Hallo,
wohlwissend, dass Medikamente bei jedem Menschen anders wirken möchte ich dennoch folgende Frage stellen: Welche gut verträglichen Antibiotika kennt ihr bzw. welche Alternativen? Ich war beim Arzt, dieser hat eine Mandelentzündung erkannt. Mir ist sehr wohl bekannt, dass man damit nicht spaßen soll, bevor entsprechende Kommentare kommen.
Aufgeschrieben wurden mir die typischen Antibiotika-Hämmer, auf meine Aussage das ich EXTREM allergisch reagiere (bis hin zur akuten Atemnot) meinte er nur: "Sie müssen es ja nicht nehmen". Fakt ist: Ich habe als Kind sehr häufig Antibiotika bekommen da ich häufiger Probleme mit meinen (sehr großen) Mandeln hatte - zur Entnahme der Mandeln rät mein Hausarzt nicht. Fakt ist auch, dass ich bis vor 2 Jahren über 15 Jahre lang KEINE Antibiotika mehr brauchte - die letzte Einnahme vor 2 Jahren brachte denn Panikattacken, Atemnot, Hautausschlag und den Ausbruch einer Angsterkrankung mit sich, an der ich teilweise heute noch dezent "Freude" habe - das muss ich mir nicht noch einmal antun.
Ich hoffe, ich bekommen vernünftige, seriöse Antworten - vielleicht hat jemand ähnliche Probleme und kennt entsprechende Alternativmittel die gut verträglich sind - pflanzliche kenne ich nahezu alle - ich meine bewusst Antibiotika aber welche, die auch bei Unverträglichkeit im ALLGEMEINEN gut eingenommen werden können.
Vielen Dank für Eure Antworten....
Jetzt muss ich Sie leider korrigieren:
Der Ausbruch meiner Angsterkrankung war nachweislich der Überreaktion auf ein Antibiotikum geschuldet, wie auch damals im Krankenhaus festgestellt wurde:
Erst durch die Gabe eines entsprechend starken Anti-Allergikums sind diese Wirkungen abgeklungen. Durch diesen "allergischen Schock" habe ich dann als FOLGE eine Angsterkrankung entwickelt, es kamen alle 2 Tage Panikattacken mit EXAKT den Symptomen wie beim Allergie-Schock, meine Seele hat quasi das szenario immer wieder "nachgestellt", der Vorfall hatte mich traumatisiert.
VOR diesem Allergischen Schock hatte ich nicht einmal den Hauch eines Anfluges von Angsterkrankungen oder ähnlichem, ich stand mitten im Leben, hatte keinen Streß, lebte gerne und ansatzweise gesund, auch sonst keine krankheitsbedingten Vorgeschichten. Sicher, Sie können nur nachdem Urteilen was Sie lesen, aber nicht immer sind die Dinge so einfach wie man sie sich als Therapeut schnell mal als vermeintlich "logisch" zurecht legen möchte...
Ich danke Ihnen dennoch für Ihre Antwort und möchte zu bedenken geben: Stellen Sie sich vor, dass es Ihnen 35 Jahre lang im Leben gut geht. Dann essen Sie das erste Mal in Ihrem Leben irgendeine exotische Frucht und fallen davon fast in Ohnmacht, erleben Atemnot, Angstzustände, Körperreaktionen vom Allerfeinsten bis hin zu Rötungen am ganzen Körper. Sie berappeln sich langsam wieder, bekommen ein Gegenmittel und brauchen gute 2 Jahre um sich von dem ganzen Mist zu erholen. Und dann legt Ihnen bei einer Grippe ein Arzt genau diese Frucht vor die Augen und sagt: "Die müssen Sie essen, dann geht die Grippe weg!"
Erstmal vorab: Ich vermute, dass Sie jetzt Doxycyclin gegen die Angina nehmen sollen, und das Antibiotikum, welches die allergische Reaktion verursacht hat einer anderen Wirkstoffgruppe angehörte - sonst wäre dies ein schwerer ärztl. Fehler! (Ich sagte bewußt "allergische Reaktion", weil ein "allergischen Schock" mit Atem- und Herzstillstand einhergeht, wie ich es in Der Uniklinik sehr oft erlebt habe, da dies aber sehr gut zu behandeln ist, ist niemals ein Patient zu Schaden gekommen.)
Das Geschilderte widerspricht ja nicht meinen Ausführungen - im Gegenteil. Oft sind solche Erlebnisse das Initialgeschehen einer Angsterkrankung, aber es liegt natürlich nicht am Antibiotikum, dass Sie darauf mit Panikattacken reagieren, andere Menschen nicht. Natürlich reagiert man nur dann mit PA auf solch ein Geschehen, wenn auch die Persönlichkeit und die seelische Vorgeschichte dafür einen "fruchtbaren Boden" bietet.
Ich will damit eigentlich nur zum Ausdruck bringen, dass nach einer erfolgreichen Behandlung einer Angststörung, vielleicht mal wieder eine allergische Reaktion stattfinden kann, aber nicht mehr die verheerende Traumatisierung wie bei einer PA. Im Zweifelsfall muss dann von einem verantwortlichen Arzt die Medikamentengabe eben unter klinischer Beobachtung stattfinden, da man dann eine allerg. Reaktion, wie auch einen allerg. Schock in Minuten beheben kann.