Frage von LaraTetsuya, 40

Antennenwelse Altersunterschied?

Hallo,

Da das Männchen meines blauen Antennenwels Weibchen leider frühzeitig verstorben ist habe ich die Dame nun in mein anderes Becken gesetzt in dem ein L144 (Goldener Antennenwels) Männchen auf Gesellschaft gewartet hat. Da ich noch kein Weibchen für ihn gefunden habe, habe ich mich jetzt mal erkundigt und gelesen, dass diese beiden “Arten“ auch Nachwuchs bekommen würden. Meine Sorge bezieht sich auf das Alter der beiden. Das Männchen sollte rund ein Jahr jung sein und das Weibchen zwischen 5-6 Jahren. Denkt ihr dieser relativ große Unterschied könnte ein Problem darstellen? Bis jetzt haben sie sich sehr gut akzeptiert und das Männchen verfolgt das Weibchen regelrecht.

Liebe Grüße.

Expertenantwort
von dsupper, Community-Experte für Aquaristik, Aquarium, Fische, 24

Hallo,

ein "Problem" wird, wenn überhaupt, nicht durch das unterschiedlichen Alter entstehen, sondern höchstens durch eine sehr unterschiedliche Größe.

Aber Ancistrus sind - zumindest gegengeschlechtlich - absolut friedliche Fische.

Problem bei der Sache wäre für mich dann die Kreuzung und Vermischung beider Arten - persönlich kann ich so etwas nicht gutheißen ....

Kommentar von PaulPanther187 ,

Der L144 ist eine Farbmutation des Ancistrus.

Die Betonung liegt auf Mutation, da auch eine Gold-Zuchtform existiert, welche aber gut zu unterscheiden ist.

Bei der Zuchtform ist das "Gold" eine Deckfarbe, also "draufgezüchtet"...

Der L144/Normale Ancistrus ist etwas zarter gefärbt, beinahe schon durchscheinened, weswegen er auch beinahe immer auf Börsen etc. Als Albinoantennenwels verkauft wird.

Kommentar von dsupper ,

Da bist du sehr ungenau - denn es gibt (gab?) tatsächlich eine Wildform des L144. Der hat allerdings fast niemals etwas mit den im Handel angebotenen L144 zu tun, die tatsächlich eine Farbmutation sind.

Der wirkliche L144 ist ein blassgelber Fisch mit dunklen Augen aus Paraguay. Diese Fische sind auch reinerbig, wobei bei den als L144 angebotenen Tieren - weil Mutation - diese nicht reinerbig sind.

Werden also Ancistrus spec. mit dem angeblichen L144 gekreuzt, werden die Nachkommen mit größter Wahrscheinlichkeit braun sein.

Auch, wenn zwei angebliche L144 verpaart werden, wird es viele viele braune Nachkommen geben.

Würde man den echten L144 miteinander verpaaren, würden ausschließlich gelbe Nachkommen kommen.

Antwort
von PaulPanther187, 17

"Diese beide Arten"...

Etwas Aufklärungsarbeit. L144 ist nix anderes als ein gewöhnlicher Ancistrus. Da diese somit die selbe Spezies darstellen, kriegst du sowieso Nachwuchs, da es auch keine Hybriden sind, wie bereits angenommen. Der einzige Unterschied im Erbgut ist eben der "Code", der die Farbpigmente am Ende festlegt.

Der L144 ist eine FarbMUTATION des Antennenwelses.

Mutation deshalb, weil es auch eine Goldvariante gibt, dieser kann man aber ansehen dass das Gold "aufgezüchtet" wurde. Der L144 ist insofern zu unterscheiden, dass er zärter gefärbt ist, auch teilweise stark durchscheinend, weshalb er oft als Albinoantennenwels vermarktet wird. Zu unterscheiden ist dies an der beigen/leicht gelblichen  Farbe und an der Augenfarbe (siehe Profil Hintergrundbild)

Hoffe, ich konnte dir helfen.

Kommentar von PaulPanther187 ,

Sollte dein Antennenwelsmännchen nicht auf reifere Frauen stehen, hast du halt Pech...

Kleiner Scherz. Die Geschlechstsreife trifft allerdings erst mit Erreichung der Endgröße, also ab etwa 8-10cm Länge ein. Könnte somit ganz gut sein, dass dein kleiner Bock noch zu jung ist (Mein L144/Ancistrus hat mittlerweile auch gut 12 Monate aufm Buckel und hat knapp 7cm, dauert eben etwas, bis sie geschlechtsreif sind)

Kommentar von dsupper ,

Da bist du sehr ungenau - denn es gibt (gab?) tatsächlich eine
Wildform des L144. Der hat allerdings fast niemals etwas mit den im Handel angebotenen L144 zu tun, die tatsächlich eine Farbmutation sind.

Der wirkliche L144 ist ein blassgelber Fisch mit dunklen Augen aus
Paraguay. Diese Fische sind auch reinerbig, wobei bei den als L144 angebotenen Tieren - weil Mutation - diese nicht reinerbig sind.

Werden also Ancistrus spec. mit dem angeblichen L144 gekreuzt, werden die Nachkommen mit größter Wahrscheinlichkeit braun sein.

Auch, wenn zwei angebliche L144 verpaart werden, wird es viele viele braune Nachkommen geben.

Würde man den echten L144 miteinander verpaaren, würden ausschließlich gelbe Nachkommen kommen.

Kommentar von Grobbeldopp ,

Ich hatte das selbe Problem mal in einer Antwort.

Es gab offensichtlich vor 15 Jahren rum einige wenige importierte gelbe Antennenwelse, die keine Ancistrus normalos waren- aber diese sind verschwunden und niemand weiß genau was das war- die wahrscheinlichste Erklärung ist dass es sich um eine Farbmutation einer anderen kleinen Ancistrusart handelt, die aber in der natur nie als Population existiert hat.

Ist ja auch unwahrscheinlich- unter welchen Bedingungen sollte diese  Farbe ein Vorteil sein?

Kommentar von dsupper ,

Die Farbe könnte bei einem hellen Sandboden, der auch in der Natur vorkommt, durchaus sehr tarnungsfreundlich sein.

Kommentar von PaulPanther187 ,

Nun, es GAB auch eine Wildform des Ancistrus :)

Nun, wer behauptet denn, das es eine Farbmutanten in freier Wildbahn geben kann?

Wenn ich einen Albinosegelschilderwels finde, ist er dann von der DNA her kein Segelschilderwels mehr?

Kommentar von PaulPanther187 ,

Die Farbe selbst hat kaum Pigmente, wäre es eine Tarnvorrichting, wäre die Farbe deckend, siehe andere Welsarten, die in Sand vorkommen. Der "L144/Ancistrus" ist allerdings durchscheinend.

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