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Antidepressiva auch wenn ich stille?

Frage von Puppiesmama Puppiesmama

Hallo, meine Ärztin ist der Meinung es wäre dringend notwendig, das ich Antidepressiva einnehme. Hat aber große Bedenken, da ich noch Stille. Gibt es Medikamente die nicht schädlich für mein Baby sind? Und kann ich solche Medikamente überhaupt nehmen oder muss mein Baby dann auch in Ärztliche Kontrolle?

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Antworten (5)

  • 2
    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Antwort von hourriyah29 hourriyah29

    Hallo Puppiesmama!

    Es gibt eine Internetseite, wo Du Dich informieren kannst und auch einzelne Medikamente nachschlagen: www.embryotox.de Vielleicht findest Du in Kooperation mit Deiner Ärztin ein mögliches Medikament mit dem Du auch weiterstillen kannst. Ist Deine Ärztin Fachärtzin für Psychiatrie? Du solltest auf jeden Fall mit einem Facharzt sprechen.

    Ich würde Dir dringend raten weiterzustillen. Beim Stillen werden Hormone ausgeschüttet (insbesondere Oxytocin und Prolactin), die wie natürliche Antidepressiva wirken. Sie machen ruhig, glücklich und stärken die Bindung zum Baby.

    Wenn Du abstillst kämpfst Du mit den negativen Auswirkungen beim Baby (Unzufriedenheit, Weinen, nächtliche Probleme) und hast unter Umständen Nebenwirkungen und Probleme mit dem Medikament.

    Außerdem sagen neuere Studien, dass Medikamente nur bei mittelgradigen bis schweren Depressionen eingesezt werden können und bei leichten Depressionen Johanniskrautkapseln genau so gut wirken wie chemische Medikamente.

    Und außerdem sollte eine Depression natürlich richtig behandelt werden und nicht nur mit Medikamenten überdeckt. Bekommst Du eine Therapie?!

    Gute Besserung wünscht Hourriyah

    Kommentar von hourriyah29 hourriyah29hourriyah29

    Ich hab vergessen zu sagen: Es gibt verschiedene Antidepressiva, die auch in der Stilzeit erlaubt sind. Und ich kenne Mütter, die in Schwangerschaft und Stillzeit Antidepressiva genommen haben und den Kindern (ältestes Kind das ich kenne inzwischen 11 und auf dem Gymnasium) geht es gut.

    Kommentar von Wolpertinger WolpertingerWolpertinger

    Und außerdem sollte eine Depression natürlich richtig behandelt werden und nicht nur mit Medikamenten überdeckt

    Antidepressiva überdecken eine Depression nicht.

    Sondern sie wirken auf das Missverhältnis ( was bei einer Depression besteht) von Neurotransmitter im Gehirn ein und gleichen dieses wieder aus.

    Natürlich, ist eine medikamentöse Therapie nur eine Säule der Depressionsbehandlung, aber eine sehr wichtige.

    Die in vielen Fällen eine Veränderung der Persönlichkeitsstruktur erst Möglich macht.

    Bitte poste mir einen Link zu der Studie die Johanniskraut die gleiche Wirksamkeit wie ein chemisches Antidepressiva bescheinigt.

    Auch diese Studie interessiert mich...

    Kommentar von hourriyah29 hourriyah29hourriyah29

    Ich verstehe was Du meinst. Vielleicht habe ich mich nicht gut ausgedrückt. Natürlich besteht bei einer Depression ein Missverhältnis von Neurotransmittern, das durch Medikamente ausgeglichen werden kann. Manche Patienten profitieren sehr davon. Aber alle depressiven Patienten, die ich kennenlernen durften hatten eine Ursache für die Depression (in ihrer Biographie oder Lebenssituation). Daher halte ich es besser an dieser Ursache zu arbeiten.

    Und ich habe auch Patienten kennen gelernt die von Antidepressiva nichts hatten, außer Nebenwirkungen.

    Die Information über den Sinn der Medikamentengabe habe ich aus einer Fortbildung (gehalten von einem Chefarzt) und auch in einer Mediziner-Zeitschrift (entweder Ärzteblatt oder DockChek) gelesen, auf Internetrecherche habe ich grad keine Lust ;) Fazit der Fortbildung und des Artikels: Antidepressiva nur bei schweren und mittelgradigen Depressionen und nur um eine andere Therapie zu ermöglichen, Absetzen sobald der Patient ohne Medikament zurecht kommt. Bei leichten Depressionen kein Medikamen nötig, Johanniskraut möglich. Bei mittelgradigen Johanniskraut gleichwertig zu chemischen Antidepressiva.

