2

Anteil Privatpatienten/Kassenpatienten in Arztpraxen?

Frage von ultro ultro

Wie hoch ist im Schnitt der Anteil an Privatpatienten in einer Arztpraxis?

Natürlich wird das auch von Fachrrichtung und Lage der Praxis (Villenviertel - sozialer Brennpunkt/ Stadt - Land) abhängen, trotzdem würde ich gerne wissen ob es da verlässliche Statistiken gibt? Bzw. kann man für verschiedene medizinische Fachrrichtungen differenzierte Aussagen treffen? Hausartz, Neurologe, Orthopäde?

Gruß

Fragen zu gleichen Themen finden

Antworten (4)

  • 4
    Antwort von BEAFEE BEAFEE

    Die Privatpatientenanzahl ist in Hausarztpraxen mit Sicherheit höher als in Fachpraxen.

    Wenn ich mal von einem Pneumologen ausgehe, ist das Verhältnis ca. 80 / 20 %....

  • 2
    Antwort von anccia anccia

    Es gibt mehr Kassenpatienten wie Privatparienten. Jedoch übernehmen viele Kassen bestimmte Leistungen nicht, wie beim ( Gynäkologen, Dermatologen, Augenarzt) diese werden dann Igelleistungenge genannt und der Kassenpat. wird automatisch zum Privatpat.

    Kommentar von BEAFEE BEAFEEBEAFEE

    So Unrecht hast Du gar nicht.

    Nur nehmen Kassenpat. die Igelleistungen in den wenigsten Fällen wahr........

  • 0
    Antwort von HWSteinberg HWSteinberg

    Ja, gibt es und kann man, siehe Kommetar zu beamer05

  • 0
    Antwort von beamer05 beamer05

    Hier in "meiner Gegend" gibt es Praxen mit einem Privatpat.-Anteil von ca. 3% als auch welche mit 8%. Das war's dann auch schon.

    Die Klientel einer mir bekannten Abteilung eines Krankenhauses umfaßt (letzte 3 Jahre) ca. 4% Privatpat. und Selbstzahler, wobei die privat Zusatzversicherten schon drin sind.

    In den Praxen und Kliniken rund um den Starnberger See und vergleichbaren Gegenden (Baden Baden, München...) sieht das sicherlich "etwas" anders aus...

    Verläßliche Statistiken gibt es dazu sicherlich kaum, weil z.b. ein Privatversicherter seine Rechnung ja nirgendwo einreichen muss, wenn er etwa einen Rabatt erhalten will oder sein Selbstbehalt nicht überschritten wird.

    Kommentar von HWSteinberg HWSteinbergHWSteinberg

    Verlässliche Statistiken gibt es schon, zumindest für niedergelassenen Praxen. Es gibt Firmen, die haben Ärzte-Panel aus denen sie monatlich die Arzt-Abrechnungsdaten bekommen über alle Besuche, und die Patienten sind klar als GKV/PKV gekennzeichnet. So lassen sich via Hochrechnung, fachgruppenspezifisch, relativ genaue Zahlen angeben. Natürlich habe ich sie nicht parat, ich weiß aber, dass der PKV-Anteil in den letzten Jahren gestiegen ist, Größenordnung von 5% auf 10%. Kann aber sein, dass das nur die Verordnungen betrifft, und nicht die Patienten überhaupt.

    Im übrigen muss man hier unterscheiden zwischen privat versicherten Patienten und Privatrezepten, die ja auch an Kassenpatienten abgegeben werden. Im Gegensatz zu Anccia muss ich betonen, dass ein Kassenpatient, der ein Privatrezept bekommt, dadurch nicht zum Privatpatienten mutiert. Ich denke der Begriff Kassen-/Privat-Patient bezieht sich allein auf die Versicherung

    Kommentar von beamer05 beamer05beamer05

    Es gibt Firmen, die haben Ärzte-Panel aus denen sie monatlich die Arzt-Abrechnungsdaten bekommen über alle Besuche, und die Patienten sind klar als GKV/PKV gekennzeichnet

    Es gibt eine ganze Reihe Privatpatienten (und ich meine damit natürlich die in der PKV oder die (wenigen) echten Selbstzahler -ja, die gibt es auch), die einer Versendung ihrer Daten zu externen Abrechnern NICHT zustimmen, und daher bei den von dir zitierten Firmen auch nicht auftauchen (dürfen). Dann muß der Arzt sich halt entscheiden, ob er selbst abrechnet, oder die Behandlung ablehnt.

    Insgesamt stimmen aber deine Schätzungen mit den von mir genannten (aus echten Patientenunterlagen ermittelten) Zahlen ja durchaus grob überein.

    Und du darfst versichert sein daß ich einen PKV-Versicherten nicht mit einem GKV-ler verwechlse, der mal ein Privatrezept bekommt ;-)

    Kommentar von HWSteinberg HWSteinbergHWSteinberg

    Zum Datenschutz der PKV-Patienten: Die Rezepte werden ja in der Regel über den Computer ausgedruckt, Kassen- wie Privatrezepte, und die ganze Abrechnung läuft über den Rechner. Genau diese Abrechnungen sind die Datenquelle für Pharma-Marktforschungsfirmen. Sie werden über die Arzt-Software-Provider an die Firmen geliefert, wobei die Patienten-Kennungen anonymisiert werden, also kein Name, nur Geburtsjahr kein Datum usw. Diese Anonymisierung entspricht gesetzlichen Vorgaben. Ich glaube nicht, dass in diesen Daten viele Privat-Patienten verloren gehen, auf diese Weise wird dem Datenschutzwunsch der Patienten entsprochen

Diese Frage

Verwandte Fragen

Noch nicht den richtigen Rat gefunden?

Einfach und schnell viele hilfreiche Ratschläge von Deutschlands aktivster Ratgeber-Community erhalten!

Einfach und schnell einen Tipp erstellen und Ihren guten Rat mit anderen teilen!

Einfach und schnell ein Video hochladen und anschaulichen Rat an alle geben!

Die unter gutefrage.net angebotenen Dienste und Ratgeber Inhalte werden nicht geprüft. Die Richtigkeit der Inhalte wird nicht gewährleistet. Rechtliche Hinweise finden Sie hier.