In den meisten Packungsbeilagen von Antibiotika steht doch, dass man die Einnahme nicht nachholen sollte, wenn man sie mal vergessen hat. Nun habe ich jedoch ein Antibiotikum verschrieben bekommen, bei dem man laut Packungsbeilage die Einnahme innerhalb von sechs Stunden nachholen kann! Woher kommt der Unterschied? Liegt das am Wirkstoff des Medikaments?
Es gibt eine Initialdosis, die nicht unterschritten werden kann, um einen entsprechenden Wirkspiegel im Gewebe etc. zu erreichen. Dann die Erhaltungsdosis, die notwendig ist, den einmal erreichten Wirkspiegel immer wieder nachzupuffern. Einige Medikamente haben eine integrierte Depotwirkung. Auch neuerdings bei bestimmten Antibiotika, wohl gemerkt, sobald der initiale Wirkspiegel schon erreicht wurde.....
Sprich, am Anfang vergessen, kommt Wirkung auch erst später.
Sprich, in der Dauertherapie vergessen, sinkt Wirkspiegel nicht so dramatisch ab innerhalb der Zeitvorgabe.

Das liegt eher an der Sichtweise der Wissenschaftler, die den Beipackzettel verfasst haben. Punktgenaue Einnahmen sind eher akademischer Natur und nicht in der effektiven Wirkungsweise zu suchen. Die resultierende Konzentration in den Körperzellen/-flüssigkeiten schwankt sowieso. Nach den 6 Stunden sollte man die fehlenden Pillen nicht nachnehmen, da die Subsummierung Nebenwirkungen haben kann, welche gar nicht beschrieben werden. Bedenke: Nur die Menge macht das Gift! (Paracelsus)