    Kommentar von Puppiesmama Puppiesmama

    Ich danke euch allen für die Antworten. Ich danke euch das ihr euch um mein anliegen bemüht habt. Um das hier nun mal richtig zu stellen ein paar wenige Einzelheiten.

    Meine Depression ging aus einer Wochenbettdepression heraus. Die Ursache steht fest. Und es ist keine leichte Depression, damit wäre ich schon noch klar gekommen. Ich bin nicht jemand, der bei den kleinsten Problemen zum Arzt rennt.

    Ich bin in Behandlung bei einer FÄ für Psychatrie und Psychologie. Ich habe sie heute leider nicht mehr erreicht, aber in 2 Wochen habe ich sowieso wieder einen Termin bei ihr. Ich werde ihr mitteilen, was ich hier durch euch alles erfahren habe. Morgen rufe ich erst einmal an und sag ihr das ich den frühesten Termin erst in 2 Monaten bekommen kann in dieser Institutionsambulanz. Und das ist mir persönlich zu spät. Vielleicht hat sie da noch mehr Möglicheiten etwas zu erreichen oder informiert sich wie meine Behandlung laufen kann. Ich wollte nur nicht unwissend an diese ganze Sache herangehen, da heute auch mein erster Termin bei meiner Ärztin war. Habe mich lange genug davor gedrückt. Die Treibende Kraft war mein Mann.

    Ich möchte meine kleine nicht abstillen, da sie stark Neurodermitis gefährdet ist und Stillen da für sie das beste ist. Im Moment sie die Zeiten wo wir stillen auch die entspanntesten von allen für mich. Wir würden beide mehr darunter leiden abzustillen.

    Danke euch allen Puppiesmama

    Kommentar von hourriyah29 hourriyah29hourriyah29

    Hallo Puppiesmama!

    Vielen Dank für die ausführlichen Informationen und die liebe Antwort! Dein Plan klingt sehr gut! :) Und ich bin beruhigt, dass Du auch schon eine Fachärztin und Termine hast. Scheint alles gut zu laufen bei Euch. Ich bin sicher, dass die Ärztin und Du eine Alternative findet, die Dir das Stillen möglich macht.

    Ich wünsche Euch dreien alles Gute! Hourriyah

    Kommentar von Goodnight GoodnightGoodnight

    @hourriyah29 Was du übersehen hast, dass der behandelnde Arzt ein Antidepressiva für dringend nötig hält. Somit ist deine Art von Einwand höchst unprofessionell.

    Kommentar von hourriyah29 hourriyah29hourriyah29

    @Goodnight: Was Du übersehen hast: Ärzte haben nicht immer recht.

  • 2
    Antwort von Goodnight Goodnight

    Nein, wenn du diese Medikamente brauchst musst du abstillen.

    Kommentar von Puppiesmama Puppiesmama

    Dann werd ich wohl noch eine weile ohne medis auskommen müssen. Denn mein Baby ist noch zu klein um abgestillt zu werden.

    Kommentar von emily2001 emily2001emily2001

    DH !

    Emmy

    Kommentar von Wolpertinger WolpertingerWolpertinger

    Dann werd ich wohl noch eine weile ohne medis auskommen müssen. Denn mein Baby ist noch zu klein um abgestillt zu werden.

    Ich glaube nicht, dass Du deinem Baby einen gefallen tust, wenn Du auf die Medikamente verzichtest, nur damit Du weiter stillen kannst.

    Dein Kind leidet unter deiner Depression, auch wenn Du alles machst um dies zu verhindern.

    Deswegen wäre es für die Entwicklung deines Kindes besser, abzustillen und ein Medikament zu nehmen, als weiter zustillen und unglücklich zu sein.

    Und da es Babys gibt die niemals gestillt worden sind, kann man dein Kind bestimmt auch jetzt schon abstillen.

