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Antiautoritäre Erziehung = Erziehung ohne Regeln?

Frage von rhapsodyinblue rhapsodyinblue

Jede Regel, jede Strafe bei Verstoß einer Regel ist wohl nicht mehr antiautoritär?

Kinder brauchen Regeln, Grenzen und wenn diese nicht eingehalten werden, auch Strafen.

Damit sie lernen, was sie dürfen und was nicht.

Oder zählt es bereits zur Autorität, wenn ich darauf bestehe, dass Regeln, bzw. Gesetze eingehalten werden müssen und bei Nichtbeachtung eben Konsequenzen gibt.

Wo zieht man die Grenze?

Danke für jeden Rat.

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Antworten (9)

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    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Antwort von Dennis453 Dennis453
    Kommentar von rhapsodyinblue rhapsodyinbluerhapsodyinblue

    Super Seite, super erklärt. So habe ich also nach diesen Informationen meine Kinder demokratisch erzogen. Freue mich!

  • 2
    Antwort von perogad perogad

    Wunderschönes und interessantes Buch von A. S. Neill : "Theorie und Praxis der antiautoritären Erziehung"...welches auch gerade mit den in Deutschland sehr verbreiteten Vorurteilen und der eigenen deutschen Sicht der antiautoritären Erziehung aufräumen dürfte.

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    Antwort von gottesanbeterin gottesanbeterin

    Kinder brauchen bestimmt keine Strafen; nur unfähige Erzieher glauben, strafen zu müssen.

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    Antwort von sunshineandlove sunshineandlove

    Antiautoritäre Erziehung ist eine nichtrepressive, möglichst zwangfreie Form der Erziehung von Kindern. Sie sieht sich im Gegensatz zu einer "traditionellen und staatlichen repressiven Erziehung", unterscheidet sich aber auch grundsätzlich von Laissez-faire. Kinder sollen sich zu selbstbewussten, kreativen, gemeinschafts- und konfliktfähigen Persönlichkeiten entwickeln. Sowohl das Ziel als auch der Weg haben die heutige Erziehung nachhaltig geprägt. Antiautoritäre Erziehung richtet sich nicht gegen Autorität, sondern nur gegen die unnötige Unterdrückung der Selbstentfaltung des Kindes, also gegen autoritäre Personen und Systeme. (Informationen zum autoritären Erziehungsstil siehe unter Erziehungsstile.)

    Quelle: Wikipedia

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    Antwort von moochi moochi

    Die Grenze ist - solange es niemanden schädigt, sich jemand gestört fühlt oder in seinen Rechten einschränkt, ist alles erlaubt.

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    Antwort von norbert9014 norbert9014

    Hm... So wir Du Deine Frage stellst werde ich nicht recht schlau: Ich habe eher den Eindruck, dass Du sehr intellektuell versuchst einen Erziehungsstil für Dein Kind zu finden.... poh! Das wird schwierig.

    Wenn Du die diversen Möglichkeiten vergleichst. (die Gemeinde hat ja oben entsprechende Links gepostet)... das ist o.k.

    Ich habe aber eher den Eindruck, dass Du ein klares Bild für Dich hast... dieses Bild kollidiert jedoch ganz massiv mit den Theorien Deines Freunds./Bekannten./Familienkreises...

    Es sieht mir danach aus, dass Du Argumente suchst, Deinen angestrebten Erziehungsstil zu verteidigen .... und Du hast den Eindruck, in den Diskussionen mit Freunden, Verwandten... zu unterliegen.

    Dazu eines: Ein Kind erzieht man mit Herz.

    Diese Herz schlägt, warm und weich... wird berührt und verletzt, erobert und geliebt.. Das !! steht über jede blöde Fassade, zu der mich wohlmeinende Freunde, Bekannte ... nette sympatische werdende Mütter aus dem Yogakurs im Familienzentrum nötigen können.

    Eine Mutter weiß i.d. Regel, wie sie ihr Kind zu nehmen hat

    Hör auf Dein Herz!

    (Und: "JA!" Nach meiner Auffassung benötigen Kinder Regeln, Grenzen und liebevolle Anleitungen.

    Dazu gehört auch mal ein Nein! und entsprechende Konsequenzen.

