Frage von user38373, 91

Antidepressiva. Die ersten Wochen. Nebenwirkungen garantiert?

Ich nehme bald anti depressiva der neuesten Generation. Bin 17 und es wurde mir von meiner Therapeutin verschrieben. Wegen Depression und Ängsten. Habe jetzt Angst vor den ersten Wochen. Habe überall gelesen die ersten Wochen steigern alles noch einmal und erst nach einiger Zeit geht es einem besser. Ist das immer der Fall oder nur in Ausnahmen? Soll ich mich darauf einstellen oder Brauche ich keine angst haben?

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Expertenantwort
von Chillersun03, Community-Experte für Medikamente, 68

Dosiere dich langsam ein, dann wirst du auch keine Probleme mit Nebenwirkungen haben. Das Problem ist, dass man von den Ärzten direkt die "volle" Dosis bekommt - mit entsprechenden Nebenwirkungen.

Beginne bei 1/8 Dosis (Du kannst die Tabletten zerbröseln, solange es keine Retard, extended release oder magensaftresistente Form ist) und verdoppel dann ca. alle 5 Tage die Dosis bis du bei der vom Arzt verordneten Dosis bist. 

Habe überall gelesen die ersten Wochen steigern alles noch einmal und erst nach einiger Zeit geht es einem besser.

Der antidepressive Effekt dauert seine Zeit. Antriebs- und Motivationssteigerung oder auch Beruhigung sind jedoch sofort da. Und das sollte man nicht verachten ;)

Gruß Chillersun

Antwort
von NichtRene, 91

Das kann man nicht verallgemeinern und kommt immer auf den Einzelfall an. Richtig ist, dass die volle Wirksamkeit erst nach 2-3 Wochen erreicht wird. Die neueren Antidepressiva sind in der Regel sehr gut verträglich und verursachen keine besonders schlimmen Nebenwirkungen (wie die Nebenwirkungen genau aussehen, hängt von dem jeweiligen Medikament ab). Grundsätzlich ist das jedoch nichts, wovor man sich fürchten müsste.

Ich wünsche Dir alles Gute!

Antwort
von vanillakusss, 69

Wenn du jetzt nicht gerade extrem depressiv bist, kannst du das Medikament ruhig nehmen.

Wenn du keine Selbstmordgedanken hast, wirst du sie auch nicht unter dem Medikament bekommen.

Kommentar von NichtRene ,

Man kann (und sollte) das Medikament auch nehmen, wenn man "extrem depressiv" ist, dann nur eben mit besonderer ärztlicher Sorgfalt unter Berücksichtigung dieses Aspekts.

Kommentar von vanillakusss ,

Sollte man aber dann besser stationär.

Kommentar von NichtRene ,

Das kann man so pauschal nicht sagen. Man muss den Einzelfall betrachten, da kann das auch durchaus ambulant möglich sein. Du hast aber vollkommen recht, dass bei einer sehr ausgeprägten Symptomatik auch ein stationärer Aufenthalt sinnvoll oder erforderlich sein kann.

Kommentar von vanillakusss ,

Ich kenne das so von einer Verwandten. Die hat regelmäßig mit Selbstmord gedroht und als die Medikamente umgestellt wurden, hat man das nur stationär gemacht.

Der Grund dafür war, es kommt oft vor, dass stark depressive Menschen mit Selbstmordgedanken, zu kaputt dafür sind um das auch wirklich umzusetzen.

Bekommen sie stimmungsaufhellende Medikamente und etwas Energie, setzen sie nicht selten ihr Vorhaben in die Tat um....

Antwort
von WhoNose, 83

Ich bin vehement gegen Medikamente. Oder zumindest solche wie Antidepressiva. Ich finde die Nebenwirkungen schrecklich. Neue Probleme, um ein Pronlem zu bekämpfen. Das ist keine Lösung. Es ist effektiver, die Ursachen für die Depression zu bekämpfen. Mal an einen "unglücklichen" Darm als Ursache gedacht? 

http://www.zentrum-der-gesundheit.de/darm-steuert-emotionen-ia.html

Auf jeden Fall, rate ich von Antidepressiva ab. Sie beseitigen das Problem (Symptome..) nicht wirklich.

Kommentar von user38373 ,

Bin doch dabei eine Therapie zu machen. Bin gerade am Kern und kann dadurch nichts mehr machen. Kann morgen nicht aufstehen Angst.... Uaw

Kommentar von WhoNose ,

Ich kenne jetzt den Kern nicht und kann dementsprechend nichts empfehlen.. Manchmal helfen auch kleine Dinge, die summiert dann etwas bewirken? Tut mir leid, ich kann dir keinen perfekten Tipp geben, denn ich habe zu wenig Infos (aber das ist deine Sache, also du musst mir nichts erzählen, das wäre zu viel verlangt)

Kommentar von NichtRene ,

Das ist eine sehr gefährliche Antwort, vor der ich nur dringend warnen kann! Nicht nur fehlen den Behauptungen von der von Dir verlinkten Seite jegliche wissenschaftliche Grundlage. Die Ratschläge sind auch gefährlich. Antidepressiva stellen in vielen Fällen eine sinnvolle und notwendige Behandlungsmöglichkeit dar, um erst den Zugang zur kognitiven Psychotherapie zu ermöglichen. Weiterhin werden dringende Gefährdungen wie Suizidneigung, was zunächst Priorität ist, in Kombinationstherapie nachweislich reduziert.

Die von Dir heraufbeschworenen "schrecklichen" Nebenwirkungen sind nebenbei bemerkt in der Regel komplett harmloser und temporärer Natur. Ratschläge dieser Art bewirken letztendlich nur, dass die Patienten verunsichert werden und es zu schlechteren Therapieerfolgen kommt. Eine genaue "Ursache" einer Depression ist übrigens meist nicht (seriös) nachweisbar.

Bitte überlege es Dir nächstes Mal, bevor Du gefährliches Halbwissen verbreitest und leidende Menschen durch Irrungen womöglich in Lebensgefahr bringst.

Antwort
von MichixDDD, 77

Ivh hatte nur ganz bisschen Übelkeit ging aber nach 1 Woche wieder weg ;)

Kommentar von user38373 ,

Also keine verstärkten Ängste oder suizid Gedanken oder Nervosität?

Kommentar von MichixDDD ,

Kommt drauf an wie stark deine ängste sind

Kommentar von user38373 ,

Wieso? Je stärker die Angst desto stärker die Nebenwirkungen?

Kommentar von NichtRene ,

Das ist falsch, die Nebenwirkungen sind rein somatischer Natur.

Kommentar von MichixDDD ,

Is halt bei jedem unterschiedlich bei mir war eig nix schlimmes...

Antwort
von aleah, 54

Sprich mit deiner Therapeutin über deine Ängste.

Antwort
von Hypomanie, 74

Kommt drauf an was für welche. Allerdings würde ich dir davon abraten. Letzten endes machen drogen es nur noch schlimmer. Und pass auf das du nicht abhängig wirst, der Entzug ist schlimmer als das was du jetzt durchstehst.
Alles in allem, Kopf hoch! :)

Kommentar von NichtRene ,

Antidepressiva sind KEINE Drogen, Menschen ohne depressives Leiden würden nicht einmal etwas von der Wirkung bemerken. Zu einer Abhängigkeit kommt es ebenfalls nicht!

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