    Kommentar von hourriyah29 hourriyah29hourriyah29

    Lieber Wolpertinger,

    bitte keine medizinischen Fragen beantworten, wenn Du kein Fachwissen hast! Klar muss Puppiesmama etwas gegen die Depression unternehmen, auch dem Baby zu liebe. Aber abstillen muss nicht unbedingt sein. Man sollte vorher alle Alternativen prüfen. Und allein mit einem Medikament ist die Depression sowieso nicht besiegt. Experten raten sogar mit Medikamenten bei leichten und mittelgradiegen Depressionen zurückhaltend zu sein.

    Wie kannst Du zu Medikament und Abstillen raten, ohne die genaue Situation zu kennen?!

    LG, Hourriyah

    Kommentar von hourriyah29 hourriyah29hourriyah29

    Gilt natürlich auch für Goodnight!

    Kommentar von Wolpertinger WolpertingerWolpertinger

    @hourriyah bitte urteile nicht über mein Fachwissen, damit machst Du dich nur lächerlich.

    Und bitte zeige mir mal die Studien auf die die Experten sich berufen, die Du hier anführst.

    Das interessiert mich.

    Und ich habe weder zum Abstillen geraten noch zu Medikamente, sondern nur zu Bedenken gegeben, dass weiter stillen um jeden Preis, ebenfalls dass Kindeswohl negativ beeinflussen kann.

    Also wie gesagt...

    Kommentar von Goodnight GoodnightGoodnight

    Sag mal was redest du denn da?! Meine Fachkompetenz reicht durchaus, die Frage korrekt zu beantworten und die Entscheidung darüber dem Arzt und der Userin zu überlassen.

    Kommentar von kiniro kinirokiniro

    Dummerweise wissen nicht alle Ärzte übers Stillen und Medikamente Bescheid.

    Deswegen gibt es ja die Embryotox.

    Kommentar von Nordfriesin NordfriesinNordfriesin

    Man sollte auch ohne Baby ALLE Alternativen geprüft haben!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! WEnn ein Mensch bzw Arzt zu Antidepressiva greift wurden bereits Alternativen geprüft!!!! Meine beste Freundin hat Depressionen! Ohne diese Medikamente verfällt sie in sehr sehr sehr tiefe Tiefs!!!!!!!!!!!!!!!

    Ein Baby das mit einer so schwer depressiven Mama aufwächst wird einen weit größeren Schaden erleiden als wenn es nicht gestillt werden kann!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Wenn die Mama die Antidepressivas einfach so absetzen kann um zu stillen sollte sie sich fragen ob sie die überhaupt braucht!!!!!!!!!

    Kommentar von Goodnight GoodnightGoodnight

    @ Wolpentinger Diesen Einwand sollte man bestimmt in die Entscheidung einbeziehen.

    DH!

    Kommentar von kiniro kinirokiniro

    Stillen hilft AUCH der Mutter.

  • 1
    Antwort von kiniro kiniro

    Deine Ärztin soll unbedingt Rücksprache mit der Embryotox in Berlin halten.

    Die können sagen, ob das Medikament okay ist oder ein anderes empfehlen.

    Durch das Stillen wird Oxytocin ausgeschüttet, was bei Depressionen hilft.

  • 0
    Antwort von emmster110 emmster110

    Schau dir mal das an

    http://www.babynet.de/baby/welche-antidepressiva-in-der-stillzeit.html


    Wichtig mit dem Arzt besprechen!

  • 0
    Antwort von Wolpertinger Wolpertinger

    Das sind Fragen, die Du mit deiner Psychiaterin klären solltest, evtl. sogar zusammen mit einem Apotheker.

    Kommentar von Puppiesmama Puppiesmama

    Habe ich ja, sie wollte mich an eine Institutionsambulanz Zentrum für seelische Frauengesundheit weiter überweisen, wo aber der früheste Termin im März erst frei ist. Und bis dahin wäre ich dann sowieso ohne medis.

    Kommentar von Wolpertinger WolpertingerWolpertinger

    Naja diesen Termin würde ich dann schonmal annehmen.

    Und evtl. nochmal persönlich in der Institutsambulanz vorsprechen und von deinem Problem berichten, evtl. bekommst Du dann einen schnelleren Termin.

    Oder aber deine Psychiaterin kann sich mit dem Arzt von der Insitusambulanz telefonisch beraten, so dass eine evtl. Therapie schon eingeleitet werden kann.

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