    Solange Liebe, Zuneigung, Mitgefühl und Verstehen Dein Handeln bestimmt: Lies mal hier:

    12 Forderungen eines Kindes an seine Eltern/ ErzieherInnen

    1. Verwöhne mich nicht! Ich weiß genau, dass ich nicht alles bekommen kann - ich will dich nur auf die Probe stellen.

    2. Sei nicht ängstlich, im Umgang mit mir standhaft zu bleiben! Mir ist Haltung wichtig, weil ich mich dann sicherer fühle.

    3. Weise mich nicht im Beisein anderer zurecht, wenn es sich vermeiden lässt! Ich werde deinen Worten mehr Bedeutung schenken, wenn du zu mir leise und unter vier Augen sprichst.

    4. Sei nicht fassungslos, wenn ich zu dir sage: ”Ich hasse Dich!” Ich hasse nicht dich, sondern deine Macht, meine Pläne zu durchkreuzen.

    5. Bewahre mich nicht immer vor den Folgen meines Tuns! Ich muss auch peinliche und schmerzliche Erfahrungen machen, um innerlich zu reifen.

    6. Meckere nicht ständig! Ansonsten schütze ich mich dadurch, dass ich mich taub stelle.

    7. Mache keine vorschnellen Versprechungen! Wenn du dich nicht an deine Versprechungen hältst, fühle ich mich schrecklich im Stich gelassen.

    8. Sei nicht inkonsequent! Das macht mich unsicher und ich verliere mein Vertrauen zu dir.

    9. Unterbrich mich nicht und höre mir zu, wenn ich Fragen stelle! Sonst wende ich mich an andere, um dort meine Informationen zu bekommen.

    10. Lache nicht über meine Ängste! Sie sind erschreckend echt, aber du kannst mir helfen, wenn du versuchst, mich ernst zu nehmen.

    11. Denke nicht, dass es unter deiner Würde sei, dich bei mir zu entschuldigen! Ehrliche Entscheidungen erwecken bei mir ein Gefühl von Zuneigung und Verständnis.

    12. Versuche nicht, so zu tun, als seist du perfekt oder unfehlbar! Der Schock ist groß, wenn ich herausfinde, dass du es doch nicht bist.

    Ich wachse so schnell auf und es ist sicher schwer für dich, mit mir Schritt zu halten. Aber jeder Tag ist wertvoll, an dem du es versuchst. (Lucia Feider)

    Trau Dich einfach Du zu bleiben: Alles Gute

    Norbert

    Kommentar von rhapsodyinblue rhapsodyinbluerhapsodyinblue

    Hallo Norbert, ich habe schon große Kinder, die sind bereits fertig erzogen und prachtvolle Menschen.

    Dennoch danke für deine Antwort.

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    Antwort von darksidecookie darksidecookie

    soweit ich weiß kann man bei erziehung keine genauen grenzen ziehen. http://schleich-brilon.net/erziehungsstile.htm diese seite gibt eigentlich einen ganz guten, groben, überblick über versch. erziehungsstile.

    es gibt den demokratischen erziehungsstil, der an sich ja auch antiautoritär ist. dabei wird das kind in entscheidungen einbezogen. und den laissez-faire erziehungsstil, bei dem ist den eltern egal was die kinder machen, bzw. sie dürfen machen was sie wollen. (sehr grob und unvollständig zusammengefasst)

    die erziehung in der praxis ist, soweit ich weiß, immer eine mischform aus versch. erziehungsstilen.

    ich hoffe ich konnte dir damit helfen. (angaben ohne gewehr ;) da das thema echt nicht so leicht ist ;) )

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    Antwort von user1192 user1192

    Antiautoritär heißt NICHT ohne Regeln. Das wäre Laissez-faire.

    Antiautoritär bedeutet, dass es keine Autoritätsperson gibt. Man behandelt sein Kind wie gleichberechtigt, wie einen Erwachsenen. Man diskutiert und handelt. Ist natürlich das, was Kinder am besten können :/

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    Antwort von paula2005 paula2005

    Kinder schauen sich alles ab...Mit Geduld kriegste die schon soweit zu hören,ohne Wörter wie Regel oder Strafe zu benutzen...

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