das gelesen hast. Es dauert 3-6 Wochen bis die volle Wirkung einsetzt. Zudem ist das auch nur dann sinnvoll in Kombination mit Psychotherapie.


Kommentar von foreveryours96 ,

Ich habe schon fast 2 Jahren eine Psychologin zu der ich regelmäßig gehe. Es ist aber so, wenn ich mit ihr rede fühl ich mich besser, sobald ich draußen bin, fängt es wieder an.

Kommentar von SPN4eva ,

Das redet einem jeder ein. Tatsächlich ist es mit Willenskraft ohne Hilfe am Besten. 

Kommentar von Ostsee1982 ,


Das redet einem jeder ein. Tatsächlich ist es mit Willenskraft ohne Hilfe am Besten. 

Wer so etwas daher redet hat von psychischen Erkrankungen überhaupt keine Ahnung. Eine richtige Depression lässt sich nicht mit einem Kamillentee und einem Schulterklopfer "heilen". Psychopharmaka werden häufig eingesetzt um Symptome zu verringern und psychisches Leiden zu lindern. In vielen Fällen ist es sinnvoll, psychotherapeutische und medikamentöse Behandlungsmaßnahmen zu kombinieren. Häufig ist die Medikation dabei die Basis, die es dem Betroffenen ermöglicht, wieder Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen und Probleme aktiv anzugehen. Mit Willenskraft hat das überhaupt nichts zu tun... ansonsten erklär deine These mal Personen mit schweren Depressionen die bis zum Atemstillstand führen können.... so ein Blödsinn.


Kommentar von SPN4eva ,

Ohh ein Pseudoexperte. Nicht alles, was im Internet steht stimmt. Ich sprech aus Erfahrung. Hatte nämlich schwere Depressionen inclusive Selbstmordversuche. Woher nimmst du dein Wissen?

Kommentar von Ostsee1982 ,


Ohh ein Pseudoexperte.

Eine Ergotherapeutin die seit 13 Jahren in psychiatrischen Bereich arbeitet ... DAHER nehme ich mein Wissen.... aber du kannst mir als Betroffener sicher besser die Theorie erklären. Selbst Depressionen zu haben macht dich nicht zum Experten.

Kommentar von SPN4eva ,

Ich hab es eben nicht mehr. Kann Zufall gewesen sein, aber das war diagnostiziert, von mehreren Psychos, hab es allein geschafft, das in 3 Monaten loszuwerden. Ich glaube das ist einfach Kopfsache. Davor hatte ich ewig Therapie und der Fortschritt war gleich 0. Theorie steht bei meinem Beitrag oben. Vielleicht hast du eine Erklärung dafür und könntest die "A****trittmethode" wie ich sie nenne weiterempfehlen.

Kommentar von Ostsee1982 ,

Dann bist du nur zu gratulieren. Mir ist in meiner Laufbahn noch niemand untergekommen der im klinischen Sinne schwere Depressionen hatte und ohne Psychopharmaka und ohne stationären Aufenthalt nach 3 Monaten wieder Juhuu geschrien hat, Dinge gemacht haben die Spaß machen, zur Schule gingen und regelmäßige Körperpflege betrieben haben. Schwere Depressionen können sich mit oder ohne psychotischer Symptome auszeichnen. Der Antrieb ist stark eingeschränkt. Das Interesse an Hobbys ist nicht mehr vorhanden. Es ist kaum noch möglich Kontakte aufrechtzuerhalten. Auch einige somatische Symptome wie: Flache Atmung, Herzbeschwerden, Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, erbrechen, Verstopfungen, zittern, Blutdruckschwankungen. Weiters gibt es 9 verschiedene Depressionsformen die keinesfalls in einen Topf zu werfen sind, einmal umrühren und heraus kommt "das schaffst du mit Willenskraft". Du hast deine Geschichte die nicht auf andere Betroffene verallgemeinernd umzulegen ist. Eine A****trittmethode würde ich in keinem Fall weiterempfehlen. Auch haben Antidepressiva KEIN Abhängigkeitspotential was du ja auch behauptest. Das was du beschreibst hat für micht nichts mit einer schweren Depression zu tun, da kannst du erzählen was du willst.

Kommentar von SPN4eva ,

Wenn du meinst. Ich hab meine Diagnose gekriegt. Ein Juhuschreier werde ich nie sein. Aber mein Leben läuft wieder. Übrigens hat die Methode auch bei einem anderen funktioniert, kannst du googeln, der hat ein Buch darüber geschrieben. Therapeut oder nicht, Diagnosen von fremden Menschen anzuzweifeln ist echt unhöflich. Und ADs machen abhängig. Da kannst du behaupten was du willst. Du verschreibst sie ja, im Namen der Pharmaindustrie.

Antwort
von Luna0987364, 52

Nimm es lieber nicht das Risiko ist es nicht wert mach lieber eine Therapie...

Antwort
von SPN4eva, 40

Ich hab das schon genommen. Es macht dich zu einem Zombie. Und auch wenn alle was anderes behaupten, das Zeug macht abhängig. Ich habe meine Depressionen in 3 Monaten vollständig überwunden und es ist sehr schnell besser geworden. Nach einem Monat war ich zu 75% wieder wie vorher. 

Mein erster Schritt war, die Dinge, die mir früher Spaß gemacht haben einfach zu tun. Und zwar den ganzen Tag lang (war ja immer Zuhause).

Der zweite war die Körperpflege. Gern in den Spiegel zu schauen hilft unheimlich! Gönn dir eine Shopping Tour und mach Krafttraining. Dazu immer gute Mukke. 

In No 3 versuche ich mein Leben auf die Reihe zu kriegen. Um meinen Abschluss stand es sehr schlecht und jetzt bin ich zu 99% sicher, das es klappt. Also pack die Schwierigkeiten in deinem Leben an!

Der vierte Schritt ist, den Zustand beizubehalten.

Das absolut schlimmste, was du mit Depressionen tun kannst, ist dein Schicksal in andere Hände zu geben (Psychologen), in Selbstmitleid versinken und den ganzen Tag im Bett zu liegen. Keine Ausreden mehr, warum was nicht geht. Wenn du es aber nicht schaffst, mach dir keine Vorwürfe sondern nimm es dir für den nächsten Tag vor:

Kommentar von foreveryours96 ,

Ich habe schon so oft versucht alles zu ändern, irgwas zu tun was mich wieder hochhebt, aber es half nichts. Ich bin immer mehr gesunken. Mittlerweile habe ich keine Kraft mehr zu kämpfen.

Kommentar von SPN4eva ,

Die Kraft ist immer da. Mir ging es auch wirklich schlimm. Erst als ich mein ganzes Leben fast zerstört hätte, hab ich eingesehen, dass ich von selber was tun muss. Keiner kann dir deine Depressionen wegnehmen. Nur du allein kannst sie besiegen. Sofort kannst du auch keine Resultate erwarten. Die ersten 2 Wochen werden die schlimmsten deines Lebens nach dieser Methode sein. Aber dann konmst du als stärkerer Mensch wieder raus.

Kommentar von foreveryours96 ,

Meine Psychologin hat gemeint, ich sollt wegziehen, weit weg von hier, und Neuanfang machen. Habe aber Angst das es sich dort nichts verändern wird. Dort werd ich noch einsamer sein als hier.

Klar, dort gibt es keine Drogen, Familie die einen fertig macht usw. aber ich weiß echt nicht .. keine Ahnung mehr was richtig und was falsch ist.

Kommentar von SPN4eva ,

Du kannst den Ort so oft ändern wie du willst, es ändert sich nichts, wenn du dich nicht selbst änderst. Drogen kontrolliert konsumieren und den Kontakt zur Familie abbrechen, sind lösbare Probleme. Da kannst du ansetzen. Mir hat damals eine Trotzreaktion geholfen. Depressionen kommen ja von einem Serotoninmangel. Und ich wollte es gar nicht einsehen, warum ich mir von meiner Hirnchemie vorschreiben lassen soll, dass ich mein Leben jetzt versaue.

Kommentar von foreveryours96 ,

Ich habe schon so oft Drogen konsumiert, das meine ganzen Glückshormone verbraucht sind soviel ich das merken kann. Jetzt wenn ich was konsumiere, auch wenn ich viel nehme, bin ich nicht so glücklich wie davor. Nur ich stecke jetzt zu tief drin, das ich schon abhängig bin und es auch brauche.

Meine Psychologin will das ich den Entzug mache, dann wenn ich in der Sache stabil bin, den nächsten Schritt mache und zwar Umzug.

Ich muss es aber echt noch irgwie schaffen mich zu ändern, ich weiß das es sich nichts ändern würde wenn ich einfach wegziehe, wenn ich innerlich noch keine Ruhe habe. Ich muss noch mit ihr reden, sie muss mir sagen wie ich es machen soll, den selber weiß ich nicht mehr weiter. Habe schon so vieles ausprobiert, und immer wieder gesunken.

Kommentar von SPN4eva ,

Vielleicht bist du gesunken, weil du es nicht durchgezogen hast? Ich war für 1,5 Monate clean zu Beginn von meinem Plan und kann wieder kontrolliert konsumieren. Und ich musste schlagartig aufhören, da sonst mein Leben vorbei gewesen wäre. 

Kommentar von foreveryours96 ,

Also nach dem Entzug, kann man sich schon kontrollieren und nicht so oft was nehmen wie davor? Ich denke irgwie, wenn ich jetzt die Therapie mache, und für eine Zeit clean bin, das wenn ich nur noch einmal wieder was nimm, es wieder so sein wird das ich die "Kontrolle" verliere.

Kommentar von SPN4eva ,

Du musst dir halt ganz sicher sein, dass du es kontrollieren kannst. Am besten immer nur kleine Mengen kaufen. Kommt auch auf die Substanz(en) an. Da kannst du dich gerne ans forum.suchtmittel.de wenden. Die kennen sich auch aus mit Depressionen und können dir weiterhelfen.

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